SIMO überrascht sich und die Außenwelt mit einer radikalen Kehrtwende hin zum Groove

20. September 2017

Simo

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Das hätte JD Simo und seinen Kollegen niemand zugetraut. Die Öffentlichkeit hatte die Band aus Nashville in die Jam-Bluesrock-Schublade gesteckt. Obwohl sie mit ihrem vorletzten Album „Let Love Show The Way“ (2016) alles andere als enttäuscht haben, ist „Rise & Shine“ ein anderes, weitaus stärkeres Kaliber. Es ist funky, groovy, soulig, und dennoch haben sie Hendrix und den Psychedelic Bluesrock nicht komplett vergessen. Das Album ist schon jetzt ein definitives Highlight des Rockjahres 2017.

eclipsed: Wir sind geschockt – im positiven Sinne – vom neuen SIMO-Werk. Welcher Teufel hat euch da geritten?

JD Simo: Mehrere. Okay, ich merke schon, auch ihr hattet uns in die Bluesrock- und Retro-Ecke gesteckt. Da habe ich nichts dagegen, denn mit die beste Rockmusik entstand in den späten Sechziger- und frühen Siebzigerjahren. Und mit unserem Album „Let Love Show The Way“ hatten wir unser Hippie-Bluesrock-Woodstock-Statement abgeliefert. Ich mag es immer noch, aber letztlich war es sehr einfach einzuspielen. Aber das bedeutet nicht, dass wir stets das Gleiche machen müssen. Auf dem neuen Album haben wir es uns deshalb nicht so leicht gemacht, sondern unsere Ansprüche weit nach oben geschraubt.

eclipsed: Also war es von vornherein klar, dass ihr euch dieses Mal stilistisch richtig weit öffnet?

Simo: Ja, wir hatten uns vorgenommen, hart an uns, unserem Sound und unseren Songs zu arbeiten. Wir wollten herausfinden, wohin uns eine musikalische Reise bringen kann. Das war nicht immer easy goin’, es gab auch einige Irrwege. Wir probierten sehr viel für uns Neues aus. Wir haben persönlich keine musikalischen Scheuklappen, und deshalb wollten wir ein Album schaffen. auf dem wir viel von dem, was uns musikalisch neugierig gemacht hat, integrieren konnten.

Lest mehr im eclipsed Nr. 194 (10-2017).

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