JOE JACKSON - Mr. Schwierig

14. April 2026

Joe Jackson

JOE JACKSON - Mr. Schwierig

Interviews hasst er wie Schmierseife – Journalisten sowieso. Ginge es nach Joe Jackson, würde er am liebsten nur seine Musik sprechen lassen. Doch anlässlich seines neuen Albums „Hope And Fury“, das an die Pop-Klassiker der 70er und 80er anknüpft, macht der 71-jährige Brite eine Ausnahme: Er bittet zum kurzen Talk in seine zweite Wahlheimat Berlin – und kann bisweilen richtig humorvoll sein; wenn er denn will…

eclipsed: Joe, warum gibst du kaum Interviews? Was ist so schlimm daran?

Joe Jackson: Weil ich das schon so lange mache – und einige Sachen irgendwann nerven. Zum Beispiel, wenn ich nach fünf Minuten mit jemandem merke, dass er oder sie keine Ahnung hat, wer ich bin und was für Musik ich mache. Da denke ich: Lohnt es sich überhaupt, hier Zeit zu investieren? Das passiert leider oft.

eclipsed: Dann ist der Ruf der männlichen Diva ein reines Missverständnis? 

Jackson: Wenn hier jemand eine Diva ist, dann die Journalisten. Wie dieser Typ aus Frankeich, der ausgerastet ist, weil ich auf eine Frage mit einer Gegenfrage reagiert habe und das scheinbar nicht erlaubt ist. Er war so sauer, dass er seine Sachen packte und aus dem Raum stürzte – um sich dann zu beschweren, ich hätte keinen Respekt. Insofern: Wer ist hier was?

eclipsed: Eine ähnliche Aversion hegst du angeblich gegen Studio-Aufenthalte, die dir nicht schnell genug gehen können. Stimmt das? 

Jackson: Ganz so schlimm ist es nicht (lacht). Aber ich versuche schon, da so wenig Zeit wie möglich zu verbringen. Einfach, weil es ermüdend ist und mich regelrecht krank macht.

JOE JACKSON - HOPE AND FURY

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