Die anonymen Dauer-Avantgardisten THE RESIDENTS kommen auf der Suche nach sich selbst im Blues an

27. Juli 2020

The Residents

Die anonymen Dauer-Avantgardisten THE RESIDENTS kommen auf der Suche nach sich selbst im Blues an

Wer sind die Residents? Mit absoluter Sicherheit wird man diese Frage wohl niemals klären können, da sie ihr Geheimnis wahrscheinlich mit ins Grab nehmen werden bzw. schon genommen haben. Die Beatles wurden in die Gruppe ebenso hineinmythisiert wie Captain Beefheart. Homer Flynn bezeichnet sich selbst als Sprecher der Augapfel-Band, die seit den frühen 1970er Jahren mit einem neuen Konzept nach dem anderen überrascht, und es ist davon auszugehen, dass er nach dem Tod von Hardy Fox alias Charles Bobuck das einzige verbliebene Oberhaupt der Gruppe ist. Nach den Residents befragt, lehnt er sich jedenfalls genüsslich in seinem Sessel zurück und spricht von der Band in der dritten Person.

Mit dem Doppelalbum „Metal, Meat & Bone“ setzt die Formation ihre Tradition von Tributalben an große amerikanische Songwriter fort, nur dass es sich diesmal um eine Figur handelt, deren Existenz ebenso nebulös ist wie die der Band selbst. „Am Anfang des Residents-Dokumentarfilms ‚Theory Of Obscurity’ gibt es ein Interview mit einem älteren Organisten namens Roland Sheehan, der mit den Residents das College besucht hat. Er hatte wiederum eine Band mit einem Albino-Bluessänger namens Alvin Snow. Die Residents wollten schon immer ein Album um die Idee des Blues herum machen, denn sie waren mit der Musik von Howlin’ Wolf und Bobby „Blue“ Bland aufgewachsen. 

Metal, Meat & Bone: The Songs of Dyin' Dog The Residents

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