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JONATHAN JEREMIAH lebt allein für seine Kunst

Nicht jeder Musiker lebt in Saus und Braus. Bestes Beispiel: Der 45-jährige Jonathan Jeremiah aus dem Nordwesten der britischen Hauptstadt. Jeremiah fährt Bus und Bahn, lebt von Luft und Liebe und macht großartige epische Alben mit einem Mini-Budget. So auch sein sechstes Werk „We Come Alive“.

eclipsed: Jonathan, erkläre uns deine Faszination für Orchester-Pop?

Jonathan Jeremiah: Es ist ein unglaubliches Erlebnis, mit einem Ensemble zu arbeiten. Da wird dir schlagartig bewusst, wie schön Musik sein kann. Und ich habe mein ganzes Leben versucht, Schönheit zu finden. Was wohl daran liegt, dass ich mit einer Menge Beton aufgewachsen bin. Dann habe ich die Musik meiner Eltern entdeckt: Serge Gainsbourg, John Barry, Nick Drake – Sachen, die deinen Geist erweitern.

eclipsed: Mehr als Rockmusik?

BOB DYLAN - Die Mutter aller Trennungsalben

1975 veröffentlicht Bob Dylan „Blood On The Tracks“, das fortan gerne als die „Mutter aller Trennungsalben“ bezeichnet wird. Gemeinsam mit dem ein Jahr später erschienenen Nachfolgewerk „Desire“ ragt diese Platte wie ein Monolith über die ansonsten eher triste 70er-JahreLandschaft Dylans. Aber auch konzeptionell ist „Blood On The Tracks“ im Schaffen des Songwriters einzigartig. Zum 50. Jubiläum begeben wir uns auf die Suche nach einem Meisterwerk der Rockgeschichte.

JOHN MCLAUGHLIN - Der Schlussakkord?

John McLaughlin ist nicht nur im Jazz eine Institution. Legionen von Gitarristen verschiedener Generationen von Jazz bis Prog, von Metal bis Klassik, von Punk bis Avantgarde nennen ihn als maßgeblichen Einfluss. Über fünfeinhalb Jahrzehnte nach seinem Debüt vollführt der 83-Jährige mit dem Doppelalbum „Live At Montreux Jazz Festival 2022“ einen „großen Zapfenstreich“ in eigener Sache. Oder ist es nur ein Vorgeschmack auf noch Kommendes?

MICHAEL SCHENKER GROUP - Sechs Saiten für ein Halleluja

Ein neues Album eines der wichtigsten Rockgitarristen der letzten 50 Jahre ist natürlich immer ein Grund für ein Interview – zumal dann, wenn es sich dabei um einen weltweit verehrten Musiker aus Deutschland handelt. So baten wir den ehemaligen Scorpions- und UFO-Mitstreiter Michael Schenker, der mit seinen eigenen Projekten mindestens ebenso einflussreich ist wie jene beiden Bands, zum Gespräch über sein neues Werk „Don’t Sell Your Soul“, aber auch über Vergangenes und in Zukunft Anstehendes.

WALTER TROUT "Ich bin immer noch hier"

Walter Trouts Karriere nahm vor allem in den 1980er-Jahren Fahrt auf. Damals spielte er Leadgitarre bei der legendären Bluesband Canned Heat. Es folgte ein mehrjähriges Engagement bei John Mayall & e Bluesbreakers, ehe er 1989 seine Sololaufbahn startete. Nun erschien sein 21. Solostudioalbum.

Auf „Sign Of The Times“ übt der 74-jährige, in New Jersey geborene Wahlkalifornier schonungslos Kritik am Umgang der Menschen mit der Natur sowie an neuen Technologien und den davon ausgehenden Gefahren. Satirisch, wütend und trotz allem hoffnungsvoll lässt er die Hörer auch an den persönlichen Herausforderungen teilhaben, die er im Hinblick auf seine Gesundheit, die Gesellschaft und sein Leben als Musiker zu meistern hatte.

ARJEN ANTHONY LUCASSEN - Im Angesicht des Weltuntergangs

Dreizehn Jahre sind seit der Veröffentlichung von Arjen Anthony Lucassens letztem echten Soloalbum „Lost In The New Real“ vergangen – eine Zeitspanne, in der er vor allem mit Ayreon zu neuen Höhenflügen ansetzte. Nun erschien „Songs No One Will Hear“ – ein Konzeptalbum, über dem die Frage steht: „Was würden die Menschen tun, wenn sie aufgrund eines Asteroideneinschlags nur noch fünf Monate zu leben hätten?“ Die Antworten sind ebenso vielfältig wie die musikalische Bandbreite.

eclipsed: Hallo, Arjen, schön, dich wiederzusehen! Entschuldigung, Sir Arjen natürlich!

MIRADOR - Whole Lotta Riffs

Eigentlich wartet die Rockwelt sehnsüchtig auf ein neues Greta Van Fleet - Album – den Nachfolger zu „Starcatcher“ vom Juli 2023. Der sei, so Gitarrist Jake Kiszka, auch in Arbeit. Doch zuvor schiebt er noch ein kleines, aber feines Nebenprojekt ein: Mirador, an der Seite von IdaMae-Mastermind Chris Turpin. Eines der spannendsten Rockalben 2025 – vom Newcomer-Act der Stunde.

Es ist der 27. Dezember 2018: Greta Van Fleet treten drei Abende hintereinander im ausverkauften Fox Theatre in Detroit auf – 93 Meilen südlich ihrer damaligen Heimatstadt Frankenmuth. Der vorläufige Höhepunkt ihrer ersten Headliner-Tour zur Veröffentlichung ihres Major-Debüts „Anthem Of The Peaceful Army“. Im Vorprogramm: Ida Mae aus England. Ein Duo, bestehend aus dem Ehepaar Stephanie Jean Ward und Chris Turpin, das einen ähnlichen Sound aufweist wie die Greta-Brüder – nur etwas folkiger.