Das aktuelle Heft / eclipsed Nr. 203 / 09-2018

JETHRO TULL - Knien vor Ian: Fünfzig Jahre Eigensinn

Die großen Jubiläen altgedienter Rockbands häufen sich. Auch Jethro Tull feiern in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Und was wäre die Rockwelt ohne die Band mit dem flinken Flötenflamingo?! Musik, die aus dem Mittelalter zu kommen schien und dennoch fest im klassischen Rock des Hier und Jetzt verwurzelt war. Ian Anderson hat über all die Jahre die Geschicke dieser eigenwilligen Formationen geleitet. Und er gedenkt, dies noch eine Weile zu tun.

NICK MASON - Späte Genugtuung

Seit Jahren ärgert sich Nick Mason über die Soloaktivitäten seiner ehemaligen Bandmitstreiter Roger Waters und David Gilmour, wenn sie dabei das Floyd-Erbe vereinnahmen. Jetzt steigt der Schlagzeuger selbst in den Ring, um den gemeinsamen musikalischen Nachlass auf der Bühne ins rechte Licht zu rücken. Seine Band Saucerful Of Secrets ist ein Mittel zur Frustbewältigung und zur Pflege des psychedelischen Frühwerks, das Waters und Gilmour meiden.

ROBERT PLANT - Tragischer Held

Eigentlich sollte der siebzigste Geburtstag ein Grund zum Feiern sein, nach dem Motto: „Wie haben wir es nur so weit geschafft?“. Gerade im Falle des ehemaligen Led-Zeppelin-Sängers, der am 20. August „genullt“ hat, da er doch viele Freunde, Weggefährten und sogar einen Sohn hat zu Grabe tragen müssen. Doch so richtige Freude will bei der Löwenmähne aus den britischen Midlands nicht aufkommen.

THE PRETTY THINGS - „Wir sind nicht Verdi“

Im Dezember 1968 veröffentlichten die Pretty Things mit der Geschichte über „S.F. Sorrow“ einen Psychedelic-Klassiker, der oft als erste Rockoper der Musikgeschichte bezeichnet wird. Fünfzig Jahre später, am 13. Dezember 2018, schließt sich der Kreis: Die Gruppe bittet nach einer ausgiebigen Herbsttournee zum „Final Bow“ ins Indigo at The O2 nach London – zur „Last Ever Show“ der Pretty Things.

THE PINEAPPLE THIEF - Gruppenarbeit mit Geistern

„Dissolution“, die zwölfte Studioveröffentlichung der englischen Formation The Pineapple Thief, ist laut ihrem Chefstrategen Bruce Soord „eher ein Bandalbum“ geworden. Das ist umso erstaunlicher, als sich er und seine drei Kollegen während des gesamten Entstehungsprozesses nicht ein einziges Mal im Studio über den Weg gelaufen sind.

MARILLION - Am Ziel

Sie haben es geschafft – Marillion sind mit einem einzigen Auftritt im Musikerolymp angekommen. Am 13. Oktober 2017 spielte die britische Neoprogformation in Londons altehrwürdiger Royal Albert Hall ein vielumjubeltes Konzert. Für Steve Hogarth, Steve Rothery und Co. kam die Möglichkeit, dort aufzutreten, wo Größen wie Jimi Hendrix, Led Zeppelin oder Lou Reed den Raum bereits mit ihrer Energie befüllt haben, einem Ritterschlag gleich. Nachzuerleben ist dieses „Live-Feuerwerk in der Royal Albert Hall“ („Stern“) auf dem jetzt veröffentlichten Mitschnitt „All One Tonight“.

URIAH HEEP - Forever 49

Der Traum dauert nun schon fast fünfzig Jahre. 1969 begann das Rockabenteuer Uriah Heep. Jetzt fügen die Briten mit „Living The Dream“ ein neues Kapitel hinzu. Beim Interview mit eclipsed waren Phil Lanzon und Mick Box bemüht, die volle Aufmerksamkeit auf eben dieses neue Album zu lenken. Die Band lebt ihren Traum immer noch im Hier und Jetzt, auch wenn sie tief in den Soundbaukasten der letzten neunundvierzig Jahre greift. Das Jubiläum will sie denn auch erst 2020 begehen.

BARCLAY JAMES HARVEST - Jubiläum für zwei

Ihre Berlinauftritte vor dem Reichstag und im Treptower Park zählen bis heute zu den größten Einzelkonzerten, die dieses Land gesehen hat. Jeweils rund 200.000 Menschen bescherten Barclay James Harvest 1980 beziehungsweise 1987 die triumphalsten Momente ihrer Karriere. Einer Karriere, die vor fünfzig Jahren begonnen und grundlegende stilistische Wandlungen mit sich gebracht hat: Von melodieseligem Symphonic Rock über hymnischen Prog bis zu elegantem Poprock reichen die Fertigkeiten der englischen Gruppe, die noch heute besteht. In doppelter Ausführung.

DEEP PURPLE 50 - Teil 5: Livealben, Tributes und Epigonen

Was wird von Deep Purple bleiben, wenn die „The Long Goodbye Tour“ einmal vorbei ist? Werden die Tributebands und Epigonen die Geschäfte übernehmen und der Hardrocklegende gerecht werden? Können sie in ihren Songs oder bei ihren Konzerten den Mythos Deep Purple neu heraufbeschwören? Oder bleibt die Gruppe, die als die Liverockband gefeiert wird, wegen all ihrer Facetten einzigartig? Diesen und weiteren Fragen gehen wir im fünften Teil unserer Artikelserie zu einem halben Jahrhundert Deep Purple nach.

Das New Yorker Trio INTERPOL präsentiert sich lockerer, redseliger und geräuschvoller denn je

Von wegen Düstermänner vom Dienst: Ihr sechstes Album „Marauder“ haben Paul Banks & Co. beim Chillen an tropischen Stränden komponiert. Dass es trotzdem nicht richtig fröhlich klingt, versteht sich von selbst.

Auch zweieinhalb Jahre nach dem Tod ihres Gitarristen gibt es für RIVERSIDE kein Zurück in die Normalität

Das Ende der Welt. Nur ein paar Menschen haben überlebt und versuchen, in der Ödnis, die früher die Erde war, weiterzuleben. „Wasteland“, das neue Riverside-Album, beschreibt ein düsteres Szenario. Nach dem Tod ihres Gitarristen Piotr Grudziński im Februar 2016 hatten ihm die Polen ihr etwas anderes Album „Eye Of The Soundscape“ gewidmet und versucht, den Verlust zu verarbeiten. Mastermind Mariusz Duda selbst legte zwei Alben mit Lunatic Soul nach – ebenfalls der Versuch, mit den letzten zwei Jahren, in denen auch sein Vater starb, klarzukommen. Nun also, nach all der Trauerarbeit, zurück zur Normalität?

Bei PHILLIP BOA AND THE VOODOOCLUB läuft’s derzeit mal wieder richtig rund – und regelmäßig

Auf „Earthly Powers“ beweisen Phillip Boa And The Voodooclub einmal mehr ihr Händchen für innovative Sounds und wunderbar eingängige Melodien. Auch reitet die Indie-Ikone trotz des Abschieds von Co-Sängerin Pia Lund im Jahr 2014 seit einigen Jahren wieder auf einer Welle der Anerkennung: Die Konzerte sind gut besucht, die Alben können sich mit Boas Klassikern aus den frühen Neunzigern messen. Wir trafen den deutschen Kosmopoliten zu einem Gespräch über Gegenwart und Vergangenheit.

Auf seinem zweiten Soloalbum bringt Symphony-X-Gitarrist MICHAEL ROMEO Filmmusik und Progmetal zusammen

Eigentlich wäre die Zeit reif für ein neues Symphony-X-Album gewesen. Doch die Progmetaller aus New Jersey hatten sich im letzten Jahr eine Auszeit verordnet. Fast alle Bandmitglieder stürzten sich daraufhin in andere Projekte. Im Sommer ereignete sich dann noch der schreckliche Tourbusunfall von Russell Allens Band Adrenaline Mob, bei dem zwei Menschen starben und von dessen Folgen Allen sich noch nicht vollständig erholt hat. Für Gitarrist Michael Romeo ergab sich daher zwangsläufig ein Zeitfenster, um mit „War Of The Worlds“ etwas Neues auszuprobieren.

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