FRANCIS ROSSI - In eigener Sache

Ein neues Buch und ein neues Album. Francis Rossi war in letzter Zeit wieder richtig fleißig. Auch eine Tour steht ins Haus. Doch hat das Ganze mit Status Quo, der Band, mit der er berühmt wurde und die sein Leben seit gut fünfzig Jahren bestimmt, nur am Rande zu tun. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, über all das mit dem 69-Jährigen zu sprechen. Gleichzeitig garnieren wir das Ganze mit einem Auszug aus Rossis jetzt erschienener Autobiografie.

Zum Tod von „Rockpalast“-Erfinder PETER RÜCHEL am 20. Februar

Oft hat Peter Rüchel, Jahrgang 1937, in Sendungen, in Interviews oder privat aus dem Neil-Young-Song „Hey Hey, My My (Into The Black)“ und dessen akustischen Counterpart „My My, Hey Hey (Out Of The Blue)“ zitiert. Es war ein Herzensstück für ihn. Davon hatte der in Berlin geborene Journalist und Rockfan so einige.

Rüchel arbeitete für verschiedene Sender (SFB, ZDF), doch verblasste das, was er dort geleistet hatte, als er zusammen mit dem Regisseur Christian Wagner ab 1975 Rockkonzerte für den WDR aufzeichnete. Die erste reguläre „Rocknacht“ (mit Rory Gallagher, Little Feat u. a.) fand vom 23. auf den 24. Juli 1977 statt und wurde als sechsstündige Eurovisionssendung live übertragen. Der Mythos „Rockpalast“ war geboren. Bis 1986 gab es zweimal im Jahr diese Rocknächte in der Essener Grugahalle. Das ist Teil der DNA eines jeden europäischen Rockfans Jahrgang 1970 und älter.

RPWL „Wir sind die Aliens!“

Große Gewichte hatten die Freisinger Artrocker zuletzt gestemmt: Konzeptwerke, mit der multimedialen Rockoper „A New Dawn“ als Höhepunkt. Nun sind RPWL zurück, etwas bodenständiger. Doch down to earth sind sie deshalb noch lange nicht, denn ihre „Tales From Outer Space“ beziehen sich auf klassische Science-Fiction. Und wie jede gute Sci-Fi bieten auch diese Geschichten eine spannende Wendung: Besucher aus dem Weltall wenden sich ob unseres Tuns mit Grausen ab.

THE MUTE GODS - Stille Post

The Mute Gods legen bereits ihr drittes Album vor. Dabei sind Nick Beggs, Roger King und Marco Minnemann noch in andere zeitaufwändige Projekte involviert, die ihnen kaum Zeit zum Durchschnaufen lassen. Der Bass- und Stickvirtuose Beggs führt das Trio und bestimmt seine musikalische wie inhaltliche Ausrichtung. So zeigt auch das dritte Album „Atheists And Believers“, dass der einstige Popstar von einem politischen Gewissen angetrieben wird und alles andere als stumm ist.

Dafür, dass Nicks Beggs sich immer so extravagant, bisweilen schreiend komisch herausputzt, gibt er sich im Interview überraschend ernsthaft und wägt seine Aussagen genau ab. Auch, dass der 57-jährige Engländer eine Viertelstunde vor dem vereinbarten Gesprächstermin anruft, nur um sicherzugehen, dass die Leitung steht, ist ungewöhnlich. Nachdem die äußeren Umstände geklärt sind, entwickelt sich ein angenehmes und ertragreiches Gespräch über Gegenwart und Vergangenheit.

Eyeballs In The Mist: 50 Jahre THE RESIDENTS

Wer sind The Residents? Tausend Legenden ranken sich um die Daueravantgardisten aus San Francisco, doch ihre Identität bleibt unter riesigen Augäpfeln verborgen. Mit der neuen CD „Intruders“ im Gepäck haben sie sich auf die „In Between Dreams“ Tour gemacht.

Trackpremiere: MT AMBER "Amok"

Die deutsche Prog Band MT AMBER präsentiert an dieser Stelle eine exklusive Live Version zu dem Song „Amok“ von ihrem bald erscheinenden Debütalbum (VÖ 5.4.2019).

TIM BOWNESS - elf filmische Kurzgeschichten

Er muss lachen, wenn man ihn auf die für ihn typische Melancholie anspricht und außerdem: „Ich mag nicht gerne reden. Ich mochte es noch nie. Im Schreiben bin ich viel besser. Wenn du möchtest, beantworte ich deine Fragen auch gern per Email“, gibt Tim Bowness gleich zu Beginn des Gespräches zu. Doch so einfach kommt er nicht davon. Schon gar nicht, wenn man den zurückhaltenden britischen Sänger schon mal am Telefon hat. Außerdem hat Bowness, der seit vielen Jahren und diversen Alben zusammen mit seinem musikalischen Partner Steven Wilson das Artpop/Artrock-Duo no-man bildet, einiges zu erzählen über sein neues Soloalbum „Flowers At The Scene“. Ein Album, das den für ihn typischen Artpop mit – ja doch – melancholischen Songs bietet und für das er die Unterstützung einer illustren Schar musikalischer Gäste gewinnen konnte.

eclipsed: Dein letztes Album „Lost In The Ghost Light“ war ein Konzeptalbum. Jetzt sind es elf unabhängige Songs.

T - Narro ergo sum

Die Musik von Thomas Thielen ist geprägt von hoher musikalischer und textlicher Komplexität, die den Hörer fordert, ihn manchmal gar zu erschlagen droht. Mit „Solipsystemology“ legt der Multiinstrumentalist nun den letzten Teil einer aufwändig gestalteten Albumtrilogie vor. In dieser stellt der promovierte Philologe die Frage nach dem Leben im erzählten Leben: Ich erzähle, also bin ich?