WHITESNAKE - Vierzig Jahre durchgeschlängelt

Aus der Asche von Deep Purple entstiegen Mitte bis Ende der Siebzigerjahre einige der spannendsten Bands der Rockgeschichte: nach Rainbow (1975) die Ian Gillan Band (1975), die 1978 zur NWOBHM-Truppe Gillan mutierte, Paice Ashton Lord, kurz PAL, (1976) und schließlich Whitesnake (1978). David Coverdales Truppe sollte die Erfolgsleiter bisweilen höher erklimmen als das Mutterschiff. Die Band des Schlangenbeschwörers hat sich seit ihrer Gründung vor vierzig Jahren etliche Male gehäutet, ist bis heute aber ein gefährliches Rockreptil geblieben.

Aufbaukurs „Erwachsenwerden“ - Drei Jahre nach dem Album „Songs Of Innocence“ veröffentlichten U2 die Fortsetzung

Kein U2-Album ist bislang von der Presse derart hämisch seziert worden wie „Songs Of Experience“. Manch ein Kritiker urteilte zwar mit größerem Augenmaß, doch als ein Meisterwerk wird die vierzehnte Studioarbeit der irischen Superstars sicher nicht in die Geschichte eingehen. U2 gehen mit ihrem zeitgenössischen Stadiosound auf Nummer sicher, versuchen sich aber gleichzeitig jüngeren Hörern anzubiedern. Das gibt Bono auch unumwunden zu. So erklärte er unlängst, dass man in Zeiten von Spotify mehr an der Qualität des einzelnen Songs arbeiten müsse, damit er ins Radio komme. Die Zeiten klar definierter Singles seien schließlich vorbei.

Musikalischer Outlaw - ERIK COHEN kombiniert Hardrock mit deutschen Texten

Erik Cohen ist eine Kunstfigur, dies betont der Sänger, der auf den bürgerlichen Namen Daniel Geiger hört, immer wieder. „Er ist definitiv ein musikalischer Outlaw, der auch mal mit dem Kopf durch die Wand geht. Wie ‚Theo gegen den Rest der Welt‘“, erklärt er in Anspielung auf den 80er-Jahre-Film mit Marius Müller-Westernhagen. Mit Kunstfiguren kennt sich Geiger indes aus, seiner Band Smoke Blow steht er seit vielen Jahren als Frontmann Jack Letten vor. Als sich Smoke Blow 2010 dann entschlossen, in den Teil-Ruhestand zu gehen – sie veröffentlichen keine Alben mehr, spielen aber noch hier und da Konzerte –, schlug die Geburtsstunde von Erik Cohen...

Liebe „All“-gegenwärtig - Meister Yoda hat das neue Album der BLACK SPACE RIDERS beeinflusst

Thematisch dreht sich diesmal alles um den ewigen Kampf Gut gegen Böse. Er entbrennt um „Amoretum“, so der Albumtitel, ein Garten Eden irgendwo im All, der letzte Ort seiner Art. Ein Konzeptalbum also? „Nein, eher ein Liederzyklus um eine Idee herum“, erklärt Sänger und Gitarrist  JE. Wie schon „Refugeeum“ ist auch der Titel „Amoretum“ ein Kunstwort, das auf den Inhalt hinweist; es setzt sich aus „Amore“ (Liebe) und „Aboretum“ (ein geschützter Garten oder Park) zusammen.

The Art Of Sysyphus Vol. 96

MAGNUM - Forbidden Masquerade (4:58)
Album: Lost On The Road To Eternity (2018)
Label/Vertrieb: Steamhammer/SPV
www.magnumonline.co.uk

Ein Volltreffer nach dem Anderen. Kein MAGNUM-Album der Neuzeit liefert soviel Klassiker-verdächtigen Stoff wie „Lost On The Road To Eternity“. „Forbidden Masquerade“ beginnt etwa, als wäre es ein „Lost“-Track von „On A Storyteller's Night“ (1985), doch MAGNUM haben hier und auf dem Album noch einiges mehr zu bieten.

Trackpremiere: WEDGE "Killing Tongue"

Die Berliner Classic Rocker WEDGE werden am 9.2. ihr neues Album "Killing Tongue" herausbringen und ab Januar geht´s auf große Tour. Seht hier das erste Video zu dem Song "Lucid"...

Die Band dazu:

PINK FLOYD - Die Farm der Tiere

Vor vierzig Jahren erschienen, ist „Animals“ sicherlich nicht das typischste Album von Pink Floyd. Dafür ist es viel mehr als nur eine Platte. Aus der Distanz von vier Jahrzehnten ist „Animals“ das Psychogramm einer Gesellschaft, die extremen politischen, ökonomischen und kulturellen Umwälzungen unterworfen war. Gleichzeitig ist es das frühe Fazit der Musik eines Jahrzehnts zwischen Progressive Rock und Punk. Im Folgenden ergründen wir den Wesenskern der Platte, mit der die Band ein für sich neues Terrain eroberte, und untersuchen, welche Kräfte auf das Album eingewirkt haben und welche es entfesselt hat.

A.R. & MACHINES - Die unglaubliche Reise in einer verrückten Maschine

„Vom Teenytröster zum Spitzenmusiker“ – diese Überschrift stellte der „Kölner Stadtanzeiger“ 1973 seinem Artikel über Achim Reichel voran. Auch heute verbindet man den Hamburger Musiker zunächst mit den als „deutsche Beatles“ apostrophierten Rattles. Kaum bekannt ist, dass Reichel Gruppen wie Novalis oder Ougenweide produziert und vor allem eine psychedelische Vergangenheit hat: Als A.R. & Machines veröffentlichte er von 1971 bis 1974 fünf experimentelle Studioalben. Die jüngst veröffentlichte Zehn-CD-Box „The Art Of German Psychedelic (1970-1974)“ präsentiert diese Arbeiten sowie Archivmaterial.