TEDESCHI TRUCKS BAND - Zum Mond und zurück

Die Tedeschi Trucks Band, eine der wenigen Big Bands in der Geschichte des Rock, mochte es immer schon groß. Bei ihrem letzten Projekt, einer Live-Hommage an das legendäre Album „Layla And Other Assorted Love Songs“ von Derek And The Dominos, trug die Gruppe um das Gitarristenehepaar Susan Tedeschi und Derek Trucks bereits sehr dick auf. Mit dem neuen Mammutwerk „I Am The Moon“ – einem Zyklus aus nicht weniger als vier separat erscheinenden Alben – geht die Großformation nun noch einen deutlichen Schritt weiter.

Ein fast neunhundert Jahre altes Gedicht

ARTHUR BROWN hat auch mit 80 Jahren die Nase weit vorn

Der legendäre „God of Hellfire“ hat sich und seiner weltweiten Fangemeinde mit „Long Long Road“ eine perfekte musikalische Überraschung zu seinem 80. Geburtstag spendiert. Grund genug, mit der nimmermüden Rocklegende ein Zoom-Meeting zu vereinbaren.

eclipsed: Mr. Brown, Sie sind seit fast 60 Jahren im Musikgeschäft. Wie und wo haben Sie angefangen? 

MARIUSZ DUDA begibt sich auf Elektronik-Spurensuche in seine Jugendzeit

Es war nicht leicht, Mariusz Duda in den letzten Monaten ans Mikrofon zu bekommen.  Bereits während der US-Tour von Riverside platzten diverse Verabredungen, ein weiterer Interview-Termin scheiterte in letzter Sekunde, weil das Schiff der „Cruise For The Edge“-Prog-Kreuzfahrt früher als geplant ablegte und in die Internet-freie Zone schipperte. Während der anschließenden Stippvisite in Südamerika schien eine erneute Kontaktaufnahme mit dem Kopf der polnischen Progger noch unwahrscheinlicher, sodass wir den 46-Jährigen erst Anfang Juni nach der Rückkehr in seine Heimat erreichten. 

CRYSTAL PALACE sprechen über ihr neues Album, Völkerball und Alter Egos

So dramatisch die Story ihres neuen Albums „Still There“ anmutet, so launig-kurzweilig kann ein Gespräch mit Crystal Palace sein. Bei Sänger und Bassist Yenz Strutz in Berlin haben sich auch Keyboarder Frank Köhler und Gitarrist Nils Conrad zum FaceTime-Interview eingefunden. Dabei kommt so einiges zur Sprache …

eclipsed: Die Story des Albums basiert auf einer wahren Begebenheit: Eine junge Frau springt in Berlin von einem Aussichtsturm …

Yenz Strutz: Es war am 8. März 2014, da bin ich mit meiner damaligen Partnerin auf den Müggelturm gekrabbelt – eine Aussichtsplattform und ein beliebtes Ausflugsziel in Berlin. Und da standen dann diese Sachen an den Wänden: „8. März, 16 Uhr, noch lebend“. Na ja, in Berlin stehen so viele Sachen an Wänden, dass man das gar nicht ernst nimmt.

eclipsed: Wann hast du erfahren, was genau passiert ist?

Gitarrist SNOWY WHITE befindet sich auf der Zielgeraden seiner Karriere

Snowy White gehörte nie zu jenen schillernden Rock-Persönlichkeiten, die ihre gitarristischen Fähigkeiten mit effektheischenden Posen untermalen. Das irritierte vor allem während seiner Zeit bei Thin Lizzy (1980 bis 1982), denn neben dem anderen Gitarristen Scott Gorham und dem charismatischen Frontmann Phil Lynott vermissten die Fans einen gewissen Showeffekt. „Snowy ist der unterschätzteste Musiker von Lizzy. Während ich oft total stoned neben ihm auf der Bühne stand und außer Posen nichts zustande brachte, rettete er uns musikalisch. Ein fantastischer Gitarrist“, kommt denn auch Gorham noch heute ins Schwärmen. 

ANNE PACEO verbindet auf „S.H.A.M.A.N.E.S.“ mehrere Welten miteinander

Schamanen und Künstler haben eines gemeinsam, findet Anne Paceo: Sie öffnen Fenster in Welten, die ohne sie verborgen blieben. Nichts anderes tut die in Paris lebende Schlagzeugerin und Komponistin auf ihrem siebten Album „S.H.A.M.A.N.E.S.“. „Ich versuchte, die Musik meiner Träume zu schaffen“, erzählt sie. „Mein Traum war immer ein Stil, in dem man alles findet, was ich mag: die Improvisation des Jazz, den Sound von Rock, Lieder mit und ohne Lyrics, westafrikanische Musik …“ Die Einflüsse reichen noch viel weiter. Als zentraler Inspirations-Leitfaden dienten außerdem schamanische Klangtraditionen. Monatelang hörte Paceo entsprechende Aufnahmen aus aller Welt, sprach mit Musikethnologen, zapfte ihre eigene, schon seit der Kindheit gehegte Faszination für das Thema an und fütterte so ihr Unterbewusstsein mit Material. 

COLIN EDWIN - Der lachende Vierte

Der ehemalige Porcupine-Tree-Bassist COLIN EDWIN mischt bereits seit 25 Jahren noch in diversen anderen, immer wieder neuen Projekten mit. Für viele Porcupine-Tree-Fans war Colin Edwin immer der lächelnde Mann im Hintergrund, der für geschmackvolle Basslinien sorgte und ein unverzichtbarer Bestandteil der Band war. Anlässlich der Reunion seiner Ex-Kollegen möchten wir die Möglichkeit nutzen, um auf die vielen Nebenprojekte aufmerksam zu machen, bei denen der gebürtige Australier involviert war bzw. ist. Obendrein verriet uns der 51-Jährige auch, was er vom Comeback seiner drei ehemaligen Mitstreiter hält. 

eclipsed: Vor 25 Jahren hast du damit begonnen, in anderen Bands abseits von Porcupine Tree zu spielen. Die erste war Ex-Wise Heads, die du mit dem Multiinstrumentalisten Geoff Leigh gegründet hast, der einst Mitglied von Henry Cow war. Wie kam es dazu?