JIMI HENDRIX zum 80. - Das große Geburtstags-Special

Am 27. November jährt sich zum 80. Mal der Tag, an dem einer der größten Individualisten der Rockgeschichte das Licht der Welt erblickte. Grund genug, ihn noch einmal ausgiebig zu würdigen. In seiner Laudatio stellt Ernst Hofacker die Einzigartigkeit des James Marshall „Jimi“ Hendrix in den Mittelpunkt, die so vielleicht nur in den Aufbruchjahren der späten Sechziger möglich schien. Wir lassen zudem mehrere Gitarristen zu Wort kommen.

PINK FLOYD - Hunde bellen, Schweine grunzen, Schafe mähen im Jahr 2022 lauter als je zuvor

Neben „The Dark Side Of The Moon“, „Wish You Were Here“ und „The Wall“ zählt „Animals“ zweifellos zu den vier großen Pink-Floyd-Werken – jenen  Alben, die ihren Status als eine der einfluss- und erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten begründeten. Gleichwohl wurde dieses Konzeptalbum nie mit der gleichen Aufmerksamkeit bedacht wie die drei anderen Werke. Ob die jüngst veröffentlichte, 2018 entstandene Neuabmischung daran etwas ändern wird?

ACHIM REICHEL - A.R.  & Machines - Erst verkannt, dann legendär

Anfang der 1970er-Jahre hatte Achim Reichel genug von Beatmusik und suchte nach anderen Ausdrucksmöglichkeiten. Auf diese sollte er rein zufällig stoßen: Als ein Gitarrenecho aus seiner Bandmaschine kam, brachte ihn dies auf den Gedanken, dass sich daraus doch neue Musik kreieren ließe. Gedacht, getan: Unter dem Namen A. R. & Machines nahm er in der Folge bis dahin ungehörte psychedelische Klänge auf. Was damals keine übermäßige Beachtung erfuhr, genießt heute Legendenstatus. 2017 ließ er mit einem A.-R.-&-Machines-Auftritt in der Hamburger Elbphilharmonie die alten Zeiten wieder aufleben. Nun wurde ein Album mit dem Konzertmitschnitt veröffentlicht.

DEVIN TOWNSEND - Vorhersehbar unvorhersehbar

Als Devin Townsend im März 2019 sein 18. Studiowerk „Empath“ veröffentlichte, war die Welt noch eine andere. Seitdem ist vieles im Wandel, und auch im Leben des inzwischen 50-Jährigen hat sich einiges verändert. Eine Konstante ist jedoch geblieben: Nach wie vor ist Devin Townsend stets für Überraschungen gut. Sei neues Album „Lightwork“ zeigt den Kanadier von seiner weichen, sensiblen Seite. 

Montagmorgen in Coquitlam, knapp 40 Autominuten vom Stadtzentrum Vancouvers entfernt: Devin Townsend ist wie immer mit mehreren Baustellen zugleich beschäftigt. So klingelt der Postbote während des Interviews gleich zweimal. Außerdem hat der Musiker die Handwerker im Haus, und die Umbauarbeiten an seinem Studio, in dem sein Musical-Projekt „The Moth“ vollendet werden soll, stehen kurz vor dem Abschluss.

CHICK COREA „Señor Mouse“: Würdigung eines Klavierzauberers

Wo soll man anfangen, wenn man über Chick Corea schreibt? Er war im wahrsten Wortsinn ein Jahrhundertkünstler, auch wenn sich der kleine Mann mit dem Schnauzbart und den munteren Mausaugen nie in den Vordergrund gedrängt hat. Die kürzlich erschienene Compilation „The Montreux Years“ (BMG/Warner) enthält insgesamt acht Tracks des im Februar letzten Jahres verstorbenen Pianisten, die zwischen 1988 und 2010 bei Auftritten auf dem berühmten Jazzfestival aufgenommen wurden. Doch seine Jahrzehnte währende Gipfelwanderung begann schon viel früher.

BJÖRK - Die Suchende

Sie hatte sich etwas rar gemacht: Fünf Jahre sind seit Björks letztem Album „Utopia“ vergangen. Jetzt meldet sich Islands Superstar mit „Fossora“ zurück. Hinter dem kryptisch anmutenden Titel verbirgt sich einmal mehr die Intention, etwas ganz anderes, wenn nicht Neues zu machen. Die Künstlerin selbst spricht von „organischem Techno“. Was sie damit meint? eclipsed hat nachgefragt.

Wer je das Vergnügen hatte, sich mit der 1,63-Meter-Frau aus Reykjavik zu unterhalten, weiß: Ihr überhaupt erst einmal gegenüberzusitzen, ist alles andere als einfach. Das zuständige Management praktiziert die hohe Kunst des Blockierens, sagt erst Termine zu und dann kurzfristig wieder ab, erklärt ihre Musik zum Staatsgeheimnis und schert sich wenig um Deadlines. Zum Glück ist die 56-Jährige, wenn man sie tatsächlich trifft, umso auskunftsfreudiger: Sie redet wie ein Wasserfall, lacht viel und gewährt tiefe Einblicke in ihre Welt. 

SIMON McBRIDE - Gitarrenkämpe alten Schlags

Es hatte sich bereits abgezeichnet. Deep Purple wirkten in den letzten Jahren etwas müde, ihre Kracher kamen nicht mehr mit derselben Kraft rüber wie in den vergangenen Jahrzehnten. Als Gitarrist Steve Morse sich im Juli dieses Jahres eine Auszeit nahm, um seiner an Krebs erkrankten Frau zur Seite zu stehen, holte die Band als Ersatz den 43-jährigen Nordiren Simon McBride ins Boot – und erhob sich in der Folge wie ein Phönix aus der eigenen Asche. Seit September ist es nun offiziell, dass McBride kein Lückenfüller, sondern nach Ritchie Blackmore, Tommy Bolin und Steve Morse der vierte offizielle Gitarrist von Deep Purple ist (sofern man Joe Satriani nicht mitzählt, der 1993/94 mit der Band tourte). Sein im Mai erschienenes neues Soloalbum heißt „The Fighter“, und entsprechend dem Titel betätigt McBride sich nicht nur darauf als „Kämpfer“ für den klassischen Hardrock der 70er.