TEN YEARS AFTER - A Space In Time

28. April 2017

Ten Years After

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Im Grunde genommen gibt es Ten Years After (TYA) 2017 doppelt. Auf der einen Spur fahren Schlagzeuger Ric Lee und Organist Chick Churchill mit Gitarrist/Sänger Marcus Bonfanti und Bassist Colin Hodgkinson unter dem Namen Ten Years After. Ihre Konzerte haben durch die beiden eher unauffälligen Originalmitglieder zwar etwas von einer Tributeband, aber die Performance Bonfantis ist Leidenschaft pur, und der Ex-Alexis-Korner-/Whitesnake-Bassist Hodgkinson gehört immer noch zu den herausragenden Instrumentalisten im Spannungsfeld von Blues, Jazz und Rock. Und auch ein Leo Lyons kann über solche Kollegen nicht meckern und tut es auch nicht. „Die machen ihre Sache schon gut und haben mit Colin und Marcus Topleute in ihren Reihen.“

Lyons, der die Gruppe mit Alvin Lee gegründet hatte, verließ zusammen mit Gitarrist/Sänger Joe Gooch im Januar 2014 TYA, um sich komplett den zuvor als Nebenprojekt betriebenen Hundred Seventy Split zu widmen. „Wären TYA etwas kürzer getreten, hätten Joe und ich nicht aussteigen müssen, aber die Entscheidung fiel, weil TYA weiterhin kräftig touren wollten. Und da entschieden wir uns, zwar einen Großteil der TYA-Klassiker als Teil unserer Geschichte live zu spielen, aber auf der anderen Seite auch eine aktive Recording Band zu sein.“

Der frühe Vogel

„Alvin und ich starteten Ende 1959 mit einem Quintett das sich The Atomites nannte“, erinnert sich Lyons. „Der Sound, den wir später mit Ten Years After spielen sollten, entwickelte sich aber erst 1962 im Hamburger Star-Club. Zu der Zeit waren wir ein Trio. Neben uns spielte noch Pete Evans, der Schlagzeuger der aufgelösten Atomites. Wir nannten uns The Jaybirds, und Alvin übernahm auch da den Leadgesang. 1966, drei Drummer später, saß dann Ric Lee auf dem Schlagzeugschemel. Und wenig später stieß Chick Churchill zu den Jaybirds. 1967 las ich in einem Magazin eine Anzeige für ein Buch mit dem Titel ‚Suez ten years after‘. Da ging es um die Invasion am Suezkanal im Jahr 1957. Ich dachte mir, das wäre ein cooler Name für unsere Band, die nun ein Quartett war. Zu dem Zeitpunkt war ich auch der Manager der Band, weil kein anderer das machen wollte. Als wir einen Plattenvertrag bekamen, übernahm Chris Wright, der später mit Chrysalis Records berühmt wurde, den Job.“

Lest mehr im eclipsed Nr. 190 (05-2017).

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