RIVERSIDE-Gitarrist Piotr Grudziński überraschend verstorben

Die Prog-Gemeinde trauert um einen ihrer besten Gitarristen. Wie Riverside gestern auf ihrer Facebook-Seite mitteilten, verstarb Gründungsmitglied Piotr Grudziński am Sonntag völlig überraschend und unerwartet mit nur 40 Jahren. „Mit großem Schmerz und Unglauben müssen wir euch mitteilen, dass unser lieber Freund und Bruder Piotr Grudziński uns heute Morgen verlassen hat. Wir bitten euch um den Schutz der Privatsphäre von Familie und Freunden.“ Mit Riverside hatte Grudziński seit 2003 sechs Alben veröffentlicht, darunter auch das bahnbrechende „Second Life Syndrome“ (2005) mit seinem gigantischen Titelsong. Songs wie „Under The Pillow“, „We Got Used To Us“ oder „The Same River“ krönte er stets mit gefühlvoll-magischen Gänsehautmomenten.

Über sein eigenes Spiel erzählte Grudziński 2009 gegenüber dem eclipsed-Magazin: „Geschwindigkeit und technische Perfektion haben mich nie sonderlich interessiert. Ich bin immer auf der Suche nach Klängen und Melodien, die direkt Herz und Seele berühren. Deshalb verehre ich auch David Gilmour so sehr, denn er schafft es nach wie vor auf unnachahmliche Weise, mit nur ein paar Noten unglaublich viel zu sagen.“ Wie es mit Riverside weiter geht, ist noch nicht bekannt, auch über die genaue Todesursache herrscht noch Ungewissheit. Im April sollte der nächste Abschnitt der „Love, Fear And The Time Machine“-Tour in Polen beginnen. Im Sommer war die Band auch für das Burg Herzberg Festival bestätigt.

Steven Wilson, selbst Gitarrist und ein enger Freund der polnischen Band, betrauert den Tod Grudzińskis ebenfalls auf seiner Facebook-Seite: „Mein tiefstes Mitgefühl geht an die Familie und die Freunde von Riverside-Gitarrist und Gründungsmitglied Piotr Grudziński, der letzte Nacht im Alter von 40 Jahren verstarb. Ich weiß, dass viele meiner Hörer ebenfalls Fans dieser wunderbaren Band sind, ich selbst zähle mich auch dazu. Ein weiterer trauriger Verlust eines außergewöhnlichen Musikers, in diesem Fall umso schockierender, weil er noch so jung war. Ruhe in Frieden.“ (Mike Borrink)


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