SYD BARRETT - If you go, don’t be slow

20. Januar 2016

Syd Barrett Pink Floyd

Die Geschichte des Syd Barrett und sein Schicksal sind hinlänglich bekannt. All die Verrücktheiten und Anekdoten werden immer wieder gerne hervorgezerrt. Sie wurden mythologisiert, teilweise romantisiert, als charmante Spleens gehegt – und dienen doch allesamt der Legendenbildung. Natürlich gehört sein Besuch in den Abbey Road Studios am 5. Juni 1975 just in dem Moment, da Pink Floyd an „Shine On You Crazy Diamond“ arbeiten, zu den großen Mythen der Rockmusik.

In all den Jahren gehörte es zum guten Ton, Barrett als everybody’s darling darzustellen, ihm die Opferrolle zuzuweisen. Aber für alle Beteiligten waren die Vorfälle damals nervenaufreibend, frustrierend, von Wut geprägt, verzweifelt, unlösbar. Nick Mason drückte es 30 Jahre später so aus: „Es war eine Erleichterung, als Syd ging. Uns war klar, die Leute würden fragen: Wo ist Syd? Und das taten sie dreißig Jahre lang.“ David Gilmour: „Er war der Katalysator. Ohne Syd wären Pink Floyd eine kleine Bluesband geblieben. Mit Syd wären Pink Floyd aber eine kleine psychedelische Bluesband geworden.“

Roger Keith „Syd“ Barrett wurde am 6. Januar 1946 in Cambridge geboren. Schon als Jugendlicher malte er, besuchte später Kunsthochschulen, experimentierte früh mit Drogen. 1965 gründete er mit Mason, Rick Wright und seinem Schulfreund Roger Waters in London Pink Floyd. Er gab der Band die psychedelische, avantgardistische Richtung vor. Barretts musikalische Leistung ist immens. Es gibt kaum jemanden in der Rockgeschichte, der wie er in so kurzer Zeit – mit nur einem Album und wenigen Singles – einen so entscheidenden Einfluss ausgeübt, ein Musikgenre definiert und jahrelange Bewunderung genossen hat. Jeff Buckley gehörte zu seinen Verehrern. Genauso wie die Sex Pistols...

Lesen Sie mehr im eclipsed Nr. 177 (Feb. 2016).