Music From Time And Space Vol. 69

RIVERSIDE - Der neue Dreiklang

Am 21. Februar 2016 schien das Ende von Riverside besiegelt. An diesem Tag verstarb völlig unerwartet Gitarrist Piotr Grudziński. Der 40-jährige Publikumsliebling hatte mit seinen lyrischen Melodien großen Anteil am Erfolg der Band. Die Gruppe ohne ihn fortzuführen schien nicht möglich. Zweieinhalb Jahre später sind Riverside nicht mehr dieselbe Band. Mit ihrem neuen Album „Wasteland“ haben sich als Trio neu erfunden. Mariusz Duda, Michał Łapaj und Piotr Kozieradzki sind bereit, ihre Geschichte fortzuschreiben. Es ist nicht weniger als die Wiedergeburt einer der wichtigsten zeitgenössischen Bands der Szene.

25 JAHRE INSIDEOUT - Vom Minilabel zum Global Player

Mit der Veröffentlichung von David Cross’ „Testing To Destruction“ begann die Erfolgsgeschichte des Proglabels InsideOut. Thomas Waber und Michael Schmitz gründeten im nordrhein-westfälischen Kleve die Plattenfirma, die zu einem bedeutenden internationalen Player unter dem Dach von Sony geworden ist. Waber ist immer noch mit viel Herzblut dabei und gibt als Chef die Richtung vor. Dabei denkt er nach wie vor zuerst an die Künstler.

HAKEN - Auf Erfolg konditioniert

In den gut zehn Jahren ihres Bestehens haben sich Haken zielsicher an die Spitze der Progmetalszene vorgekämpft und mit Alben wie „Visions“ oder „The Mountain“ wahre Klassiker abgeliefert. Mit dem Konzertmitschnitt „L-1VE“ zog die Gruppe zuletzt eine eindrucksvolle Bilanz ihres bisherigen Schaffens. Jetzt wollen die vier Briten, der Mexikaner und der US-Amerikaner mit dem fünften Studioalbum „Vector“ erneut voll durchstarten.

Trackpremiere: FLARES "Ikarus"

Hört hier einen taufrischen Track der deutschen Post Rock/Prog-Band FLARES, von ihrem aktuellen Album "Allegorhythms"...

RICK WAKEMAN - Odyssee im Klangraum

Denkt man an Rick Wakeman, kommt einem sofort der Synthesizer in den Sinn. Zu tief sind die Spuren, die der berühmte Musiker mit diesem elektronischen Kraftpaket in der Rockgeschichte hinterlassen hat. Als Klanghexer von Yes, aber auch als Solokünstler, der großformatige Werke für Sinfonieorchester und Chor erschaffen hat. Nun hat er mit „Piano Odyssey“ mal wieder ein ruhiges Album eingespielt, das ihn am Konzertflügel zeigt.

Von Rick Wakemans an die hundert Soloeinspielungen sind es vor allem die frühen Alben „The Six Wives Of Henry VIII“, „Journey To The Centre Of The Earth“ und „The Myths And Legends Of King Arthur And The Knights Of The Round Table“, die Rock- und Progfans im Gedächtnis geblieben sind. Diese etablierten ihn als Rauschegoldengel auf den Zinnen seiner Synthesizerburgen. Doch der 69-jährige Engländer hat auch immer wieder die natürlichen Klänge des Klaviers ins Zentrum gestellt, so wie für die aktuelle Einspielung „Piano Odyssey“, einem Nachschlag zu dem in Großbritannien sehr erfolgreichen „Piano Portraits“ von 2017. An einem Steinwayflügel intoniert er Stücke von Yes, David Bowie, den Beatles und Queen sowie eigene Kompositionen.

JEAN-MICHEL JARRE - Equinoxe statt Botox

Der smarte Elektronikpionier aus Frankreich ist ein Phänomen. Offenbar kennt er die Formel, die einen ewig jung hält. Im August siebzig Jahre geworden, sieht Jean-Michel Jarre immer noch unverschämt frisch aus. Und obwohl er auf eine fünfzigjährige Karriere zurückblicken kann, ist er kein bisschen ruhiger geworden. Mit der Compilation „Planet Jarre: 50 Years Of Music“ und dem Mitte November erscheinenden Studioalbum „Equinoxe Infinity“ zeigt er, dass mit ihm nach wie vor zu rechnen ist.

Anfang der Siebziger hielt der Synthesizer Einzug in die populäre Musik. Zunächst nur von wenigen innovativen Künstlern eingesetzt, setzte sich die Zauberkiste spätestens in den Achtzigern in nahezu allen Genres durch. Mit den wegweisenden Werken „Oxygène“ (1976) und „Equinoxe“ (1978) legte Jean-Michel Jarre den Grundstein für seinen internationalen Erfolg. Seine Mixtur aus experimenteller Musik und sinnlichen, popkompatiblen Melodien traf einen Nerv.

THE BEATLES - Projektmanagement à la John, Paul, George & Ringo

Im November erscheint eine 6CD/Blu-ray-Box aus Anlass des 50. Jahrestags der Veröffentlichung von „The Beatles“, allgemein bekannt als das Weiße Album. An den Reglern saß, wie bereits bei der 50th Anniversary Edition von „Sgt. Pepper“, der Sohn von Beatles-Produzent George Martin. Giles Martin verpasste dem Weißen Album nicht nur ein neues klangliches Gewand, sondern wühlte auch tief in den Archiven. Wir sprachen mit dem Mastermind hinter den Beatles-Reissues über seine Arbeit an dem Mammutprojekt.