20. Januar 2015

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Joe Cocker

Kein weißer Sänger hatte eine Stimme, die so in den schwarzen Soul getaucht war wie seine. Kaum einer seiner Kollegen landete so schnell nach dem Durchbruch so hart auf dem Boden der Tatsachen, aber auch nur wenige haben sich nach dem Weg durch die Drogen- und Alkoholhölle wieder so eindrucksvoll an die Spitze zurückgekämpft wie Joe Cocker. Seinen letzten Kampf allerdings konnte er nicht gewinnen: Am 22. Dezember erlag der Engländer 71-jährig auf seiner Ranch in Colorado den Folgen einer Lungenkrebserkrankung.

20. Januar 2015

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Blind Guardian

Vier Jahre nach „At The Edge Of Time“ melden sich Blind Guardian auf eindrucksvolle Weise zurück. Einmal mehr begeistert das Krefelder Quartett mit anspruchsvollen, teils orchestral ausgerichteten Kompositionen, die trotz der Detaildichte wuchtig und glasklar daherkommen. Auch dieses vielschichtige Werk entstand in den bandeigenen Twilight Hall Studios in Grefrath; produziert wurde es von Charlie Bauerfeind. Musikalisch und textlich knüpft die Gruppe an die großen Momente ihrer Karriere an. eclipsed sprach mit Sänger/Texter Hansi Kürsch und Gitarrist André Olbrich in der legendären Studioküche.

eclipsed: Hansi, André, trotz der ungeheuren Detaildichte lasst ihr es auf „Beyond The Red Mirror“ wieder gehörig krachen. Euer Schlagzeuger Frederik Ehmke muss Schwerstarbeit leisten.

20. Januar 2015

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Bryan Ferry , Roxy Music

Der ewige Charmeur leidet unter fortschreitendem Kulturpessimismus: Die Charthits werden immer schlimmer, die Jugend hat keinen Stil mehr, und die Damenwelt ist auch nicht mehr, was sie mal war. Ein Szenario, gegen das der ehemalige Kunstlehrer auf seinem neuesten Werk „Avonmore“ mit rockigem Edelpop alter Schule ankämpft.

eclipsed: Bryan, was stört dich an der Gegenwart?

Bryan Ferry: Eine Menge. Ich hoffe, ich klinge jetzt nicht wie ein alter Sack, aber manchmal wünsche ich mir die Sechziger und Siebziger zurück. Das war eine bessere Zeit. Und noch wichtiger: Ich war jung. (lacht) Außerdem kann man sich die aktuelle Musik kaum noch anhören. Sie ist vulgär, obszön, provokant und schlecht. Also nichts, was einem ein Glücksgefühl vermittelt...

20. Januar 2015

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CD-Sampler

COLOUR HAZE - Überall (alternative mix) (8:38)
Album: To The Highest Gods We Know (2015)
Label/Vertrieb: Elektrohasch/Sonic Rendezvous
www.colourhaze.de

Auch auf dem neuen COLOUR HAZE-Album sind alle liebgewonnenen Trademarks der Münchener Stonerrocker vertreten. Spannende Licks, die zu griffigen Riffs werden. Langsame Rhythmen, die zu vorwärtspreschenden Grooves heranwachsen. Und wie im hier präsentierten „Überall“ eine bemerkenswerte Gitarrelinie.

27. November 2014

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Supertramp

Eigentlich waren sie schon tot. Sogar mausetot. Nach zwei Alben, die sich so gut verkauften wie Schokolade mit Seifengeschmack und laut Gitarrist/Sänger Roger Hodgson auch nicht viel besser klangen, schien das Kapitel Supertramp bereits 1971 beendet – weil wirklich alles schieflief. Die Band, die damals noch aus Kevin Currie, Frank Farrell, Dave Winthrop, Rick Davies und eben Hodgson bestand, fiel nach einer desaströsen Skandinavientour auseinander. Ihr Finanzier, ein holländischer Multimillionär namens Stanley August Miesegaes, zog sich aus dem Musikgeschäft zurück, und das jüngste Album „Indelibly Stamped“ lag wie Blei in den Regalen. Nicht zuletzt wegen eines gruseligen Artworks, das eine tätowierte weibliche Brust zeigte und Hodgson bis heute peinlich ist. „Ich weiß nicht, was wir uns dabei gedacht haben“, so der Mann, der heute in der Nähe von Sacramento, im Norden Kaliforniens, lebt und inzwischen als Einziger noch die Supertramp-Fahne hochhält.

27. November 2014

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AC/DC

AC/DC gehen die Mitglieder aus: Der Rhythmusgitarrist leidet unter Demenz, der Schlagzeuger ist von der neuseeländischen Polizei verhaftet worden – ihr vierzigstes Dienstjubiläum haben sich die australischen Megastars sicherlich anders vorgestellt. Doch trotz der widrigen Umstände: Mastermind Angus Young denkt nicht an ein Ende der Hardrockinstitution. Mit dem jetzt erscheinenden Album „Rock Or Bust“ werden AC/DC 2015 auf Welttournee gehen.

Tatort Düsseldorf: Angus Young residiert in einer Suite des luxuriösen Breidenbacher Hofs, die für seine körperlichen Abmessungen geradezu überdimensioniert wirkt. Denn bei dem 59-jährigen Australier mit schottischen Wurzeln, einem Zweitwohnsitz im niederländischen Aalten und einem fürchterlichen Down-under-Akzent handelt es sich bekanntermaßen um einen kleinen, schmächtigen Mann, der inzwischen fast kahl ist und heute zudem einen extrem ungesunden grau-bleichen Teint hat.

27. November 2014

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Neil Young

Wo die Geschichte Neil Young mit seinem neuen Album „Storytone“ einordnen wird, können wir jetzt noch nicht sagen. Fest steht fürs erste, dass die Reaktionen auf die Platte einmal mehr zwischen Verwunderung, Kopfschütteln, Staunen und Respekt changieren. Mit großorchestralen Arrangements könnte diese Arbeit eine der schönsten Platten seiner langen und an Veröffentlichungen nicht eben armen Laufbahn sein, doch mit seiner brüchigen und mittlerweile erstaunlich limitierten Stimme sorgt der alte Barde dafür, dass ein Gefühl von entspannter Anmut niemals aufkommen kann.

27. November 2014

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Univers Zero

Bei Prog-Fans, die Musik mit ungewöhnlicher Instrumentierung schätzen, stehen Univers Zéro hoch im Kurs. 2014 feiert die häufig umbesetzte Band, die von moderner Klassik und mittelalterlicher Musik beeinflusst wurde, ihr vierzigjähriges Bestehen – eine bewundernswerte Leistung, da vor allem ihre frühen Alben eine echte Herausforderung ans ungeübte Ohr darstellen. Zeit für einen Rückblick auf eine Gruppe, die dem Kammerprog bzw. dem Prog-Subgenre Rock In Opposition (RIO) zugerechnet wird, in späteren Jahren aber auch minimalistischere Töne anschlug.