23. Oktober 2014

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Pink Floyd

Die Ankündigung eines neuen Pink-Floyd-Albums – des ersten seit zwanzig Jahren – glich einem Paukenschlag. Die Entscheidung der Herren Gilmour und Mason, für die Ehrbezeugung gegenüber ihrem verstorbenen Bandkollegen Rick Wright wenig bis gar keine Promotion zu machen, allerdings auch. Zumal dieses Vorgehen zahlreiche Fragen aufwirft. Glauben die Altmeister nicht an sich und ihren Output? Erachten sie das Ganze vielleicht schon als Fehler? Oder haben sie lediglich die falsche PR-Agentur engagiert? eclipsed über die Irrungen und Wirrungen rund um „The Endless River“.

23. Oktober 2014

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Led Zeppelin

Jimmy Page ist bester Laune. Kein Wunder: Nach dem Erfolg des ersten Teils der Remasters sind der Druck und die Unsicherheit verflogen, das mediale Interesse ist auf ein gesundes Maß zusammengeschrumpft und – noch viel wichtiger – er ist sich sicher, dass er in Interviews genau den Respekt erfährt, den er sich stets von der schreibenden Zunft gewünscht hat. Weshalb er beim eclipsed-Termin im Londoner Hotel Gore denn auch wirklich alle Masken fallen lässt und tiefe Einblicke in ein komplexes Innenleben zwischen Stolz, Geltungsbewusstsein, aber auch tiefer zwischenmenschlicher Enttäuschung gewährt –in Bezug auf Ex-Buddy Robert Plant, zu dem der 70-jährige Ausnahmegitarrist inzwischen deutlich auf Distanz geht und ungewohnt starke emotionale Regungen zeigt.

eclipsed: Jimmy, wie empfindest du den Erfolg der bisherigen Remasters und wie gehst du mit dem überwältigenden Medieninteresse um?

23. Oktober 2014

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Electric Orange

Drei Viertel von Electric Orange waren für das Interview zu erreichen. „Double D“, wie sich Keyboarder Dirk Jan Müller und Gitarrist Dirk Bittner, die Gründungsväter der Band, mit Augenzwinkern nennen, und Schlagzeuger Georg Monheim gewähren einen Blick hinter die Kulissen.

eclipsed: Das neue Album enthält einige für Electric Orange ungewohnte Elemente: akustische Passagen, avantgardistische Strukturen, fernöstliche Klänge.

Georg Monheim: Das ist tatsächlich bewusst passiert, und wenn ich mir das Ergebnis anhöre, gefällt es mir sehr gut. Wir empfinden die Klänge übrigens gar nicht als fernöstlich.

Dirk Jan Müller: Wir haben auch ein paar mehr Sessions mit anderen Instrumenten als sonst gemacht, mit akustischem Bass, Mandoline, Banjo, Strohgeige. Fernöstliches höre ich eigentlich gar nichts.

Dirk Bittner: Fernöstlich zu klingen, war kein Vorhaben.

23. Oktober 2014

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And You Will Know Us By The Trail Of Dead

Trail Of Dead haben Grund zum Feiern. Vor genau zwanzig Jahren wurde die US-Formation, die einst für ihre zerstörerischen Bühnenshows bekannt war, ins Leben gerufen. Von der Urbesetzung sind zwar nur noch Conrad Keely (voc, g) und Jason Reece (dr, g, voc) dabei, doch das aktuelle Album „IX“ verdeutlicht, dass sich die Band nicht auf den Lorbeeren von „Tao Of The Dead“ und „Lost Songs“ ausruhen will. Stattdessen bietet sie mit „IX“ ein sehr kohärentes, melodienreiches Werk, das gleichzeitig betörende New-Artrock-Exkursionen unternimmt. Im Interview verrät Jason Reece mehr über den Songwriting-Prozess, die Aufnahmen und die therapeutische Wirkung der Songs.

eclipsed: Eure neue CD „IX“ erscheint pünktlich zum zwanzigjährigen Bandjubiläum. Ist das der Grund, warum es so optimistisch klingt?

23. Oktober 2014

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Mike Rutherford , Genesis

Mikes Rutherfords Buch „Rhythmen des Lebens“ ist eine Melange aus Rock’n’Roll-Biografie und Hommage an den verstorbenen Vater. Weite Passagen des Buches sind wahre Fundgruben für den Genesis-Fan. Wir präsentieren hier – als Nachschlag zur Titelstory unserer letzten Ausgabe – einen exklusiven Auszug, in dem sich Rutherford an die Zeit der Aufnahmen von „The Lamb Lies Down On Broadway“ erinnert.

Headley Grange in East Hampshire war ein großes Landhaus aus dem 18. Jahrhundert, das schon bessere Tage gesehen hatte. Led Zeppelin wohnten dort während der Aufnahmen zu Physical Graffiti, was das Gebäude nicht unbedingt besser machte. Als Genesis im Juni 1974 zum Schreiben von The Lamb Lies Down On Broadway ankamen, befanden sich dort überall Ratten und kaum Möbel. Rich, der sich schon einige Tage dort aufhielt, um sauber zu machen, erzählte uns von Seilen, die er an einem Bett gefunden habe!

23. Oktober 2014

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Jon Lord , Deep Purple

„Celebrating Jon Lord At The Albert Hall“ (DVD, Blu-ray, CD) ist eine Würdigung des vielfältigen musikalischen Schaffens von Jon Lord. Ian Paice, der mit der Zwillingsschwester der Witwe seines 2012 an den Folgen einer Krebserkrankung verstorbenen Freundes verheiratet ist, spielte mit dem Hammondorganisten bei Deep Purple und Whitesnake. Bei Whitesnake traf Paice auch Gitarrist Bernie Marsden wieder. Mit beiden hatte er beim spannenden Bandprojekt PAL (Paice, Ashton, Lord) zusammengearbeitet.

eclipsed: Bei dem Konzertabend für Jon Lord hast du mit Bernie Marsden zwei Tracks vom PAL-Album „Malice In Wonderland“ gespielt. Zeigt das im Nachhinein die Bedeutung, die diese Truppe für dich und Jon hatte?

23. Oktober 2014

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John Illsley , Dire Straits

Fünfzehn Jahre lang hat John Illsley seine Leukämieerkrankung geheim gehalten. Nach erfolgreicher Knochenmarkspende durch seine Schwester und positiver Prognose hat sich der Mitbegründer der berühmten britischen Band Dire Straits mit dem Soloalbum „Testing The Water“ zurückgemeldet (Review: eclipsed 10/2014). Wir sprachen mit dem Bassisten über seine Krankheit, das neue Album und die Bedeutungsebenen seiner Lieder.

eclipsed: Ende Juni bist du fünfundsechzig geworden. Fühlt es sich für dich anders an, Geburtstag zu feiern, nachdem du die Krankheit besiegt hast?

John Illsley: Ach du meine Güte, danke, dass du mich daran erinnerst. (lacht) Weißt du, die letzten Jahre waren ziemlich interessant, und ich bin gestärkt aus der ganzen Geschichte hervorgegangen. Ich fühle im Moment sehr positive Schwingungen.

eclipsed: Wie war es, Songs im Krankenhaus zu schreiben?

23. Oktober 2014

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CD-Sampler

…AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD - A Million Random Digits (3:07)
Album: IX (2014)
Label/Vertrieb: Superball/Universal
www.andyouwillknowusbythetrailofdead.bandpage.com

Bei TRAIL OF DEAD kann man sich nie sicher sein, was kommt: Brachialer Alternative? Oder doch geschmeidige, getragene Melodien in Richtung Artrock? Die Antwort ist dieses Mal einfach: Auf „IX“ haben die US-Amerikaner einfach beide Elemente gemixt. Und die Rechnung geht wunderbar in diversen Passagen auf.