Der Liedermacher Stefan Stoppok ist 70 geworden. Für viele Menschen wäre das ein Grund, kürzerzutreten. Nicht aber für den Ruhrpottler, der im Rock verwurzelt, aber stilistisch erstaunlich offen ist. Eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Im Gespräch mit eclipsed berichtete er von seinen vielseitigen aktuellen Aktivitäten, die auch, aber längst nicht ausschließlich mit dem runden Geburtstag zu tun haben. Stoppok ist fast immer unterwegs – und das eigentlich schon sein Leben lang. Laut eigener Aussage als Sohn polnischer Eltern auf der Durchreise in Hamburg geboren, ist Essen seine Heimatstadt. Und doch hält es ihn dort nie sehr lange. Denn am liebsten ist er auf Tour – ob solo, mit Band oder anderen Künstlern, ist ihm eigentlich egal. Kein Wunder also, dass er uns zum Interview von einem Rastplatz an irgendeiner Bundesautobahn (er weiß nicht genau, welche) aus anruft.
„Man ist so alt, wie man sich fühlt“, heißt es. Wie alt fühlt sich Stoppok? Nach einem kurzen Lachen antwortet er: „Sagen wir es mal so: Gestern hat mein Sohn seinen 34. Geburtstag gefeiert und hatte eine ganze Reihe Leute zu Gast. Ich saß da also zwischen all den Mittdreißigern, fühlte mich aber kein Stück ausgeschlossen und konnte locker mithalten – auch beim Biertrinken. Wenn du also auf meinen 70. anspielen solltest, dann kann ich nur sagen, dass ich gar kein Verhältnis zu dieser Zahl habe. Ich mache mir auch keine Gedanken darüber. Ich weiß nur eines: Ich bin körperlich fit und habe weiterhin großen Bock aufs Musikmachen.“ Gleichwohl wird er mit seinem Jubeltag, der schon im Februar dieses Jahres stattfand, derzeit regelmäßig konfrontiert – und das nicht nur in Gesprächen mit Journalisten, sondern auch beruflich: Am 14. Oktober 2026 steigt in der Lichtburg in Essen eine bereits ausverkaufte Geburtstags-Gala mit vielen Gästen. Zudem ist dieser Tage das Album „26/70 – die Songs von Stoppok“ erschienen, ...