Vielleicht erinnert sich die/der eine oder andere noch an die Frankfurter Band S/T, die seit Mitte der 1990er Jahre und vor allem in den 2000er Jahren unzählige Alben im Bereich des Neokrautrocks, Psychedelic und Post Wave veröffentlicht haben. Leider blieb dem Duo Martin Brauner (Gitarre, Gesang) und Joachim Gaertner (Keyboards) die Anerkennung und Aufmerksamkeit verwehrt, die sie für ihren überaus originellen Do-It-Yourself-Charme, ihre überbordende Kreativität – die nicht nur die musikalische Seite sondern auch das Artwork und die Verpackung betrifft – und auch ihre humoristischen Charakter verdient gehabt hätten.
Eigentlich hätte bereits mit dem Debüt „Rainmaker“ von 1969 alles klar sein und der englische Troubadour Michael Chapman in die Liga der erfolgreichsten Folkrocker aufsteigen müssen. Doch dem war nicht so. Der begnadete Sänger und Gitarrist, der Vergleiche mit US-Koryphäen wie Bob Dylan oder Arlo Guthrie nie scheuen musste, machte jedoch weiter und nahm ungerührt Album um Album auf. Jetzt legt er das fünfzigste vor. Oder doch schon das siebenundfünfzigste?