MARILLION - Am Ziel

Sie haben es geschafft – Marillion sind mit einem einzigen Auftritt im Musikerolymp angekommen. Am 13. Oktober 2017 spielte die britische Neoprogformation in Londons altehrwürdiger Royal Albert Hall ein vielumjubeltes Konzert. Für Steve Hogarth, Steve Rothery und Co. kam die Möglichkeit, dort aufzutreten, wo Größen wie Jimi Hendrix, Led Zeppelin oder Lou Reed den Raum bereits mit ihrer Energie befüllt haben, einem Ritterschlag gleich. Nachzuerleben ist dieses „Live-Feuerwerk in der Royal Albert Hall“ („Stern“) auf dem jetzt veröffentlichten Mitschnitt „All One Tonight“.

URIAH HEEP - Forever 49

Der Traum dauert nun schon fast fünfzig Jahre. 1969 begann das Rockabenteuer Uriah Heep. Jetzt fügen die Briten mit „Living The Dream“ ein neues Kapitel hinzu. Beim Interview mit eclipsed waren Phil Lanzon und Mick Box bemüht, die volle Aufmerksamkeit auf eben dieses neue Album zu lenken. Die Band lebt ihren Traum immer noch im Hier und Jetzt, auch wenn sie tief in den Soundbaukasten der letzten neunundvierzig Jahre greift. Das Jubiläum will sie denn auch erst 2020 begehen.

BARCLAY JAMES HARVEST - Jubiläum für zwei

Ihre Berlinauftritte vor dem Reichstag und im Treptower Park zählen bis heute zu den größten Einzelkonzerten, die dieses Land gesehen hat. Jeweils rund 200.000 Menschen bescherten Barclay James Harvest 1980 beziehungsweise 1987 die triumphalsten Momente ihrer Karriere. Einer Karriere, die vor fünfzig Jahren begonnen und grundlegende stilistische Wandlungen mit sich gebracht hat: Von melodieseligem Symphonic Rock über hymnischen Prog bis zu elegantem Poprock reichen die Fertigkeiten der englischen Gruppe, die noch heute besteht. In doppelter Ausführung.

DEEP PURPLE 50 - Teil 5: Livealben, Tributes und Epigonen

Was wird von Deep Purple bleiben, wenn die „The Long Goodbye Tour“ einmal vorbei ist? Werden die Tributebands und Epigonen die Geschäfte übernehmen und der Hardrocklegende gerecht werden? Können sie in ihren Songs oder bei ihren Konzerten den Mythos Deep Purple neu heraufbeschwören? Oder bleibt die Gruppe, die als die Liverockband gefeiert wird, wegen all ihrer Facetten einzigartig? Diesen und weiteren Fragen gehen wir im fünften Teil unserer Artikelserie zu einem halben Jahrhundert Deep Purple nach.

Das New Yorker Trio INTERPOL präsentiert sich lockerer, redseliger und geräuschvoller denn je

Von wegen Düstermänner vom Dienst: Ihr sechstes Album „Marauder“ haben Paul Banks & Co. beim Chillen an tropischen Stränden komponiert. Dass es trotzdem nicht richtig fröhlich klingt, versteht sich von selbst.

Bei PHILLIP BOA AND THE VOODOOCLUB läuft’s derzeit mal wieder richtig rund – und regelmäßig

Auf „Earthly Powers“ beweisen Phillip Boa And The Voodooclub einmal mehr ihr Händchen für innovative Sounds und wunderbar eingängige Melodien. Auch reitet die Indie-Ikone trotz des Abschieds von Co-Sängerin Pia Lund im Jahr 2014 seit einigen Jahren wieder auf einer Welle der Anerkennung: Die Konzerte sind gut besucht, die Alben können sich mit Boas Klassikern aus den frühen Neunzigern messen. Wir trafen den deutschen Kosmopoliten zu einem Gespräch über Gegenwart und Vergangenheit.

Auf seinem zweiten Soloalbum bringt Symphony-X-Gitarrist MICHAEL ROMEO Filmmusik und Progmetal zusammen

Eigentlich wäre die Zeit reif für ein neues Symphony-X-Album gewesen. Doch die Progmetaller aus New Jersey hatten sich im letzten Jahr eine Auszeit verordnet. Fast alle Bandmitglieder stürzten sich daraufhin in andere Projekte. Im Sommer ereignete sich dann noch der schreckliche Tourbusunfall von Russell Allens Band Adrenaline Mob, bei dem zwei Menschen starben und von dessen Folgen Allen sich noch nicht vollständig erholt hat. Für Gitarrist Michael Romeo ergab sich daher zwangsläufig ein Zeitfenster, um mit „War Of The Worlds“ etwas Neues auszuprobieren.

NICK MASON - Späte Genugtuung

Seit Jahren ärgert sich Nick Mason über die Soloaktivitäten seiner ehemaligen Bandmitstreiter Roger Waters und David Gilmour, wenn sie dabei das Floyd-Erbe vereinnahmen. Jetzt steigt der Schlagzeuger selbst in den Ring, um den gemeinsamen musikalischen Nachlass auf der Bühne ins rechte Licht zu rücken. Seine Band Saucerful Of Secrets ist ein Mittel zur Frustbewältigung und zur Pflege des psychedelischen Frühwerks, das Waters und Gilmour meiden.