AM FRÜHSTÜCKSBÜFETT - Interview mit Roger Hodgson

„Breakfast In America“ ist ein Album, um das sich zahlreiche Gerüchte und etliche Missverständnisse ranken. Mit denen rechnet Roger Hodgson anlässlich des 40-jährigen Dienstjubiläums der Erfolgsplatte ab – und tut das, was er am besten kann: Er geht auf Tournee.

Donnerstagmorgen in Nordkalifornien: Roger Hodgson ist zuhause und bereitet sich auf seine kommende Europatournee vor. Zwischen Kofferpacken, Frühstück und Yoga nimmt er sich Zeit, um mit eclipsed zu plaudern. Anlass: der 40. Geburtstag des Meilensteins „Breakfast In America“ – mit über 20 Millionen verkauften Exemplaren das erfolgreichste Album Supertramps und ein Evergreen der Rockmusik. Worauf der 69-jährige Engländer mächtig stolz ist.

eclipsed: Als Wahlkalifornier: Was frühstückt Roger Hodgson – ein üppiges American Breakfast oder etwas Leichtes, Europäisches?

POPOL VUH - Emotionale Erleuchtung

Die deutsche Band um ihren Mastermind Florian Fricke wird zum Krautrock gezählt, doch Popol Vuh waren musikalisch stets ein Außenseiter unter den Außenseitern. Ab 1970 veröffentlichte die Band 30 Jahre lang bis zum Tod Frickes 2001 20 Alben. Fünf davon – „Affenstunde“ (1970), „Hosianna Mantra“ (1972), „Einsjäger & Siebenjäger“ (1975) sowie die Soundtracks zu den Werner Herzog-Filmen „Aguirre“ (1975) und „Nosferatu“ (1978) – werden nun einzeln auf CD in einer ersten Staffel (zwei weitere folgen im Herbst 2019 und im Frühjahr 2020) und in einer 5er LP-Box neu veröffentlicht.

Frank Fiedler, Gründungsmitglied und über all die Jahre musikalischer Bergleiter Frickes, ist nicht nur Musiker, sondern auch ein Filmschaffender, der als Kameramann, Drehbuchautor, Regisseur und Sounddesigner an diversen Filmen beteiligt war. Er hat nun auch die Neuauflage der Popol Vuh-Alben remastert.

PER WIBERG - Komfortzone ade!

Opeth, Spiritual Beggars, Anekdoten, Kamchatka oder Candlemass: Allein diese kleine Auswahl an Bands, bei bzw. mit denen Per Wiberg als Keyboarder bereits gearbeitet hat, liest sich wahrlich nicht schlecht. Nur ein echtes Soloalbum fehlte dem Multiinstrumentalisten noch in seiner Vita. Im Interview gewährt der 50-jährige Schwede interessante Einblicke in seinen kreativen Kosmos und ließ sich auch zum neuen Album seiner Band King Hobo, deren Rezension sich weiter hinten im Heft findet, ein paar Worte entlocken.

eclipsed: Per, du hast so viele interessante Bands und Projekte am Laufen, warum nun ein Soloalbum?

LAMP OF THE UNIVERSE - Ein immerwährender Höhepunkt

Lamp Of The Universe ist die 1-Mann-Band des Craig Williamson. Nachdem Ende der 90er Jahre seine Stonerrock-Band Datura auseinanderbrach, versuchte es der Neuseeländer auf eigene Faust. Mit „Align In The Fourth Dimension“ erscheint nun beim deutschen Sulatron-Label das bereits zehnte Lamp Of The Universe-Album. Wie alle Alben zuvor bietet auch „Align In The Fourth Dimension“ einen weichen, entspannten, wie in Watte verpackten Psychedelic, voller Orgeln, Tablas, Sitar, Gitarren, Mellotron, Flöte und hypnotischen, tranceartigen Rhythmen sowie betörenden Melodien. Eine Oase der Glückseligkeit und der Spiritualität. eclipsed sprach mit Williamson über das neue Album, seine Inspirationen und 20 Jahre Lamp Of The Universe.

eclipsed: Craig, beschreibe bitte die Entstehung des Albums.

The Art Of Sysyphus Vol. 103

1969 DIE ZEITENWENDE: Geplatzte Träume, neue Visionen

Das alles dominierende Thema des Jahres ist, trotz des frischen Windes, der mit der Wahl des Sozialdemokraten Willy Brandt zum Bundeskanzler durch die Bundesrepublik Deutschland weht, und trotz bedrückender Nachrichten aus Vietnam und Irland, die Landung der „Apollo 11“-Besatzung auf dem Mond. Auf der Erde platzen die Sehnsüchte der Hippies spätestens in Altamont, der Rock als „Way Of Life“ hat seine Unschuld verloren. Andererseits startet die Rockmusik erst richtig durch, es sprießen die Krauts, Jazzer entdecken den Rock, King Crimson den Prog, der Zeppelin kreist - neue Visionen für die Siebziger.

ALAN PARSONS - Magische Rolle Rückwärts

15 Jahre liegen zwischen „A Valid Path“ und „The Secret“. Sein Ausflug in Electronica-Gefilde hatte dem Namensgeber des Alan Parsons Project, mehrfachen Grammy-Gewinner und Toningenieur von Alben wie „Abbey Road“ oder „The Dark Side Of The Moon“ keinen Erfolg beschert. So blieb der Engländer diese lange Zeit über als Albumkünstler stumm. Nun kehrt Parsons in die Symphonic-Rock-Gefilde zurück, für die er bekannt und beliebt ist. Doch wie viel kann „The Secret“ 2019 wirklich reißen?

ARCHIVE - Gestern - Heute - Morgen

Archive – schon im Namen der Band verbirgt sich das Immerwährende. Jetzt feiert das Kollektiv unter dem Motto „25“ ein Vierteljahrhundert Bandgeschichte. Fast vier Stunden Archive-Material im Rückspiegel, sind die Scheinwerfer trotzdem konsequent nach vorn gerichtet.

Ein Projekt wie „25“ hat es von der britischen Artrock/Trip-Hop-Formation Archive so noch nicht gegeben. Auf vier CDs schöpft das vielköpfige Ensemble um Darius Keeler aus der eigenen Geschichte. Es stecken jedoch auch so viele neue Songs in dem Jubiläumspäckchen, dass man daraus ein komplettes Album hätte machen können. Die Botschaft ist einfach: Archive sind, was sie waren, und Archive waren, was sie sind.