YES - Natürliche Erleuchtung

24. Juni 2026

Yes Jon Davison Steve Howe

YES - Natürliche Erleuchtung

Seit unglaublichen 58 Jahren sind die Pioniere des Progressive Rock aktiv. In ihrer aktuellen Inkarnation mit Sänger Jon Davison, Keyboarder Geoff Downes und natürlich dem der Band seit 1970 mit nur kurzen Unterbrechungen angehörenden Steve Howe an der Gitarre sowie Bassist Billy Sherwood und Drummer Jay Schellen sind sie sogar besonders produktiv. „Aurora“ ist bereits ihr drittes Studioalbum in dieser Dekade. Wir haben Davison, der ob des Konzepts „Naturwunder und innere Erleuchtung“ vor positiver Energie nur so strahlt, in einer Zoom-Konferenz zum neuen Werk in allen Facetten befragt. Selbstverständlich auch zum Gesundheitszustand von Steve Howe und zum Roger-Dean-Artwork.

eclipsed: Wie geht es Steve? Aufgrund seiner OP musstet ihr Konzerte verschieben, Jon.

Jon Davison: Das ist so nett, dass du fragst, Walter. Es geht ihm großartig. Er ist wieder bei bester Gesundheit und wird sehr bald erneut auf der Bühne stehen, lächeln und mit Leidenschaft spielen. Wir sind wieder auf Kurs. Natürlich mussten wir unsere UK-Tour und einen Teil der Konzerte auf dem europäischen Festland auf nächstes Jahr verschieben, aber wir hoffen so, den Europa-Teil ausweiten und dann auch die neuen Songs spielen zu können. Jetzt haben wir eine zweite Chance. Das wird spannend.

eclipsed: Seit 2021 scheint der Yes-Dampfer wieder Feuer in den Turbinen zu haben, so schnell bringt ihr neue Studioalben heraus. Woher schöpft ihr angesichts der fast 60-jährigen Geschichte von Yes diese Energie?

Davison: Meine Energie beziehe ich wirklich von Steve selbst, wegen seiner Begeisterung, seiner, na ja, jugendlichen Vitalität, wegen seines Könnens, seiner raffinierten Talente. Das trägt dazu bei, die Band voranzubringen. Und es ist wunderbar, mit Thomas Waber, dem Chef von InsideOut, eine Plattenfirma hinter sich zu haben, die einen positiv unter Druck setzt. Es ist Kunst um der Kunst willen. Die perfekte Übereinstimmung von Thomas, Steve und uns allen bedeutet eine harmonische Konvergenz der Kreativität. Das ist es, was uns dazu gebracht hat, diese Alben zu machen und wieder derart kreativ und produktiv zu werden.

eclipsed: Also ein guter Band-Spirit und keine Ego-Konflikte wie früher?

Davison: Davon gibt es viel weniger. Ich glaube, die magische Zutat, die alles zusammenhält, ist die, dass wir bereit sind, wirklich zusammenzuarbeiten. Respekt und eine gewachsene Freundschaft, wodurch sich ein kreativer Schwung entwickelt. Aber ich finde es gut, abseits von Demokratie und Gleichheit, in einer Band auch einen Anführer zu haben. Steve ist unser Kapitän. Wenn alle das respektieren, hat man eine Art moralischen Kodex für die gemeinsame Kreativität.

Aurora

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