Robben Ford spielte als Live- und Sessionmusiker mit u.a. Miles Davis, Bonnie Raitt, Ute Lemper, Bruce Willis und Kiss. Als Solo-Künstler lässt der Gitarrist und gelegentliche Sänger die Grenzen zwischen Blues, Rock und Jazz virtuos verschwimmen. Diese Melange macht auch sein neues Werk wieder zu etwas Besonderem. Im Zoom-Interview erfahren wir mehr über die Entstehung von „Two Shades Of Blue“ – und noch so einiges andere…
eclipsed: Hi Robben, von wo aus sprichst du mit uns? Es ist, ehrlich gesagt, nicht einfach, auf dem Laufenden zu bleiben, was deinen aktuellen Wohnort angeht.
Robben Ford: (lacht) Solange ich selbst noch weiß, wo ich gerade wohne, ist es okay, oder? Also, ich spreche aus – äh, lass mich überlegen! – Italien (lacht wieder). Im Ernst, wir sind gerade in eine wundervolle alte Villa in der Toskana eingezogen. Sie liegt ungefähr zehn Minuten außerhalb der Stadt Lucca. Es ist alles so wunderschön und exakt das, was ich mir erträumt habe, als ich mir diese Gegend aussuchte. Dazu kommen das Essen, der Wein und die Menschen hier…
eclipsed: Zuvor hattest du auch mal in Paris gewohnt…
Ford: Ja, ich hatte, seit ich erstmals außerhalb der USA getourt bin, schon immer den Wunsch, eines Tages in Europa zu leben. Paris war meine erste Wahl, weil ich mich da immer wohlgefühlt habe. Allerdings war es nicht einfach, dort die für mich passenden Musiker zu finden, um Platten aufzunehmen.
eclipsed: Das war danach in London anders, oder?
Ford: Absolut. London ist perfekt, was diesen Aspekt betrifft. Es ist unfassbar, wie viele fantastische Musiker aller möglichen Stilrichtungen dort herumlaufen. Und auch die Studios sind einfach großartig – diesbezüglich ein echtes Paradies…