Das Debüt von SOLSTICE liegt in neuem Glanz vor

29. Januar 2026

Solstice Neoprog

Das Debüt von SOLSTICE liegt in neuem Glanz vor

„Eigentlich wollte ich das Album gar nicht noch mal veröffentlichen“, erzählt ein gut gelaunter und erstaunlich jugendlich wirkender Andy Glass aus Anlass der Wiederveröffentlichung des Debüts „Silent Dance“ seiner Band Solstice. „Aber nachdem ich mich intensiv damit beschäftigt habe, vor allem beim Wiederhören von Steven Wilsons Neuabmischungen dreier Songs, wurde ich von der Musik eines Besseren belehrt.“ Gegründet hatten sich Solstice bereits 1980, sie entsprangen einer früheren Band namens Electric Gypsy, in der Andy Glass und der mit ihm befreundete Sänger Alan King mit niemand Geringerem als Mick Pointer und Doug Irvine zusammengespielten, die kurz darauf bekanntermaßen Silmarillion aus der Taufe hoben.

„Mick und Doug waren schon immer ambitionierter als ich, das muss man ihnen lassen. Alan und ich haben lieber gekifft“, lacht Glass, „und Silmarillion, später Marillion, hoben dann auch schnell ziemlich ab. Aber wir blieben Freunde, und sie unterstützten uns, sodass wir beispielsweise mit ihnen auftreten konnten.“ Glass und seine damals schon wechselnden Mitstreiter wollten live spielen, Musik machen, ein Album war sicher eine Option, aber kein Muss. „Wir waren Hippies, immer etwas unorganisiert“, so Glass. Als dann Neoprog anfing, immer erfolgreicher zu werden, bekamen auch Solstice die Chance, eine Platte aufzunehmen. „Die Labels und auch die Musikpresse waren anfangs wenig überzeugt von Neoprog, aber irgendwann konnte er nicht mehr ignoriert werden, und so hatten immer mehr Bands die Möglichkeit, Alben zu veröffentlichen.“ 

Silent Dance Remaster

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