RONIN - Fenice

Kategorie: CD-Reviews | Genre: Other | Heft: Jahrgang 2012, eclipsed Nr. 139 / 4-2012 | VÖ-Jahr: 2012 | Wertung: 8/10 | Label: Audioglobe | Autor: AS


Ronin ist das Quartett von Gitarrist/Komponist Bruno Dorella. Mit ein paar Gästen hat der Italiener ein Album eingespielt, dessen Musik man sich gut zu einem surrealistischen Western oder David-Lynch-Streifen vorstellen, aber auch einfach nur zu einem Glas Wein genießen kann. Der Opener „Spade“, herrlich zurückgenommene Country-Psychedelic, lässt Staubteufel im Walzertakt zu einem Gitarrenduett tanzen. Es bleibt zunächst countryesk, wird aber mit „Benevento“ wesentlich schwungvoller und mit „Selce“ meditativ. Nächster Höhepunkt ist das nachdenkliche „Fenice“, das gegen Ende mit Nicola Manzas Geige aufwartet. Das einzige Stück mit Gesang ist die Coverversion von Ervin Drakes „It Was A Very Good Year, meisterlich interpretiert von Emma Tricca und vorangetrieben von einer mystisch klingenden elektrischen Orgel, gespielt von Dorellas Vater Umberto. „Gentlemen Only“ erinnert an „Bourée“. Am eindringlichsten ist „Nord“ gelungen mit seinen düsteren Gitarrenarpeggios und windartigen Sounds. „Fenice“ bietet grau schimmerndes Kopfkino, das mit jedem Hördurchgang mehr an Schärfe gewinnt.

Top-Track: Nord

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