25. September 2014 - 11:41

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Genesis

Es war nicht so, dass Genesis nicht schon vor dem Jahr 1974 mit der Idee konzeptueller Rockkunst auseinandergesetzt hätten. Immerhin hatte die Band zuvor mit „Supper’s Ready“ ein sich über eine komplette LP-Seite erstreckendes Epos veröffentlicht und 1973 auf „Selling England By The Pound“ Songs präsentiert, die von einer bestimmten Vorstellung von „Britishness“ zusammengehalten wurden. An die Produktion einer Platte, die von Anfang bis Ende eine zusammenhängende Geschichte erzählt, hatten sich Genesis indes noch nicht gewagt.

25. September 2014 - 11:38

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Robert Plant

Er spricht leise, hustet immer wieder, denn er laboriert an einer fiesen Erkältung. Was nicht wirklich gut ist, wenn man sich auf einer mehrmonatigen Tournee befindet und zudem jede Menge Pressetermine hat. Die wollte Robert Plant eigentlich schon stornieren. Doch weil eclipsed extra zu ihm ins Hotel nach Birmingham gereist ist, macht er gute Mine zum bösen Spiel. Er ist zunächst sehr bemüht, wirkt aber zusehends genervt, je mehr sich das Gespräch in Richtung Led Zeppelin verlagert. Darüber darf sich der 66-Jährige allerdings nicht beschweren: Immerhin spielt er die Stücke der Seventies-Legende weiterhin live, schießt auf der Bühne kräftig gegen Page/Jones und ist in der öffentlichen Wahrnehmung derjenige, der die Reunion-Tour blockiert. Zeit für klärende Worte.

25. September 2014 - 11:28

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Joe Bonamassa

Das Arbeitstier Joe Bonamassa hatte sich erstaunlicherweise eine gut einjährige Studiopause bis zu einem neuen Soloalbum verordnet. Gemerkt hat es kaum jemand: In den sechzehn Monaten zwischen „Driving Towards The Daylight“ und dem neuen Werk „Different Shades Of Blue“ erschienen unter anderem zwei Produkte mit Beth Hart (das zweite gemeinsame Studioalbum „Seesaw“ sowie die DVD/CD „Live In Amsterdam“); außerdem veröffentlichte der New Yorker noch in eigener Sache die Live-DVD/CDs „Beacon Theatre: Live From New York“, „An Acoustic Evening At The Vienna Opera House“ und „Tour De Force“. Das beweist, dass der Bluesrocker weiterhin unermüdlich in immer größeren Konzerthallen weltweit unterwegs ist. Seine jüngste Arbeit ist ein ganz besonderes Werk, denn „Different Shades Of Blue“ besteht – ungewöhnlich für Blueser im Allgemeinen und Bonamassa im Besonderen – nur aus Originalkompositionen. Diese schrieb der Sänger/Gitarrist alleine sowie in Kooperation mit anderen Musikern.

25. September 2014 - 11:24

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Threshold

Satte fünf Jahre lagen zwischen „Dead Reckoning“ (2007) und „March Of Progress“ (2012). Fünf Jahre, in denen fast alle Mitglieder von Threshold auch mit persönlichen und privaten Veränderungen beschäftigt waren. Negativer Höhepunkt war 2011 der Tod ihres ehemaligen Sängers Andrew „Mac“ McDermott, der die Band 2007 verlassen hatte. Inzwischen hat sich das neue Line-up mit Gitarrist Pete Morten und dem Rückkehrer Damian Wilson bestens eingespielt. Einen fanfreundlicheren Frontmann als Wilson, der über eine überragende Stimme und eine ebensolche Ausstrahlung verfügt, kann sich eine Rockgruppe kaum wünschen: So mischt er sich vor Beginn eines Konzerts gerne unter die Besucher, klönt und scherzt mit ihnen. Auch im Interview ist der Mann mit dem Rübezahlbart sehr offen. Der übliche Promotion-Schnack zum neuen Album wird da schnell zur Nebensächlichkeit.

25. September 2014 - 11:21

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Sinead O'Connor

Das kleine Bray an der Irischen See ist ein Ort nach dem Vorbild klassischer britischer Seebäder. Zwar ohne Pier, dafür mit einer langen Strandpromenade, netten Cafés sowie Busladungen voller Rentner und Familien mit Kleinkindern, die im verhangenen irischen Sommer Seeluft schnuppern wollen. Und die wahrscheinlich gar nicht wissen, an wessen Haustür sie da an der Strand Road, der Hauptverkehrsstraße an der Wasserfront, entlangschlendern. In einem großen, weißen zweistöckigen Gebäude, dessen Winkel in den Rastafari-Farben gehalten sind (auffälliger geht’s kaum), residiert Sinéad Marie Bernadette O’Connor mit ihren vier Kindern. Eine alleinerziehende Mutter, die in Lederhose, T-Shirt, rosa Hausschuhen sowie mit frisch geschorenem Kopf und markanten Gesichtstätowierungen (rote Herzchen auf beiden Wangen) empfängt. Zwar kocht sie Kaffee und erkundigt sich nach Flug und Anreise, doch wirklich herzlich ist sie nicht. Eher misstrauisch und zögerlich.

25. September 2014 - 11:16

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On Stage

Die vergangenen Monate waren heftig, aber die Arbeit hat sich mehr als gelohnt“, wird ein zufriedener Clemens Mitscher am Ende des Tages sagen. Im Rahmen eines Seminars wollte Mitscher seinen Studenten die Technik von Analog- und Digitalfotografie vermitteln, und zwar unter den erschwerten Bedingungen eines Rockkonzertes. „Dass das Projekt solche Ausmaße annimmt, hätte damals keiner gedacht“, staunt er. Auch Didi Zill, renommierter Fotograf von Musikprominenz aus Rock und Pop, der in den 70er- und 80er-Jahren zum Beispiel die Stones, Pink Floyd und Deep Purple vor der Linse hatte, ist mit der Bahn von München nach Frankfurt gereist, um bei der Ausstellungseröffnung dabei zu sein. Er ist sehr angetan von dem Nebeneinander von Klassikern der Rockfotografie und den mutigen, temperamentvollen Bildern der Nachwuchsfotografen.

25. September 2014 - 11:13

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Amplifier

Leichtigkeit kann richtig harte Arbeit bedeuten. So hatten Amplifier erst einmal vier Monate intensiv proben müssen, bevor sie mit dem Material für ihr „Sommeralbum“, wie Sel Balamir sein jüngstes Baby gerne nennt, ins Studio gingen. Warum die Grundidee war, relativ schnörkellos zu lärmen und ein „Back to the roots“-Feeling zu vermitteln, erklärt der Gründer und kreative Kopf der Band im Gespräch mit eclipsed.

eclipsed: Es heißt, „The Octopus“ und „Mystoria“ – zwei grundverschiedene Alben – seien zur gleichen Zeit entstanden. Wie kam es dazu?

25. September 2014 - 10:58

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Flying Colours

Steve Morse, seit 1994 Gitarrist bei Deep Purple, leistet sich seit etwa drei Jahren eine musikalisch hochmotivierte Geliebte mit dem Namen Flying Colors.

„Es ist ein außerordentliches Glück, dass wir uns in dieser Formation getroffen haben und uns die Bälle nun so zuspielen können. In dieser Band gibt es keine ‚No-Go’s‘, alles ist möglich.“ Dass dies dem oft als bestem „Overall-Gitarristen“ ausgezeichneten Musiker aus Florida besonders gut gefällt, merkt man daran, dass kaum ein Interview mit ihm stattfindet – egal ob der Anlass Deep Purple oder seine Steve-Morse-Band ist –, bei dem nicht die Sprache auf die Flying Colors kommt. Prominentester Mitstreiter im Traumteam ist der Ex-Dream-Theater-Schlagzeuger Mike Portnoy, über den Morse sagt: „Der Kerl liebt es zu organisieren, und das ist bei unseren anderen Aktivitäten auch nötig, denn ich bin froh, dass wir im Herbst überhaupt ein paar Konzerte mit der Band machen können.“