Wie bitte? „+4626-COMFORTZONE“? Mit dem Titel des neuen Beardfish-Albums bekommt man gleich ein kleines Rätsel mitgeliefert. Bei dem Zahlencode handelt es sich um die telefonische Länderkennung Schwedens sowie um die Vorwahl des Küstenstädtchens Gävle, Heimat von Beardfish. So weit, so gut. Doch was hat es mit dieser „Komfortzone“ auf sich?
Seit ihrer Gründung im Jahre 2001 hat die Retroprog-Formation Beardfish sieben Einspielungen vorgelegt. Dabei sausten sie oftmals auf irrwitzige Weise zwischen klassischem Prog, Canterbury-Anklängen und Zappa-Attitüden hin und her. Ihre letzte Arbeit war 2012 „The Void“, ein Werk, das vermehrt mit Metal-Spuren angereicht war. Nun legen die vier Schweden mit „+4626-COMFORTZONE“ ein wohldurchdachtes Konzeptalbum vor, auf dem sie so einiges an Frust loswerden. Sänger/Keyboarder/Gitarrist Rikard Sjöblom erklärt warum.
Die Hamburger Artrocker Sylvan backen keine kleinen Brötchen. Wie schon ihre Vorzeigearbeit „Posthumous Silence“ (2006) ist das neue Album „Home“ ein groß angelegtes Konzeptwerk. Es reiht sich ein in die Riege von Konzeptalben, die wie Pink Floyds „The Wall“, Marillions „Brave“ oder ganz aktuell Steven Wilsons „Hand. Cannot. Erase“ existenzielle Krisen, individuelle Schicksale zum Thema haben.
International betrachtet gibt es drei nachhaltig erfolgreiche musikalische Aushängeschilder aus deutschen Landen: Kraftwerk, Rammstein und die Scorpions. Nach einigen Jahren der Entfremdung gelten die Hardrockheroen aus Hannover auch daheim wieder als Rockjuwel. Und werden für 50 Jahre Bandgeschichte entsprechend gewürdigt. So auch von uns – mit einem eclipsed-Einkaufszettel XXL.
Anders als bei den zur selben Zeit angetreten deutschen Krautrockbands wie Amon Düül II, CAN, Kraftwerk oder Faust gab es bei Tangerine Dream immer das eine Zentralgestirn, das Kraftzentrum, das die Geschicke der international gefeierten Elektronikpioniere befeuerte. Daher ist mit dem Tod von Edgar Froese klar: Nach 47 Jahren ist die Geschichte von Tangerine Dream jetzt zu Ende gegangen.
Die Decemberists sind keine Band wie jede andere. Denn wo andere Rockgruppen einfach in regelmäßigen Abständen Songalben aufnehmen, erzählen die US-Amerikaner Geschichten. Fabeln von prasselnder Farbigkeit und verführerischer Schönheit, die ohne den geringsten Zweifel auf ihre Erzähler zurückzuführen sind. Ihr neuestes, schrillbunt eingeschlagenes Märchenbuch trägt den Titel „What A Terrible World, What A Beautiful World“. Und so sehr sich die Decemberists von anderen Bands unterscheiden, so sehr variiert die neue CD von den früheren Platten der Band. Colin Meloy und seine Decemberists haben auf ihrer jüngsten Platte eine nicht ganz unmaßgebliche Richtungsänderung vorgenommen.