Bluesrock – mal ruhig und nachdenklich, dann wieder herrlich krachend – ist das Ding des konstant die Republik bespielenden Andreas Diehlmann und seiner Begleiter. Wir sprachen mit dem Sänger und Gitarristen über ihr neues Studio-Werk.
eclipsed: Was erwartet eure Fans und die, die es werden sollen, auf dem neuen Album? Gibt es signifikante Unterschiede zum Vorgänger „That Old Blues Again“ von 2024?
Andreas Diehlmann: Stilistisch, würde ich sagen, ist das einfach Bluesrock – geradeaus und sehr rockig. Was natürlich nicht fehlen darf, sind traurig-schöne Balladen. Ich bin Balladen-Freak aus Leidenschaft. Der Hauptunterschied zum letzten Album ist unser neuer Drummer Martin Gunkel. Er hat den Band-Sound ganz schön verändert – alles hat mehr Punch und klingt einfach fetter.
eclipsed: Schildere doch bitte zu ein paar der Songs kurz, worum es textlich geht.
Diehlmann: „Hey Man“ und der Boogie danach, „On The Road Again“, sind entstanden, weil ich von den relativ bombastischen Intros der letzten Platten wegwollte. Gleichzeitig nahm ich mir vor, neue Songs zur Eröffnung unseres Live-Programms zu schreiben. Bei Ersterem geht es um die positive Wirkung, die Musik auf jeden von uns haben kann, wenn wir es zulassen. Er ist quasi eine Aufforderung, ihre positive Energie mitzunehmen. „On The Road Again“ hingegen beschreibt einen Neustart – einfach alles hinter sich zu lassen und mit frischem Elan neu zu beginnen. Das wünscht sich doch manchmal jeder, oder? Der Titeltrack ist vordergründig ein Song über eine verflossene Liebe. In Wirklichkeit geht es aber darum, was passiert, wenn man nicht loslassen kann und quasi in seiner eigenen Vergangenheit gefangen ist.
eclipsed: Das Albumcover ist cool. Wo ist das Foto aufgenommen worden? Und hast du deine wertvolle Gitarre tatsächlich dafür im strömenden Regen herumgeschleppt?
Diehlmann: Das Foto ist hier in Kassel in einer ganz kleinen Straße hinter einer Skatehalle entstanden. Die Location haben wir mal durch Zufall entdeckt, als wir uns verfahren hatten. Der Koffer war leer. Und das Wetter war natürlich top – keine Spur von Regen und ungewöhnlich warm für Anfang März. Da haben wir die digitale Regenmaschine angeworfen. Die Gitarre war also doppelt sicher. (lacht)