LA PRIEST folgt dem Ruf seiner Instrumente

25. August 2026

LA Priest

LA PRIEST folgt dem Ruf seiner Instrumente

Der Himmel kennt keine Topografie. Das Album „Into The Sky“ des britischen Songwriters, Instrumentenbauers und Produzenten Sam Eastgate, besser bekannt als LA Priest, kennt keine Verortung in bekannten Gefilden. Es ist nicht leicht, sich ohne musikhistorischen Navigator auf Anhieb in den psychoätherischen Songs zurechtzufinden, so fremd muten sie zunächst an. Erst nach und nach ordnen sich die Elemente, und man kann im freien Flug eine Richtung ausmachen. „Genau dieser Effekt ist beabsichtigt“, platzt es aus Eastgate heraus.

„So geht es mir mit all meinen Lieblingsplatten. Als ich erstmals das Debütalbum der Pixies hörte, war das für mich purer Noise. Ich konnte da überhaupt keine Musik erkennen. Aber ich bin am Ball geblieben, um dieser Platte ihr Geheimnis zu entlocken. Es ist ein spezielles Gefühl, erst diese Alien-Erfahrung durchzumachen und dann trotzdem ein Zuhause zu finden.“ Nun macht es natürlich einen Unterschied, ob man diesen Prozess als Hörer oder als Künstler durchlebt. Im besten Fall sind die Künstler auch ihre eigenen Hörer, die aus sich selbst heraustreten und ihre Schöpfungen von außen betrachten können. Insofern stellt sich bei LA Priest die Frage, ob er den speziellen Raum für sein Album gefunden oder geschaffen hat. 

Lest mehr im aktuellen Heft ...