15. Februar 2017

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Jaki Liebezeit , Can

Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Als am Montag, dem 23. Januar, die Nachricht vom Tode Jaki Liebezeits am Vortag durch die Medien ging, vernahmen viele Deutsche diesen Namen zum ersten Mal. Immerhin, jetzt haben sie ihn überhaupt gehört. Denn der Schlagzeuger und Trommelphilosoph Jaki Liebezeit war nicht weniger als einer der einflussreichsten deutschen Musiker des 20. Jahrhunderts.

15. Februar 2017

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Wolvespirit

WolveSpirit leben weiter ihren Traum von der Rockkommune. Gitarrist Rio und sein Orgel spielender Bruder Oliver Eberlein wohnen immer noch mit ihrer Sängerin, der US-Amerikanerin Debby Craft, in einer WG in der Nähe von Würzburg – kurze Wege, um Ideen auszuprobieren. Vor acht Jahren gegründet, ließen sie 2013 mit der Platte „Dreamcather“ erstmals richtig aufhorchen. Den Rock der späten Sechziger und frühen Siebziger hatten sie hier originell eingefangen. Mit „Free“ konnten sie zwei Jahre später noch eine Schippe drauflegen und schraubten so die Erwartungen für ihr neues Album „Blue Eyes“ hoch.

13. Februar 2017

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CD-Sampler

THE YARDBIRDS - Most Likely You Go Your Way (And I'll Go Mine) (live) (2:49)
Album: Live At The BBC (2017)
Label/Vertrieb: Repertoire/H'Art
www.theyardbirds.com

Jimmy Page hatte frisch von Jeff Beck übernommen. Sie spielen diese Bob Dylan-Nummer, die im Original ein Jahr zuvor auf seinem „Blonde On Blonde“-Album erschien in einer schmissigeren und poppigeren Fassung bei diesen BBC-Sessions ein. Wenig später übernahm Page komplett: New Yardbirds und Led Zeppelin.

26. Januar 2017

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Rockgitarristinnen , eclipsed Special

Frauen fahren Autorennen, Frauen fliegen ins All, Frauen spielen Fußball. Holzfällen tun sie allerdings bis heute eher seltener. Dabei gibt es etliche gestandene „Weibsbilder“, die die Axt schwingen – gerne vor einer 30.000-Watt-Verstärkerwand. Seit den Sechzigerjahren brachen Frauen in die Phalanx der testosterongeschwängerten E-Gitarristen ein, und zwar auf ganzer Front. Stilistisch wie virtuos. Wir stellen im Folgenden die Entwicklung der Rolle der weiblichen Saitenvirtuosen in der Rockmusik dar und porträtieren zwanzig ihrer schillerndsten Vertreterinnen.

25. Januar 2017

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Soen

Die Supergroup Soen setzt sich aus ehemaligen Mitgliedern verdienter Heavy-Rockbands aus Schweden zusammen, darunter Opeth und Amon Amarth, wo Drummer Martin Lopez spielte, oder Willowtree, einstmals Band von Sänger Joel Ekelöf. Das Quintett, zu dem neben den Genannten noch Bassist Stefan Stenberg, Gitarrist Marcus Jidell und Keyboarder Lars Ahlund gehört, setzt jedoch weniger auf Härte denn auf starke Atmosphären und Melodien. Dazu passen die Themen des dritten Albums „Lykaia“, bei dem sich auf interessante Weise persönliche und politische Themen verknüpfen.

23. Januar 2017

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Ulan Bator

Amaury Cambuzat dürfte hierzulande am ehesten durch seine Zusammenarbeit mit der deutschen Krautrock-Legende Faust (in Gestalt von Zappi Diermaier und Jean-Hervé Péron) bekannt sein. Dass der Franzose bereits seit Anfang der 90er Jahre mit seiner Band Ulan Bator eine ganze Reihe außergewöhnlicher Alben veröffentlicht hat, wird hingegen kaum jemand auf dem Radar haben. Zu Unrecht, wie nun das neueste Werk „Stereolith“ beweist. Abermals ist es mit seinen repetitiven Strukturen zwischen Krautrock, Industrial, Psychedelic, Elektronik, Progressive und der New Yorker No-Wave-Szene angesiedelt, und das alles verpackt in merkwürdigen Sounds.

16. Januar 2017

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David Bowie

Am 8. Januar 2016 erschien „★“. Das gewagte finsterfarbene Jazz/Rock/Elektronik-Konstrukt wurde weltweit gefeiert. Zwei Tage später starb sein Schöpfer, das Feuer des unnachahmlich funkelnden Solitärs war erloschen. Die Musik des David Bowie aber lebt weiter. Jetzt, am 8. Januar, wäre der Mann mit den vielen Gesichtern siebzig geworden. Dieser Jahrestag ist uns ein lichtes, positives Signal. Anhand von fünf seiner Studioalben, die 2017 ebenfalls Jubiläum feiern, erinnern wir an die sagenhafte Wandlungsfähigkeit und kreative Neugier des Engländers.

16. Januar 2017

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Pain Of Salvation

Die Wahrscheinlichkeit, dass er die Erkrankung überleben würde, lag bei weniger als fünfzig Prozent. Doch Daniel Gildenlöw kämpfte sich ins Leben zurück und sicherte damit auch den Fortbestand seiner von ihm 1984 gegründeten Band, die seit 1991 als Pain Of Salvation bekannt ist. Jetzt legt diese ihr zweites Album nach dem gravierenden Einschnitt vor. Während Gildenlöw sich wieder auf die Basics im Leben besinnt, haben Pain Of Salvation ihre fundamentalen Stärken wiederentdeckt.