DREAM THEATER - Der Traum vom großen Theater

Überwältigend! Zwar standen Dream Theater noch nie in dem Ruf zu kleckern, aber was sie mit „The Astonishing“ vorlegen, ist nun wirklich ein gewaltiges Opus, ein Konzeptalbum in zwei Akten. Es ist der Versuch der New Yorker Progressive-Metal-Fürsten, ein Werk zu erschaffen, das die Band und ihre Musiker überdauern wird. Entsprechend motiviert sind die Macher John Petrucci und Jordan Rudess sowie Sänger James LaBrie, ihre neue Platte anzupreisen.

WITCHCRAFT - Atmosphärisches Hexenwerk

Mit ihrem fünften Album „Nucleus“ ist Witchcraft ein erstaunlicher Wurf gelungen, der von uns in der letzten Ausgabe mit dem Titel „Album des Monats“ belohnt wurde. Denn die Band aus dem mittelschwedischen Örebro setzt nicht (mehr) nur auf die Retro-Doom-Keule, sondern sie verwebt Einflüsse von Led Zeppelin über Captain Beyond und Jethro Tull bis zu Witchfinder General oder Pentagram zu einem berauschenden, atmosphärischen Siebzigersound.

FLEETWOOD MAC - Ausweg aus dem Erfolg

Es war eine verdammt schwere Geburt: Was sollte auf „Rumours“, das hochgelobte, in astronomischen Stückzahlen verkaufte, Grammy-dekorierte Album aus dem Jahr 1977 noch folgen? Fleetwood Mac gaben die Antwort zwei Jahre später mit der Doppel-LP „Tusk“ – kommerziell nicht so erfolgreich wie der Vorgänger, bot sie eine Reihe experimenteller Ansätze, die überwiegend dem musikalischen Ideenreichtum Lindsey Buckinghams entsprangen.

AVANTASIA - Episch und wild

Einst von Tobias Sammet als Allstar-Seitenprojekt der Band Edguy ins Leben gerufen, dienen ihm Fantasia seither als Ventil für seine „Metal Opera“-Fantasien. Doch Avantasia sind längst zu einer eigenständigen, festen Größe geworden. „Ghostlights“ heißt ihr jüngstes, rundherum überzeugendes Werk. Es wartet wie gewohnt mit einer Menge illustrer Gastvokalisten auf.

The Art Of Sysyphus Vol. 85

WITCHCRAFT - The Outcast (edit) (4:57)
Album: Nucleus (2016)
Label/Vertrieb: Nuclear Blast/Warner
www.nuclearblast.de  

Die Zeiten in denen man Witchcraft Stempel wie Doom oder Stoner aufdrücken konnte, sind ab “Nucleus” vorbei. Die Schweden haben ein Album geschaffen, dass stilistisch so vielfältig ist, wie detailverliebt. Das ist Retro und modern zugleich. Das Album des letzten Monats ist eine Platte zum Hineinverlieben!

MERCURY REV - Im Dienste der Romantik

eclipsed: Die große Überraschung ist ja zunächst, dass es nach sieben Jahren überhaupt eine neue CD von Mercury Rev gibt. Anfänglich klingt sie ganz anders als frühere Platten von euch, aber bei jedem weiteren Hören kommt der Mercury Rev-Sound besser zum Tragen ...

Jonathan Donahue: Die Platte kam zu uns. Wir haben in den sieben Jahren seit der letzten CD unablässig gespielt und waren auf Tour. Aber wir leben in den Bergen und haben ein anderes Zeitgefühl als im Musikgeschäft üblich. Sieben Jahre sind in der Musikwelt eine Unendlichkeit. Für uns ist das jedoch gar nichts. Wir haben lange an der Platte geschrieben. Vor etwa anderthalb Jahren nahm sie Gestalt an. Wir gingen ins Studio, und was dann folgte, ging ganz schnell.

eclipsed: Wie habt ihr die Mercury-Rev-Trademark-Fallen vermieden?