Das aktuelle Heft / eclipsed Nr. 228 / 03-21

RUSH - 40 Jahre „Moving Pictures“

Wenn von „Moving Pictures“ die Rede ist, sind schnell Superlative bei der Hand: Das meistverkaufte Album von Rush ist es. Das Album, welches dafür sorgte, dass auch Gelegenheitshörer nicht umhinkamen, sich diesem Phänomen zu widmen – vor der heimischen Stereoanlage ebenso wie in den gefüllten Arenen. Das Album, welches den bekanntesten Song der Band enthält und das einzige Album, welches das kanadische Trio live in seiner Gesamtheit aufführte. Aber was steckt hinter den 40 Minuten, die am 12. Februar 1981 das Licht der Plattenregale erblickten? 

KRAUTROCK, TEIL 3 - Wenn der Jazz ins Kraut schießt
 
Zu den selbstverständlichen Einflüssen vieler Krautrockacts gehörte der Jazz. Doch wie sah es umgekehrt mit Spuren des Krautrock im Jazz aus? Tatsächlich gab es im deutschen Jazz zwischen 1968 und 1976 durchaus Tendenzen, die mit den Entwicklungen in der damaligen deutschen Rockmusik vergleichbar waren.


DAVID GILMOUR wird 75 - Der Buddha von Brighton

Keine Tourneen, keine Alben, kein Stress – nur Familie und frische Luft: Zum 75. Geburtstag schiebt David Gilmour eine ruhige Kugel und mutiert zusehends zum Buddha. Ein Mann, der mit dem Musikgeschäft, mit Bandhierarchien und dem eigenen Status als Rockstar abgeschlossen hat und seinen Lebensabend auf möglichst beschauliche Weise verbringen will. Es sei ihm gegönnt...

SAGA - Warmes Holz statt kalter Oszillatoren

Ein Akustikalbum von Saga? Das kommt unerwartet und kann als kleine Sensation angesehen werden – arbeiten die kanadischen Melodic-Progger doch normalerweise vollelektrisch, mit einer wahren Synthesizer-Flotte und bis zu drei Keyboardern gleichzeitig. Dessen ungeachtet legen sie mit „Symmetry“ ein überzeugendes Werk vor.

MOGWAI - „Die Zeiten sind so beschissen, dass wir einfach ein positives Zeichen setzen wollten“

Als der Schotte Stuart Braithwaite seine Band Mogwai gründete, war er noch ein Teenager. Vor genau 25 Jahren nahm die Gruppe ihre erste Single auf. Seitdem ist viel Wasser den Clyde runtergeflossen. Ihr zehntes Studioalbum „As The Love Continues“ ist weit mehr als ein Jubiläumswerk.

ALICE COOPER - Rückkehr nach Detroit

Vincent Damon Furnier stand stets stolz zu seiner Geburtsstadt: Schon als seine musikalischen Projekte noch nicht unter dem Namen Alice Cooper firmierten, sah er sie in der Tradition von Mitch Ryder & The Detroit Wheels oder MC5. Sein neues Album „Detroit Stories“, eingespielt mit so illustren Musikern wie Joe Bonamassa und MC5-Mitgründer Wayne Kramer, ist eine Hommage an den Sound der einstigen Motor City in den späten 1960er-Jahren: Es zelebriert den frühen amerikanischen Hardrock, vergisst aber auch nicht den Motown-Pop und -Soul.

SOEN - „Wir lieben es, Stile zu vermischen“

Die Kritiken überschlagen sich. Mit ihrem fünften Studioalbum „Imperial“ stehen die schwedischen Progmetaller Soen definitiv in einer Reihe mit Bands wir Opeth oder Katatonia. Längst ist von einem Referenzwerk die Rede. Im Interview erklärt Bandchef Martín López, wie akribisch er und Sänger Joel Ekelöf an den Songs arbeiten und wie sie versuchen, die Hörer immer wieder emotional zu berühren.

STEVE LUKATHER & JOSEPH WILLIAMS - 1+1=3

Auch wenn die kürzlich neu formierten Toto wohl zumindest in absehbarer Zeit kein weiteres Studiowerk herausbringen werden, haben Fans der amerikanischen AOR-Band derzeit Grund zur Freude: Am 26. Februar veröffentlichen sowohl Gitarrist STEVE LUKATHER als auch Sänger JOSEPH WILLIAMS ihre neuen Soloalben. Der Clou daran: Bei den Produktionen unterstützten die Jugendfreunde sich gegenseitig, und auch Keyboarder David Paich war jeweils mit von der Partie, sodass beide Platten zusammen laut Lukather fast ein Toto-Album ergeben. 

REINHARD LAKOMY & TANGERINE DREAM - Elektronische Ost-West-Connection 

1980 trat Tangerine Dream als erste westdeutsche Rockband in der DDR auf. Dass es dazu kam, verdankte sie auch dem ostdeutschen Komponisten, Pianisten und Sänger Reinhard Lakomy. In der Folge wurde ihm sogar der Einstieg in die Gruppe angeboten. Dazu kam es zwar nicht, dafür aber zum West-Ost-Transfer eines Moog-Synthesizers, der einst Mick Jagger gehört hatte.  

RICHARD BARBIERI über sein viertes Soloalbum und seinen größten Einfluss

Der New-Wave-Band Japan verhalf er zu Weltruhm. Mit dem Trio Jansen-Barbieri-Karn pflegte er einen ureigenen Avantgarde-Ambient-Jazz. Er war integraler Bestandteil von Porcupine Tree und schrieb mit ihnen (New-)Artrock-Geschichte – Richard Barbieri hat einiges erlebt in seiner über 40-jährigen Karriere. Seit mehr als zehn Jahren treibt der Keyboard-Klangkünstler nun seine Solokarriere voran. Neuester Streich: „Under A Spell“, sein viertes Soloalbum.

FRATERNITY - Eine fast vergessene Band mit zwei weltberühmten Sängern 

Bon Scott zählt sicher zu den individuellsten und stilprägendsten Rocksängern des 20. Jahrhunderts – und das, obwohl seine Zeit bei AC/DC nur wenig mehr als ein halbes Jahrzehnt währte. Allerdings hatte der Hardrockshouter schon vor seinem Einstieg bei der heute legendären australischen Truppe musikalische Spuren hinterlassen: Nach der Auflösung von The Valentines wurde er 1971 Leadsänger der Band Fraternity...

STEVE HACKETT unternimmt auf seinem neuen Akustikalbum eine kulturelle Reise durch den Mittelmeerraum 

„Under A Mediterranean Sky“ ist das mittlerweile siebte akustische Werk des Ex-Genesis-Gitarristen. Diesmal gießt er die Erlebnisse, die er und seine Frau Jo Lehmann-Hackett auf ausgedehnten Reisen durch den von unterschiedlichen Kulturen geprägten Mittelmeerraum machten, in farbenfrohe musikalische Bilder. In Corona-Lockdown-Zeiten weckt der Albumtitel auch die Sehnsucht nach vorerst unerreichbaren Reisezielen. 

DeWOLFF setzen mit dem neuen Album „Wolffpack“ wieder auf das große Drama

Zoom Calls sind angesagt und in Corona-Zeiten eine der technischen Möglichkeiten, damit man immerhin weiß, wie das Gegenüber aussieht: Pablo van de Poel und sein Bruder Luka sowie Mitstreiter Robin Piso lümmeln sich auf einem Sofa in ihrem Studio im holländischen Utrecht, sehen ein wenig bleich aus, doch die drei zwischen Mitte 20 und Anfang 30 geben ihre Antworten selten, ohne dass ihnen dabei ein süffisantes Grinsen über das Gesicht huscht. „Wir nehmen die bizarren Corona-Umstände, wie sie sind“, meinen sie unisono. „Solange wir uns haben und Tag für Tag Musik machen, kann uns das Virus sonst wo lecken...“

Nach drei Alben war für die Jazz-Psych-Krautrocker OUT OF FOCUS Schluss

Zwei Querflöten-Soli simultan, eines vom rechten, eines vom linken Stereokanal – so beginnt der 48-minütige, über die LP-Seiten 3 und 4 verteilte Track „Huchen 55“ auf dem dritten Album „Four Letter Monday Afternoon“ (1972, erschienen beim Kuckuck-Label) von Out Of Focus. Wie gesagt: 48 Minuten und 1972. Das ist nur unwesentlich kürzer, aber ein Jahr früher als Mike Oldfields „Tubular Bells“! Um Missverständnissen vorzubeugen: Bis auf die Aneinanderreihung verschiedener musikalischer Themen hat „Huchen 55“ stilistisch nichts gemein mit Oldfields Meisterwerk...

Die TINDERSTICKS nutzen die Corona-Zwangspause für einen Krautrock-Ausflug

Das Kollektiv um Stuart A. Staples ist immer gut für Überraschungen – sei es mit Coverversionen, Soundtracks, Solo- und Nebenprojekten oder mutigen stilistischen Ausfallschritten. So auch auf ihrem 13. Album „Distractions“, auf dem sich die Briten an Stücken von Neil Young, den Television Personalities und Dory Previn versuchen, aber auch an französischen Chansons und einer geballten Ladung Krautrock.

SYRINX CALL überraschen mit progressiven Sounds, Eloy-Musikern und Sci-Fi-Story

Wenn Ian Anderson die Querflöte im Rock etabliert hat, könnte bald Ähnliches für Volker Kuinkes Blockflöte auf den Alben von Syrinx Call gelten. Deren neue, nunmehr dritte Veröffentlichung geht aber sogar noch einen Schritt weiter. Mehr Prog als zuvor, dafür weniger World Music und New Age. Und mit gleich drei Musikern aus dem Eloy-Camp, darunter Mastermind Frank Bornemann, ist man auch musikalisch für ein höchst anspruchsvolles Werk über den Evolutionsschritt einer künstlichen Intelligenz hin zu menschlicher Empathie gewappnet.

...und vieles mehr!