27. Juni 2014

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Uriah Heep

Das Leben kann so einfach sein. Tu einfach, was dir Spaß macht, und du wirst es mit Freude, Energie und Leidenschaft tun – wenn es sein muss bis ins Rentenalter. „Klar, habe ich immer noch jede Menge Spaß, sonst würde ich nicht tun, was ich tue“, sagt Mick Box, letztes verbliebenes Gründungsmitglied von Uriah Heep. eclipsed erwischt ihn wenige Tage vor seinem siebenundsechzigsten Geburtstag am 9. Juni. Und, wird es eine richtige Rock’n’Roll-Party geben? „Sicher“, lacht er, „ich lass’ es krachen.“ Vorher stehen aber noch ein paar Liveshows in Skandinavien an, unter anderem beim top besetzten „Sweden Rock Festival“.

27. Juni 2014

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CD-Sampler

GENTLE GIANT - Cogs In Cogs (3:06)
Album: The Power And The Glory (Steven Wilson Remix) (2014)
Label/Vertrieb: Alucard/Soulfood
www.blazemonger.com

29. Mai 2014

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Alice Cooper

eclipsed-Autor Michael Lorant interviewte Alice Cooper in den letzten drei Jahrzehnten neunmal. Darunter waren Telefonate, aber auch Gespräche, bei denen man sich gegenübersaß. Dazu noch etliche sogenannte Meet and Greet-Treffen am Rande von Konzerten. Das letzte Mal traf er den altgedienten Schockrocker im April in Essen während der „Rock meets Classic“-Konzertreihe.

eclipsed: Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Gibt es nach dem Auftritt der Original-Alice-Cooper-Group bei ihrer Aufnahme in die „Rock And Roll Hall Of Fame“ vor drei Jahren und den drei Songs auf dem „Welcome 2 My Nightmare“-Album wieder eine Zukunft für die Band?

Alice Cooper: Die Frage stellt sich so nicht. Und zwar nicht, weil ich nie wieder etwas mit den Jungs machen will oder werde. Es steht einfach nicht zur Debatte, wieder mit der Original-Alice-Cooper-Group die Welt zu betouren.

eclipsed: Konkret heißt das?

29. Mai 2014

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IQ

London, Anfang Mai. IQ sind soeben von einigen umjubelten Konzertstippvisiten auf dem europäischen Festland zurückgekehrt (s. Kasten). Kurz vor der Show anlässlich des Release von „The Road Of Bones“ in der Islington Assembly Hall sprach eclipsed mit Gitarrist Mike Holmes über Selbstkritik, Perfektion und Serienmörder.

eclipsed: Für eure letzten Alben habt ihr jeweils zwischen vier und fünf Jahre gebraucht. Sind Geduld und Langsamkeit die wichtigsten Bestandteile der IQ-Formel?

Mike Holmes: Wir gehen die Dinge ganz bestimmt nicht kopflos und überhastet an, das ist sicher. Allerdings waren die fünf Jahre zwischen „Frequency“ und „The Road Of Bones“ auf keinen Fall geplant. Zunächst einmal gab es in dieser Zeit ein paar wichtige Veränderungen im Line-up...

eclipsed: ...über die wir gleich noch genauer sprechen werden...

29. Mai 2014

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Anathema

Der erste Eindruck trügt: Zunächst erscheint einem Anathemas aktuelle Veröffentlichung „Distant Satellites“ wie eine Fortsetzung des gefeierten, kommerziell erfolgreichen Vorgängers „Weather Systems“. Immerhin hat die Band die Platte ebenfalls mit dem norwegischen Produzenten Christer-André Cederberg in dessen Osloer Studio aufgenommen, Steven Wilson hat erneut zwei Songs abgemischt, und Dave Stewart zeichnet wieder für die herrlichen Orchesterarrangements verantwortlich. Alles wie gehabt, so scheint’s. Und doch, je öfter man „Distant Satellites“ hört, desto mehr musikalisches Neuland tut sich auf. Experimentelle synthetische Klänge bilden wie nie zuvor bei Anathema die Basis der Songs, treibende Beats bestimmen die Atmosphäre. Sänger/Gitarrist/Keyboarder Vincent Cavanagh freut sich, dass dies auch die Öffentlichkeit wahrnimmt.

29. Mai 2014

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eclipsed On Tour , Pink Floyd , Tribute

Pink Floyd und Mongolei – diese Wörterkombination hat etwas ähnlich Abenteuerliches wie, sagen wir mal, Prog und Dschingis Khan. Die gleichnamigen Discoschlagertrampel („Hey Leute, ho Leute“) lieferten in den Siebziger- und Achtzigerjahren ja das Gegenteil zu filigraner oder gar psychedelischer Musik. Was insofern passt, als auch die Mongolen selbst ihren legendären Weltherrscher achthundert Jahre nach seinem Wirken als unfiligrane Erscheinung präsentieren. Jedenfalls auf dem zentralen Platz seiner Heimat. Das kolossale Denkmal von Dschingis Khan auf dem Sukhbaatar-Platz in der Hauptstadt Ulan-Bator ist eine Wucht. Freilich kann es uns nicht so in Staunen versetzen wie ein Werbeplakat am Straßenrand um die Ecke. Auf schwarzem Grund erstrahlt weithin sichtbar das berühmteste Prisma der Welt: die Ankündigung einer Pink-Floyd-Tribute-Show.

29. Mai 2014

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Eels

Mark Oliver Everett alias E ist und bleibt ein komischer Kauz. In seinen Songs findet er die poetischsten Bilder für jede Lebenslage, auf der Bühne gibt er die plappernde Rampensau. Sitzt man ihm jedoch Auge in Auge gegenüber, druckst er herum, als würde er sich für alles, was er tut, schämen. Er freut sich über kleine Komplimente, hört sich aufgeregt an, was über seine Musik von anderen gesagt wird, und findet selten die richtigen Worte, um einen Kommentar über seine Songs abzugeben. Vielleicht braucht er das auf der neuen Platte auch gar nicht. Gerade erst haben wir seine letzte CD „Wonderful, Glorious“ verarbeitet, da holt er mit „The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett“ zum nächsten großen Schlag aus.

29. Mai 2014

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Swans , Michael Gira

Swans waren immer düster und schwer, setzten sich über alle Trends von Mainstream oder Alternative hinweg. Ihr letztes Album „The Seer“ mochte in seiner Wucht schwer verdaulich gewesen sein, die neue Einspielung „To Be Kind“ schließt wieder an die etwas transparentere Klangästhetik von Alben der frühen Neunziger wie „Love Of Life“ an. Michael Gira, der die Schwäne von Anbeginn an führt, ist kein Mann der Freundlichkeiten, obwohl privat derzeit alles optimal läuft und der Sechzigjährige in diesem Jahr heiratet. Dafür kann man sich bei ihm stets auf Tiefgründigkeit und Nachhaltigkeit verlassen. Seine Statements sind von zeitübergreifender Brisanz. Deshalb kann man sich auch mit dem Hören Zeit lassen.

eclipsed: „To Be Kind“ hat wie all deine Alben eine beinahe religiöse Qualität.