MOGWAI - „Selbst wenn wir leise sind, sind wir laut“

20. September 2017

Mogwai

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Um Bands wie Mogwai wird es niemals still. Selbst wenn sie zwischen ihren Alben für einige Jahre verstummen, hallen ihre Walls of Noise stets länger nach, als sie selbst sich zurückhalten könnten. Ihre Rückkehr ist stets furios. Vor zwanzig Jahren veröffentlichten sie ihr Studiodebüt „Mogwai Young Team“. Mit dem neuen Werk „Every Country’s Sun“ kehren die britischen Post-Rock-Größen zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Und erweitern gleichzeitig ihre Kampfzone.

Mit „Every Country’s Sun“ veröffentlicht die schottische Band Mogwai ihr neuntes Studioalbum, ihre Soundtracks nicht mitgezählt. Nie zuvor hat sie ein derart weites Spektrum abgesteckt, nie war sie so schwer kategorisierbar wie auf diesem Album im zweiundzwanzigsten Jahr ihres Bestehens. Gitarrist Stuart Braithwaite und Schlagzeuger Martin Bulloch stehen eclipsed Rede und Antwort.

eclipsed: Wie findet ihr immer wieder einen neuen Reiseführer für die Trips, auf die ihr eure Hörer mitnehmt?

Stuart Braithwaite: Niemand hat uns je aufgehalten. Wir konnten immer tun, was wir wollten. Jede neue Platte steht für sich. Sie bringt vieles zum Ausdruck, aber es bleibt auch vieles ungesagt. Insofern ist neue Musik jedes Mal auch eine neue Herausforderung. Es geht um neue Spielweisen und Annäherungen an unsere Musik. Ich bin wirklich stolz auf die neue Platte.

eclipsed: Vor zwanzig Jahren war euer Sound ja noch viel brutaler, heute ist er besser produziert und etwas sinfonischer. Trotzdem bleibt ihr euch immer treu. Wie würdet ihr euren Kern beschreiben?

Martin Bulloch: Ich glaube, der Herzschlag unserer Musik ist die Lautstärke. Selbst wenn wir leise sind, sind wir laut.

eclipsed: Eure neue Platte hat ja auch richtige Songs und viele leise Momente.

Braithwaite: Wir verändern uns natürlich mit der Zeit. Wir haben über all die Jahre immer versucht, ein paar ganz normale Songs zu schreiben. Manchmal tendierten wir zu Balladen, dann eher zu schnelleren Songs. Das hängt immer davon ab, wie wir es gerade fühlen. Aber vielleicht werden wir auch in dieser Disziplin mit den Jahren immer besser.

Lest mehr im eclipsed Nr. 194 (10-2017).

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