Eine bedrückende Lebensphase hat bei Mariusz Duda neue kreative Energien freigesetzt – mit Riverside und LUNATIC SOUL

Eine bedrückende Lebensphase hat bei Mariusz Duda neue kreative Energien freigesetzt – mit Riverside und LUNATIC SOUL

Mitte Juni. Einen Interviewtermin mit Mariusz Duda zu bekommen, ist derzeit extrem schwer. Seit März befinden sich Riverside im Studio Serakos in Warschau, um an ihrem siebten Album „Waste7and“ zu feilen, dem ersten ohne den Anfang 2016 verstorbenen Gitarristen Piotr Grudziński. Zudem muss sich die Band auch noch auf drei Sommerfestivals vorbereiten. Für eclipsed nimmt sich Duda dennoch viel Zeit, erklärt, warum das aktuelle Lunatic-Soul-Album „Under The Fragmented Sky“ für ihn „zwischen Leben und Tod“ steht, und beschreibt, wie sich Riverside mit „Waste7and“, das voraussichtlich Ende September erscheinen wird, neu erfunden haben.

eclipsed: Mariusz, du trägst deine Gefühle stets absolut ehrlich durch deine Musik nach außen. Diesen Mut zur Verwundbarkeit schätzen deine Fans an dir.

Nach der Großtat „Pure Comedy“ schaltet FATHER JOHN MISTY mehrere Gänge zurück

Nach der Großtat „Pure Comedy“ schaltet FATHER JOHN MISTY mehrere Gänge zurück

Josh Tillman gibt zu seinem neuen Album „God’s Favorite Costumer“ keine Interviews. Warum auch, wird er sich gedacht haben, immerhin hat er sich für den nicht einmal ein Jahr alten Vorgänger „Pure Comedy“ ohne Rücksicht auf Verluste ins Mediengetümmel gestürzt. Plötzlich war seine Kunstfigur Father John Misty in aller Munde, nicht nur die Musikpresse, auch die Feuilletons wurden auf den Singer-Songwriter aufmerksam. Und der hatte auch ein wirklich wunderbares Album erschaffen, das an den West-Coast-Pop der 70er erinnerte, an grüblerische, schüchterne Songwriter wie James Taylor oder Jackson Browne. Kein Wunder, war „Pure Comedy“ doch in enger Zusammenarbeit mit dem Produzent (und aktuellen Roger-Waters-Tourgitarrist) Jonathan Wilson entstanden, der eine Art Gralshüter dieses Sounds ist, wie nicht nur dessen eigenen, sondern auch die von ihm betreuten Platten der Band Dawes beweisen. Auch Spuren des frühen Elton John waren auf dem Album zu vernehmen.

Sozialisiert im Klangbiotop Los Angeles, verleiht KAMASI WASHINGTON dem Jazz ein kosmisches Antlitz

Sozialisiert im Klangbiotop Los Angeles, verleiht KAMASI WASHINGTON dem Jazz ein kosmisches Antlitz

Das Wort Jazz bedeutet Kamasi Washington nicht viel. Es ist eben nur ein Wort. Mit seiner Musik will er ausdrücken, wofür Worte nicht ausreichen. Eine gewisse Neigung zum Gigantismus kann man ihm nicht absprechen, denn Kamasi Washington will nicht weniger als die Welt verändern. Aber geht das denn? Dafür greift er zugleich nach den Sternen und zum Erdkern.

Bei RIVERSEA macht der Text die Musik, während wechselnde Gitarristen für Abwechslung sorgen

Bei RIVERSEA macht der Text die Musik, während wechselnde Gitarristen für Abwechslung sorgen

Wer in diesen Tagen nach England telefoniert, kommt schnell auch auf die Fußball-WM zu sprechen. Ehe wir Riversea-Keyboarder Brendan Eyre zum neuen Album der Band „The Tide“ befragen können, löchert er den deutschen Interviewer. Als Fan von Manchester City könne er nicht verstehen, dass Joachim Löw City-Stürmer Leroy Sané nicht mit nach Russland genommen habe: „Ist das was Persönliches?“ Die Antwort (starke Konkurrenz auf seiner Position) überzeugt Eyre nicht so recht. Aber egal. Wir wollen ja eigentlich über Musik sprechen! Der Nachfolger des starken Debüts „Out Of An Ancient World“ bietet ausreichend Gesprächsstoff.

DESERT MOUNTAIN TRIBE - Per Billigflug zum neuen Album

DESERT MOUNTAIN TRIBE - Per Billigflug zum neuen Album

Das neue Album „Om Parvat Mystery“ von Desert Mountain Tribe hat eine kuriose Entstehungsgeschichte. eclipsed sprach mit Philipp Jahn, dem deutschen Bassisten des Londoner Trios, über die Hintergründe des Albums, das den bisherigen Stilmix des Debüts „Either That Or The Moon“ noch erweitert und nun TripRock, Independent, New Artrock, Space Rock, Ethno, Industrial und Shoegaze verquirlt.

eclipsed: Woher kommt diese große Vielfalt auf „Om Parvat Mystery“?

Philipp Jahn: Wir mögen es eben abwechslungsreich. Wir wollten zwar kein monotones Brett, dennoch ist diese Vielfalt unbewusst entstanden.

eclipsed: Welche Veränderungen gab es im Vergleich zum Vorgängeralbum?

SPECIAL-CD „1968”, eclipsed-Sampler Juli/August 2018

THE BEATLES - Das Weiße Album

THE BEATLES - Das Weiße Album

1968 war ein Jahr des Umbruchs. Auch im Lager der berühmtesten Band von allen: Als die Beatles im Frühling mit der Arbeit am „Sgt. Pepper“-Nachfolger begannen, war kaum noch etwas wie zuvor – vor allem dies nicht: John, Paul, George & Ringo waren keine Gang mehr, sondern vier erwachsene junge Männer. Eine Tatsache, die „The Beatles“ jedoch nicht schaden sollte. Wir besehen uns im Folgenden Voraussetzungen, Wesenhaftigkeit und Folgen der Platte, die unter dem inoffiziellen Titel „Weißes Album“ berühmt geworden ist.

SPOCK’S BEARD - Der lange Lauf zu sich selbst

SPOCK’S BEARD - Der lange Lauf zu sich selbst

Promotion ist für Musiker ein notwendiges Übel. Für das Interview mit eclipsed unterbricht Spock’s-Bears-Bassist Dave Meros aber sogar seinen Nachmittagsspaziergang. Am 25. Mai veröffentlichen die Kalifornier ihr 13. Studioalbum „Noise Floor“ plus eine EP mit weiteren vier Songs. Meros erläutert, warum er das für eine gute Idee hält, sinniert darüber, wie sich Spock’s Beard in den rund 26 Jahren ihres Bestehens entwickelt haben, und klärt auf, ob und wie es mit dem alten und neuen Schlagzeuger Nick D’Virgilio weitergeht.