KING CRIMSON - Im steten Fluss

KING CRIMSON - Im steten Fluss

Kaum eine Band erfindet sich mit einer solchen Konsequenz neu wie King Crimson. Bandmonarch Robert Fripp hat es in den letzten fünf Jahrzehnten verstanden, seine stetig wechselnde Musikerschar immer wieder auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören und so die englische Rockinstitution relevant zu halten. Die zunächst skeptisch beäugte Liveformation mit drei Schlagzeugern feiert große Erfolge, und so gehen King Crimson 2018 auf ihre längste Tour seit 15 Jahren.

Recycling -THE DECEMBERISTS

THE DECEMBERISTS - Recycling

Wie doch die Zeit vergeht. Vier Jahre ist es schon wieder her, dass the Decemberists ihre Fans mit „What A Terrible World, What A Beautiful World“ verzauberten. Aber einige Songs des letzten Werks tragen so lange, dass es sich gar nicht so lange anfühlte, zumal man die Wartezeit ja sehr profund mit der EP „Flora Songs“ und dem Seitenprojekt „Offa Rex“ verkürzte. Auf ihrer neuen CD stellt sich die Band aus Portland, Oregon, nun völlig neu auf. Nicht personell, aber klanglich. Die Songs gehen weg vom Folk und nähern sich dem Glamrock der Seventies zwischen T.-Rex und Gary Glitter an, erinnern teilweise an Giorgio Moroder und manchmal an gut produzierten Pop-Mainstream. Hin und wieder blitzt auch noch der gewohnte Folk-Esprit auf. Ober-Dezemberer Colin Maloy ist immer für eine Überraschung gut.

Ein halbes Jahrhundert nach der Bandgründung: Andy Scott geht mit SWEET auf Geburtstagstour – und denkt gar nicht ans Aufhören

Ein halbes Jahrhundert nach der Bandgründung: Andy Scott geht mit SWEET auf Geburtstagstour

Höchstens zehn Jahre gab Andy Scott The Sweet, als er 1970 in die Band einstieg – nun unternimmt der Gitarrist eine Jubiläumstour anlässlich der Bandgründung vor 50 Jahren. Der 68-Jährige, der die Formation einst vom Bubblegum-Pop über Glamrock zum Hardrock führte, hätte gern gemeinsame Geburtstagskonzerte mit dem Bassisten Steve Priest gespielt, der mit einer Gruppe gleichen Namens vornehmlich in den USA unterwegs ist. Doch dazu wird es nicht kommen, wie Scott im Gespräch mit eclipsed bedauert.

eclipsed: Mal ehrlich: Hast du dir vorstellen können, 2018 auf diese Geburtstagstour zu gehen, als du damals zu The Sweet gekommen bist?

Andy Scott: Nein, natürlich nicht.

eclipsed: Vor einigen Jahren hast du schon mal eine letzte Sweet-Tour angekündigt. Wie ist die Situation jetzt, wird The Sweet weitermachen?

Die MANIC STREET PREACHERS setzen wieder mehr auf Melodien, geben sich aber kampfeslustig wie eh und je

Die MANIC STREET PREACHERS setzen wieder mehr auf Melodien, geben sich aber kampfeslustig wie eh und je

„Es ist ziemlich laut hier“, entschuldigt sich Schlagzeuger Sean Moore gleich zu Beginn des Telefonats. Im neuen Studio der Band werde gerade gebaut. Tatsächlich hämmert und bohrt es im Hintergrund. Angesichts des ungeschriebenen Gesetzes der Manic Street Preachers, einem konventionelleren Album stets ein experimentelles folgen zu lassen, liegt allerdings die Frage buchstäblich in der Luft, ob die Geräuschkulisse nicht auch Inspiration für das nächste Werk sein könnte. „Warum eigentlich nicht?“, entgegnet Moore lachend. „In den 80ern habe ich sehr viel Einstürzende Neubauten gehört, die habe ich richtig geliebt. Vielleicht sollten wir wirklich mal über einen neuen Sound nachdenken!“

CD-SAMPLER: Songperlen & Progperlen

CD1 (White Album): "Song-Perlen"

The Musician's Choice: Nine Great Songs from the eclipsed Musicians Poll, eclipsed 05/18 (200. Ausgabe)
 
1. SUFJAN STEVENS - Come On! Feel The Illinoise! (6:45)
Album: Illinois (2005)
Label/Vertrieb: Asthmatic Kitty/Cargo
https://sufjan.com

TRAIL - 100% Live, 100% DIY

TRAIL - 100% Live, 100% DIY

Trail sind ein neues Quartett (Hergen: Gitarre, Henning: Gitarre, Jan: Bass und Nils: Drums) aus Darmstadt, das sich selbst auf der eigenen Website www.trailmusic.de die fünf Attribute Psychedelic, Stoner, Blues, Post und Rock verpasst hat und nun mit „Spaces“ ein Debütalbum vorlegt, dass eine furiose Mischung aus Stonerrock, New Artrock und Alternative Rock präsentiert. eclipsed stellte die Band im Proberaum zur Sprache.   

eclipsed: Seit drei Jahren gibt es Trail. Wie fühlt es sich an, plötzlich ein Album veröffentlicht zu haben?

Henning: Bei uns ist es was Besonderes, weil drei von uns Vieren schon seit 15 Jahren Musik zusammen machen. Wir machen nur noch die Musik, worauf wir Lust haben. Alles ist zwanglos gestaltet. Dass daraus jetzt ein Album entstanden ist, ist eine tolle Sache. Und dass es auf so eine positive Resonanz stößt, das feiern wir hier ganz gut ab.

Auf dem Pfad der Tugend mit VVLVA

„Eine echte Retrorock-Überraschung!“ Das Urteil von eclipsed-Autor Walter Sehrer über Vvlva ist eindeutig. Das junge Aschaffenburger Quintett mit dem expliziten Bandnamen lässt sich ähnlich wie zuletzt Siena Root vom Hardrock der frühen Siebziger inspirieren, als bei Bands wie Deep Purple und Uriah Heep die Hammond mächtig röhrte und mit einer Heavy-Gitarre im Duett sang. Eine kräftige Prise Psychedelic hat man der Würzmischung auf dem Debüt „Path Of Virtue“ zudem noch beigefügt. Zusätzlich zum Heft-Interview gibt es bei uns Online-exklusiv ein ausführliches Gespräch mit Sänger Tobias Ritter.

eclipsed: Was hat euch zu dem Namen Vvlva bewogen? Was bedeutet er für euch, in einer Band, in der ausschließlich junge Herren beteiligt sind? Ist da vielleicht auch ein bisschen gewollte Provokation dahinter, wie zum Beispiel ähnlich den Jungs von Black Pussy?

Trackpremiere: FREQUENCY DRIFT "Letters to Maro"

FREQUENCY DRIFT entfesseln auf ihrem neuen Album "Letters to Maro" (VÖ 13.04.) einen cineastisch anmutenden Sound, der beim Hörer allein durch die Macht seiner Klänge eine Bildabfolge von Verlust, Vergessen und Bewältigung entstehen lassen will. Hört hier bei uns exklusiv einen Vorabtrack...