24. April 2014

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Ian Anderson , Jethro Tull

Zum dritten und definitiv letzten Mal nach den beiden „Thick As A Brick“-Alben lässt Ian Anderson mit „Homo Erraticus“ (Review in eclipsed 4/2014) sein Alter Ego Gerald Bostock zu Wort kommen. Dieser bezieht dabei wieder Stellung zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Warum ihn derzeit besonders das Thema Migration bzw. Immigration umtreibt, erzählt der Jethro-Tull-Chef im eclipsed-Interview.

eclipsed: Ist „Homo Erraticus“ dein bislang politischstes Album?

24. April 2014

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Jack Bruce

Jack Bruce hat ein Spätwerk vorgelegt, das unterstreicht, warum der Schotte zu den größten Bassisten und Sängern der Musikgeschichte zählt. „Silver Rails“ pendelt locker zwischen Hardrock, Blues und Jazz und strotzt vor Energie. eclipsed hat den 70-Jährigen auf seinem Landsitz im südenglischen Devon besucht.

eclipsed: „Silver Rails“ hat eine imposante Gästeliste, die auch Phil Manzanera und Robin Trower umfasst.

Jack Bruce: Stimmt. Mit Robin habe ich drei oder vier Alben in den Achtzigern gemacht. Das letzte war „Seven Moons“, ein wirklich gutes Bluesrockalbum. Mit Phil war ich vor ein paar Jahren auf Kuba, was wahnsinnig interessant war. Phil verbrachte ja seine Kindheit auf Kuba. Er war während der Revolution dort und musste mit seinen Eltern fliehen. Von daher war es sehr spannend, mit ihm an diesen Ort zurückzukehren und in Erinnerungen zu schwelgen.

eclipsed: Warum Uli Jon Roth und nicht Eric Clapton?

24. April 2014

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Gazpacho

Die Geschichte, die Thomas Anderson zum neuen Album erzählt, klingt aufregend und gruselig. Der Musiker erinnert an einen Märchenonkel, wenn er ansetzt, um uns in die Welt eines Dämons zu geleiten: „Mein Vater hat früher in Prag bei einer internationalen Firma gearbeitet. Dort hat man ihm die Geschichte eines Manuskripts erzählt, das in einer verlassenen Wohnung gefunden worden war: In diesem behauptet ein Mann, viele hundert Jahre alt zu sein und einen Dämon zu jagen, der auf der ganzen Welt sein Unwesen treibt. Es sei aber nicht irgendein Dämon, sondern die Verkörperung des Bösen schlechthin, das überall lauert. Und der Mann hat diesen Dämon gefunden. Kurz darauf ist er jedoch spurlos verschwunden und hinterließ nur dieses Manuskript.“

24. April 2014

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Messenger

Der Albumtitel „Illusory Blues“ ist vielsagend. Immerhin haben die sieben luftig arrangierten Songs mit Blues herzlich wenig zu tun. Vielmehr will das Kerntrio Khaled Lowe, Barnaby Maddick und Jaime Gomez Arellano mit seiner Musik zeigen, wie man die eigenen Sorgen – den „Blues“ – produktiv nutzen und dadurch neue Kraft schöpfen kann. Ihnen selbst ist das auf eindrucksvolle Weise gelungen. Im Interview sprachen die Briten, die im Studio und auf der Bühne von Dan Knight (g, keys) und James Leach (b) unterstützt werden, über ihre musikalischen Wurzeln, die Botschaft ihrer Texte sowie über den Spirit der Siebzigerjahre, den sie mit ihren Songs einfangen wollen.

24. April 2014

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Mother´s Cake , Newcomer

2008 hat sich das Innsbrucker Trio gegründet, um miteinander funkige, von Hard- und Progressive-Rock geprägte Musik zu schaffen. Yves Krismer (Gesang, Gitarre) und Benedikt Trenkwalder (Bass) haben nach Auskunft von Schlagzeuger Jan Haußels schon von Kindesbeinen an zusammen Musik gemacht, während er erst einen „normaleren“ Weg einschlug. „Meine Wenigkeit kam erst spät und dank der beiden anderen zur Musik. Davor lief alles nach Plan: Schulabschluss, Studium, Bürojob. Jetzt scheint die Marschrichtung eine andere zu sein“, kommentiert er die Entwicklung der Band. Die gewann 2010 dann bereits die österreichische Variante des „Local Heroes“-Bandcontests und schaffte beim europäischen Finale in Ungarn Platz 2. Im vergangenen Jahr wurden sie im eigenen Land zur Newcomer-Band des Jahres gewählt, und im August machten sie als Support von Iggy and the Stooges auf sich aufmerksam.

24. April 2014

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Gotthard , neues Album

Als Gotthard-Frontmann Steve Lee 2010 bei einem Verkehrsunfall in den USA ums Leben kam, mussten die Schweizer Hardrockheroen erst einmal in sich gehen und die eigene Zukunft überdenken. Knapp zwei Jahre später wagten sie mit Sänger Nic Maeder auf „Firebirth“ einen behutsamen Neuanfang, wobei Maeders Gesangstalent bereits zum Vorschein kam. Noch einen Schritt weiter gehen die Eidgenossen jetzt auf dem bärenstarken Nachfolgealbum „Bang!“, bei dem sie sich von ihrer rockigsten Seite zeigen und nur noch vereinzelt Balladen einstreuen.

24. April 2014

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Chris Thompson , Manfred Mann’s Earth Band , neues Album

Christopher Hamlet Thompson ist ein grandioser Rocksänger. Er wurde von Größen wie Jeff Wayne, Mike Oldfield oder Alan Parsons heftig nachgefragt. Dennoch hob seine Solokarriere nach mehreren Aus- und Wiedereinstiegen bei Manfred Mann’s Earth Band aber nie so richtig ab. Zu unstet war die Qualität des eigenen Œuvres. Nun will der 67-jährige Familienvater mit der Einspielung „Toys & Dishes“ wieder in die Charts.

eclipsed: Erzähl bitte ein wenig über den Entstehungsprozess deines neuen Albums. Da gibt es mit dem jungen Gitarristen Arno Krabmann ja auch einen neuen Namen.

24. April 2014

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Kari Rueslatten , The 3rd And The Mortal , neues Album

In ihrer Heimat Norwegen ist Kari Rueslåtten bereits ein Star. Ihr wird gar nachgesagt, mit der Band The 3rd And The Mortal 1992 noch vor später erfolgreicheren, aber auch kommerzielleren Acts wie Nightwish den Gothic Metal mit Frauengesang begründet zu haben. Seit 2005 gab es von dieser Band dann allerdings keinerlei Lebenszeichen mehr, doch die Frau mit der einprägsamen Stimme, die ganz verblüffend wie eine wundersame Mixtur aus den Stimmbändern von Tori Amos und Kate Bush klingt, ließ immer schon nebenher eine Solokarriere laufen, bei der sie an kunstvollem ätherischen Keyboard- und Ambient-Folk webte. Aber auch hier war 2005 mit „Other People’s Stories“ erst mal Schluss.