BREIDABLIK erschaffen ihre eigene norwegische Richtung elektronischer Musik

Man kennt die Berliner Schule mit ihren Vertretern Tangerine Dream, Klaus Schulze & Co., die mit ihrem hypnotischen Stil in den Siebzigern maßgeblich die elektronische Musik definiert haben. Breidablik haben nun mit „Alduorka“ ein Album veröffentlicht, das sich selbst der Bergen School of Electronic Music zurechnet. Ein norwegisches Gegenstück zur berühmten Berliner Schule? Mastermind und Keyboarder Morten „Klangmajor“ Birkeland Nielsen schafft Klarheit.

eclipsed: Wie ging das mit Breidablik los?

SOUNDS OF NEW SOMA - Der Fluch der Akribik

Auf bislang zehn Alben verfolgten Sounds Of New Soma immer wieder neue Ansätze, um dem Krautrock eine für das 21. Jahrhundert passende, moderne Gestalt zu verleihen. Mit „Musique Bizarre“ gehen sie erneut neue Wege.

2013 taten sich Alexander Djelassi und Dirk Raupach in Krefeld zum Duo Sounds Of New Soma zusammen. Bereits 2014 erschien das Debütalbum „Beyond The Acid Dream“. Mit dem von Dirk Raupach 2012 gegründeten Tonzonen-Label stand auch gleich die bestens geeignete Veröffentlichungsplattform parat. Die Riege der bei Tonzonen unter Vertrag stehenden Bands wuchs stetig an, ebenso der Backkatalog von Sounds Of New Soma. Nun – so dachten sich Djelassi und Raupach – war es Zeit für eine noch engere Zusammenarbeit. „Musique Bizarre“, das elfte Album von Sounds Of New Soma, beginnt noch ganz idyllisch mit Meereswellen und Möwengeschrei. Doch was dann folgt, erklären die beiden im eclipsed-Interview.

BEN CRAVEN erschafft Prog-Epen im Breitwandformat

Singende Multiinstrumentalisten, die ganze Alben ohne weitere Musiker eingespielt haben, gibt es nicht so viele – Paul McCartney, Phil Collins, Prince und Mike Oldfield sind sicherlich die bekanntesten Vertreter dieser Spezies. Auch der Australier Ben Craven, der soeben sein drittes Album „Monsters From The Id“ veröffentlicht hat, zählt zu dieser illustren Riege, denn der studierte Elektrotechniker aus Brisbane ist nicht nur ein guter Sänger, sondern besticht obendrein an diversen Instrumenten, wobei seine hochmelodiösen Gitarren-Soli bisweilen an Steve Hackett erinnern.

Im eclipsed-Interview berichtet Craven nicht nur über seinen schwierigen Weg zur „Ein-Mann-Band“, sondern auch seine mannigfaltigen Einflüsse und die australische Prog-Szene. Sogar Sigmund Freuds „Strukturmodell der Psyche“ kommt zur Sprache. 

PORCUPINE TREE - Das längste Comeback der Welt?


November 2021: Porcupine Tree geben überraschend bekannt, dass Ende Juni 2022 ihr neues Studioalbum „Closure/Continuation“ erscheinen wird – mehr als zehn Jahre nach der Veröffentlichung des Vorgängers „The Incident“ (2009) sowie nach unzähligen Solo- und anderweitigen Projekten von Steven Wilson, Richard Barbieri, Gavin Harrison und Colin Edwin und wiederholten Dementis bezüglich einer möglichen Reunion. Von Ende der 90er-Jahre an gehörten Porcupine Tree über ein Jahrzehnt lang zu den stilprägenden Bands des New Artrock, und ihr Einfluss ist in diesem Genre bis heute spürbar. Knapp zehn Jahre lang arbeitete die Band heimlich an dem neuen Album, von dem selbst Bassist Colin Edwin nichts wusste, der nun nicht mehr zur Band gehört.

BIRTH CONTROL - Die Rückkehr des Gammastrahls

Mit ihrem neuen Studioalbum „Open Up“ stehen Birth Control in bester Tradition: Rund 50 Jahre nach dem Erscheinen ihres Kultalbums „Hoodoo Man“ hat die Krautrocklegende, deren Einflüsse von Hardrock bis Prog reichen, ein Werk eingespielt, das alle Wünsche und Ansprüche von Fans wie Kritikern erfüllen dürfte. Wir sprachen mit Gitarrist Martin „Ludi“ Ettrich und Sänger Peter Föller über den langen Weg zu seiner Fertigstellung und die Rückkehr der Band ins Rampenlicht.

eclipsed: Euer neues Album steht am Start, viele Livetermine sollen folgen. Wie aufwendig war die Arbeit im Studio in dieser schwierigen Zeit? 

PAUL McCARTNEY - Ein nimmermüder Pop-Innovator

In seinem Klassiker „When I’m Sixty-Four“ machte sich Paul McCartney 1967 bereits im zarten Alter von 25 Jahren Gedanken über das Älterwerden. Am 18. Juni feiert Macca seinen 80. Geburtstag. Das von ihm besungene Lebensjahr, das ihm damals so weit weg und steinalt erschien, liegt bereits seit 16 Jahren hinter ihm, und dennoch wirkt er noch immer wie ein stets neugieriger Jungspund, den es, auch wenn er sich seines Status als lebende Rocklegende bewusst ist, nach wie vor zu neuen Ufern drängt. eclipsed gratuliert dem ehemaligen Beatle mit einer Würdigung seiner großen Karriere, die auch die experimentelle Seite seines musikalischen Schaffens ins Blickfeld nimmt.

ROBERT FRIPP - Auf ungeplanten Wegen zum vorbestimmten Ziel

Interviews mit Robert Fripp sind eine sehr seltene Angelegenheit. Somit war es eine große Ehre für eclipsed, vom King-Crimson-Mastermind eine exklusive Videoaudienz in seinem Arbeitszimmer gewährt zu bekommen. Anlass war sein Ende Mai veröffentlichtes 32-Disc-Boxset „Exposures“ über jene Zeit, die er das „Interregnum“ nennt: die Jahre zwischen 1974 und 1981, als Fripp nach der einstweiligen Auflösung von King Crimson als Solokünstler, durch verschiedene Kooperationen sowie mit dem Projekt The League Of Gentlemen von sich reden machte. Daneben erscheint Ende des Jahres ein anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von King Crimson entstandener Dokumentarfilm, der bereits im März auf dem SXSW Film Festival in Austin zu sehen war. Somit gab es genügend Gründe, mit Fripp über seine oft unterbewerteten, aber sehr ereignisreichen Solojahre zu sprechen.

GRAHAM NASH - Der Kämpfer

Er ist ein vitales Stück Musikgeschichte: Trotz seiner 80 Jahre strotzt der gebürtige Brite vor Idealismus und Tatendrang, engagiert sich sozialpolitisch und macht weiter bemerkenswerte Musik – wie in seiner gesamten 60-jährigen Karriere. Ob mit den Hollies (1962–1968), Crosby, Stills, Nash & (manchmal) Young (1969–2014) oder als Solist: Der weißhaarige Dauerbrenner hat über 70 Millionen Tonträger verkauft und mit vielen berühmten Kollegen gearbeitet. In seiner Wahlheimat New York gewährt er eclipsed ein rares Interview.

eclipsed: Graham, warum ein Album mit Live-Versionen von „Songs For Beginners“ (1971) und „Wild Tales“ (1973)?