» The Art Of Sysyphus Vol. 47


1. YES
And You And I (live) (10.57)
Album: Live In Montreux 2003 (2007)
LABEL/VERTRIEB: EAGLE/EDEL
WWW.YESWORLD.COM


„Roine Stolt (The Flower Kings): „So wie Bill Bruford die Aufnahmesessions beschrieben hat, kann ich mir lebhaft das Chaos vorstellen, das dort herrschte. Fantastisch, dass solch schöne Musik dabei herauskam. Der Song ist eine kleine Sinfonie in sich – der Gipfel all dessen, was Prog an Gutem zu bieten hat. Ich habe das Stück mehrfach live gehört, und es klingt immer gut. Es enthält Hooks – Leute, da kann man bei neuerem Prog lange nach suchen. Yes kamen hiermit ganz nach oben – und das völlig zu Recht.“

2. MARILLION
Whatever Is Wrong With You (4.12)
Album: Happiness Is The Road (2008)
LABEL/VERTRIEB: RACKET RECORDS/WWW.MARILLION.COM
WWW.MARILLION.COM


„Whatever Is Wrong With You“ ist ein flotter Popsong, der allerdings nicht unbedingt repräsentativ für die neue Großtat der britischen Neoprog-Institution ist. Der aber unter Beweis stellt, dass MARILLION immer noch für eingängige Hooklines gut sind. Vor allem Steve Hogarths einnehmender Gesang kommt auf diesem Track besonders gut zur Geltung.

3. TRANSMISSION
Goodbye Old Friend (6.01)
Album: Sublimity (2008)
LABEL/VERTRIEB: MALICIOUS DAMAGE/CARGO
WWW.MYSPACE.COM/TRANSMISSIONOFFICIAL


Das Rhythmusgespann von Killing Joke ist am Werk. Entsprechend groovebetont klingt das Instrumentalstück von TRANSMISSION. Mächtigen Tribal-Beats stehen durchscheinende Klänge kreisender Effektgitarren entgegen, ein sanfter Chor fügt sich als Nuance in den mahlenden Klangstrom. Man meint, der Track könne jederzeit aufbrausen.

4. THE LEGENDARY PINK DOTS
Rainbows Too? (9.30)
Album: Plutonium Blonde (2008)
LABEL/VERTRIEB: ROIR/CARGO
WWW.BRAINWASHED.COM/LPD


Ein geheimnisvoll funkelndes, träges Flüssigkristall, das mit fast zehn Minuten Länge eine eigene kleine Welt beschreibt. Ein Stück versonnener Klangdichtung, in sich gebrochen, nach außen aber nahezu perfekt. Die Gitarre zeichnet über minimalistischen Keyboard-Patterns hypnotische Spiralen, die wie ein Wurmloch in eine andere Welt wirken.


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5. MARTIN ORFORD
The Old Road (8.35)
Album: The Old Road (2008)
LABEL/VERTRIEB: INSIDEOUT/SPV
WWW.GEP.CO.UK


Abwechslungsreiche acht Prog-Minuten wie schon lange nicht mehr. ELP-Pathos, schwermütiges Gesangsthema, Irish Fiddle, Folkrock-Prog à la Tulls „Songs From The Wood“, erhebender Harmoniegesang, ein bewegendes Gitarrensolo und jede Menge Gänsehautmomente. Sollte MARTIN ORFORD wirklich aufhören, wäre dies sein Vermächtnis. (VÖ: 7.11.)

6. SHAMALL
What Will Happen (Parts II+ III) (9.40)
Album: Questions Of Life (2008)
LABEL/VERTRIEB: 2-L PRODUCTIONS/WWW.SHAMALL.COM
WWW.SHAMALL.COM


SHAMALL fährt bereits seit geraumer Zeit durch den Pink-Floyd-Kosmos. Auf der neuen fliegenden Scheibe widmet er sich Fragen zur Dauer des Universums. Diese setzt er durch rasante Gilmour’sche Gitarrenläufe sowie ein formvollendetes Synthie-Solo im Geiste Rick Wrights’ Mittsiebziger-Großtaten maßstabsgetreu in eindrucksvolle Töne um.

7. HOBOTALK
Love Is Hard To Do (3.20)
Album: Alone Again Or (2008)
LABEL/VERTRIEB: GLITTERHOUSE/INDIGO
WWW.HOBOTALK.COM


Einer der besten Tracks auf dem ganz vorzüglichen Album der Alternative-Folk-Band um Marc Pilley. „Love Is Hard To Do“ klingt, als habe Bob Dylan bei den Sessions zu „Modern Times“ ein paar bewusstseinserweiternde Substanzen eingenommen. Ergebnis ist ein traditionsbewusster HOBOTALK-Folksong mit starkem psychedelischen Einschlag.

8. ART OF INFINITY
Utopia (edit) (7.26)
Album: Endless Future (2008)
LABEL/VERTRIEB: PRUDENCE/ROUGH TRADE
WWW.ART-OF-INFINITY.COM


Das Ambient-Projekt ART OF INFINITY balanciert auf dem schmalen Grat zwischen Ethno-Ambient und Space-Sounds. „Utopia“ ist ein würdiger Nachfolger von „Drift Upon The Sky“ („Dimension Universe“, 2004). Dieses Mal stilistisch vielfältiger und anspruchsvoll auch für progressive Ohren, denn unleugbare Floyd-Atmos quellen zuhauf aus den Boxen.

9. IT BITES
Memory Of Water (4.47)
Album: The Tall Ships (2008)
LABEL/VERTRIEB: THE IT BITES MUSIC PARTNERSHIP/INSIDEOUT/SPV
WWW.ITBITES.COM


Mit Reunionalbum Nummer zwei knüpfen die Melodic Progger von IT BITES ohne Bassist Dick Nolan mit frischen, agilen Songs an ihre guten alten Zeiten an bzw. lassen rockigere, an (gleich besetzte) Kino erinnernde Raketen starten – wie etwa „Memory Of Water“, den melodischsten und facettenreichsten Track dieser Kategorie auf „The Tall Ships“.

10. IQ
Widow’s Peak (live) (9.41)
Album/DVD: Forever Live (1996/2008)
LABEL/VERTRIEB: GEP/INSIDEOUT/SPV
WWW.GEP.CO.UK/IQ


Wer die Livequalitäten von IQ noch nicht kennt, sollte hier unbedingt ein Ohr riskieren. Geschrieben im Jahr 1985, live eingespielt 1993, auf CD veröffentlicht 1996 und seit diesem Frühjahr auch auf DVD erhältlich: „Widow’s Peak“ steht für die zeitlose Faszination des melodischen Bombast-Prog Marke IQ. Der Mittelteil ist Gänsehaut pur.

Die eclipsed-Ausgabe 106 zu dieser CD gibt es Hier

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Veröffentlicht am 10:46:06 18.10.2008 unter dem Titel The Art Of Sysyphus Vol. 47 Administrator