Drei Jahre nach „Heretic Tongues“ erscheint das neue Studioalbum der Dresdener Band Wucan: „Axioms“ wartet mit ihrem klassischen Sound, aber auch der einen oder anderen Überraschung auf. Wir sprachen mit Frontfrau Francis Tobolsky über das neue Werk, das sich gekonnt zwischen Classic Rock, Metal, Folk und Prog bewegt.
In ihrem kleinen Heimstudio empfängt uns die gewohnt freundliche und redselige Sängerin und Multiinstrumentalistin via Zoom zum Interview und berichtet begeistert vom neuen Album „Axioms“, wobei sie auch immer wieder Interesse an der Sichtweise des Gegenübers zeigt.
eclipsed: Ihr habt euch für den Nachfolger von „Heretic Tongues“ ja wieder verhältnismäßig viel Zeit gelassen…
Francis Tobolsky: Findest du? Heutzutage sind drei Jahre eigentlich doch keine lange Pause, oder? Aber klar, da Wucan ja nicht unser Hauptjob ist, dauert es natürlich etwas länger, als wir das manchmal gerne hätten.
eclipsed: Dafür ist das Album sehr gut geworden. Wobei ich die Reihenfolge
etwas befremdlich finde: Es startet mit drei direkten, heftigen, vielleicht auch etwas einförmigen Songs und wird dann immer komplexer…
Tobolsky: Das siehst du schon richtig, wir haben das absichtlich mal so ausprobiert. Auf „Reap The Storm“ [2017] begannen wir mit einem deutschsprachigen 10-Minüter. Das mag uns gefallen haben, aber neue Hörer lockst du damit eher nicht an. Daher dachten wir uns: „Erst ein eingängiger, packender Einstieg, und dann wird es eben experimenteller.“ Schließlich sind das alles auch die unterschiedlichen Facetten von Wucan.
eclipsed: Umso ungewöhnlicher geht es dann ja weiter: „KTNSAX“ hat fast Discoqualitäten – ich weiß gar nicht, wie ich diesen Song beschreiben soll.
Tobolsky: Ich finde den Song punkig, poppig und psychedelisch zugleich. Inspiriert ist er vor allem von Neu!, wie man am Beat hört. Aber nicht alle Fans sind davon so angetan, man hört dann auch schon mal: „Das sind aber nicht die Wucan, die ich kenne!“ (lacht)