Tags

DAVID BOWIE - Dead and alive

16. Januar 2017

Am 8. Januar 2016 erschien „★“. Das gewagte finsterfarbene Jazz/Rock/Elektronik-Konstrukt wurde weltweit gefeiert. Zwei Tage später starb sein Schöpfer, das Feuer des unnachahmlich funkelnden Solitärs war erloschen. Die Musik des David Bowie aber lebt weiter. Jetzt, am 8. Januar, wäre der Mann mit den vielen Gesichtern siebzig geworden. Dieser Jahrestag ist uns ein lichtes, positives Signal. Anhand von fünf seiner Studioalben, die 2017 ebenfalls Jubiläum feiern, erinnern wir an die sagenhafte Wandlungsfähigkeit und kreative Neugier des Engländers.

eclipsed Nr. 178 / 3-2016

31. Dezember 2016

GENESIS - 40 Jahre „A Trick Of The Tail“

Natürlich war es ein Wagnis: Genesis ohne Peter Gabriel, ohne seinen herausragenden Sänger und Texter, ohne seinen Frontmann und vermeintlichen Vordenker? Das war schwer vorstellbar anno 1975, als die fünf Engländer gerade mit ihrem ebenso großspurigen wie großartigen Konzeptwerk „The Lamb Lies Down On Broadway“ durch die USA und Europa tourten. In relativ kurzer Zeit mussten Tony Banks, Michael Rutherford, Phil Collins und Steve Hackett mit der neuen Situation klarkommen. Doch während die britische Musikpresse bereits Nachrufe auf Genesis schrieb, spielten sie ein Album ein, das das erfolgreichste ihrer bisherigen Karriere werden sollte: „A Trick Of The Tail“.

WOLFMOTHER - Eine Schippe mehr

Zehn Jahre ist es her, dass eine junge Band aus Australien den Thron im Heer junger Retro-Rocker eroberte. Am Debütalbum von Wolfmother kam 2005 kein Rockfan vorbei, so infektiös wirkte ihr groovemächtiger Riff-Rock der Bauart Black Sabbath und Led Zeppelin. Jetzt legt Wolfmother-Chef Andrew Stockdale das vierte Album vor und präsentiert sich darauf in feiner Form.

eclipsed Nr. 177 / 2-2016

31. Dezember 2016

R.I.P. DAVID BOWIE - Blackstar is beautiful

Als David Bowie 2013 nach knapp zehnjähriger Pause sein Comebackwerk „The Next Day“ veröffentlichte, war dies eine mittlere Sensation. Der Mann, der wie kein anderer Rockkünstler neue Strömungen aufsaugte und eigene Trends setzte, klang darauf noch mal wie ein Junger. Nur drei Jahre später fabrizierte der britische Wahl-New-Yorker ein weiteres Album, das gleichzeitig sein Abschiedswerk werden sollte. „★“ (gesprochen: Blackstar) wird von einem ebenso minimalistischen wie markanten Cover geziert, dem ersten, auf dem der Künstler nicht selbst zu sehen ist. Unter dem schwarzen Stern tummeln sich fünf kryptische Zeichen – die bei genauem Hinsehen den Namen BOWIE ergeben.

DREAM THEATER - Der Traum vom großen Theater

Überwältigend! Zwar standen Dream Theater noch nie in dem Ruf zu kleckern, aber was sie mit „The Astonishing“ vorlegen, ist nun wirklich ein gewaltiges Opus, ein Konzeptalbum in zwei Akten. Es ist der Versuch der New Yorker Progressive-Metal-Fürsten, ein Werk zu erschaffen, das die Band und ihre Musiker überdauern wird. Entsprechend motiviert sind die Macher John Petrucci und Jordan Rudess sowie Sänger James LaBrie, ihre neue Platte anzupreisen.

DAVID BOWIE - Bye-bye Spaceboy!

17. Februar 2016

Sein Tod kam für die Öffentlichkeit völlig überraschend. Er hinterlässt eine klaffende Lücke in der internationalen Rockszene. Denn David Bowie war weit mehr als ein gewöhnlicher Musiker – er war Visionär, Künstler und Ikone. Er war ein Sinnbild für Wandlungsfähigkeit, perfekte Selbstinszenierung und brillante Songs. Meistens jedenfalls. Marcel Anders formuliert ein sehr persönlich gefärbtes Farewell für den legendären Star...

DAVID BOWIE „★“

21. Januar 2016

Dass David Bowie nach seinem Comebackalbum „The Next Day“ so schnell wieder ins Studio ging und unter Hochdruck an einem neuen Werk arbeitete, hatte vielleicht auch mit seiner Krebsdiagnose zu tun. Die große Rockikone hatte noch dieses Album in sich und wollte es (mit Stammproduzent Tony Visconti) unter allen Umständen fertig stellen. Und „★“ ist in jeder Hinsicht eine positive Überraschung geworden.

R.I.P. DAVID BOWIE - Blackstar is beautiful

20. Januar 2016

Als David Bowie 2013 nach knapp zehnjähriger Pause sein Comebackwerk „The Next Day“ veröffentlichte, war dies eine mittlere Sensation. Der Mann, der wie kein anderer Rockkünstler neue Strömungen aufsaugte und eigene Trends setzte, klang darauf noch mal wie ein Junger. Nur drei Jahre später fabrizierte der britische Wahl-New-Yorker ein weiteres Album, das gleichzeitig sein Abschiedswerk werden sollte. „★“ (gesprochen: Blackstar) wird von einem ebenso minimalistischen wie markanten Cover geziert, dem ersten, auf dem der Künstler nicht selbst zu sehen ist. Unter dem schwarzen Stern tummeln sich fünf kryptische Zeichen – die bei genauem Hinsehen den Namen BOWIE ergeben.

eclipsed Nr. 162 / 7/8-2014

09. September 2014

THE WHO
Die Geschichte von „Quadrophenia“

„‚Tommy‘ hat alles verändert und uns gerettet“, erinnert sich Pete Townshend im einführenden Essay zur 2011 erfolgten Wiederveröffentlichung von „Quadrophenia“. Im Grunde waren The Who in den Sechzigern eine Singles-Band gewesen; die plötzliche Intellektualisierung der Popmusik hatte ihren Vordenker vor eine neue, unerwartete Herausforderung gestellt. „Die Menschen wollten plötzlich ‚ernsthafte‘ Musik von Popgruppen hören.

YES
Zwischen Himmel und Erde

Wir erinnern uns: Am 4. Juni 2008 wurde die Comebacktournee mit Yes-Ursänger Jon Anderson aufgrund von dessen gesundheitlichen Problemen abgesagt. Anderson war nur wenige Wochen zuvor wegen eines Asthmaanfalls in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Ärzte hatten ihm daraufhin dringend von Konzerten in nächster Zeit abgeraten.

DAVID BOWIE - Eine Ausstellung

27. Juni 2014

Verflossene Lieben soll man bekanntlich ruhen lassen. David Bowie aber hat noch mal mit seiner großen Romanze geflirtet, fast vierzig Jahre nach der ersten Begegnung: „Where are we now?“, sein Song, mit dem er sich voriges Jahr überraschend zurückmeldete, ist eine Ode an Berlin. Ziemlich müde klingt der heute 67-Jährige da, und ganz schön wehmütig, wie er sich in alte Zeiten beamt: ins Berlin des Jahres 1989, als im Prenzlauer Berg der erste Grenzübergang aufgemacht wurde. „Twenty thousand people cross Bösebrücke/Fingers are crossed, just in case“; ins Charlottenburg der späten Siebziger: „Sitting in the Dschungel on Nürnberger Straße/A man lost in time, near KaDeWe/Just walking the dead“.

eclipsed Nr. 149 / 4-2013

12. April 2014

DAVID BOWIE
The day after next day

Damit war nun wirklich nicht zu rechnen: Fast zehn Jahre nach seinem letzten Studioalbum veröffentlichte David Bowie im Januar mit „Where Are We Now?“ eine neue Single. Das dazugehörige Album „The Next Day“ folgte am 8. März. Ein Comeback aus vollkommen heiterem Himmel. Und eines, das Fragen aufwirft.

JIMI HENDRIX
Tief im Archiv

„People, Hell And Angels“ zeigt ein weiteres Mal, wie viele Schätze noch in den Hendrix-Archiven schlummern. Der Experience- und Band-Of-Gypsys-Bassist Billy Cox war auch an dieser Postum-Veröffentlichung beteiligt. Der US-Amerikaner fühlt sich Jimi Hendrix immer noch eng verbunden – der Person genauso wie dem Musiker.

eclipsed Nr. 141 / 6-2012

12. April 2014

GENESIS
Die Band für alle Fälle

Genesis kennt jeder, der ein Radio besitzt. Somit hat letztlich auch jeder Rockfan eine Meinung zu der facettenreichen Formation. Freilich nicht jeder eine gute. Ist schon der Progressive Rock, dessen Aushängeschild die Band in ihrer spannendsten Phase war, nicht jedermanns Sache, sind sich Rockliebhaber in der negativen Beurteilung der Popphase der Briten in der Regel einig. Die Wahrheit indes ist: Genesis sind Magier, ihre Musik verzaubert bis heute. eclipsed lässt sich zusammen mit Steve Hackett in die wohligen Klänge seiner alten Gruppe fallen und präsentiert einen Einkaufszettel SPEZIAL.

TALK TALK
Die Ästhetik des Widerstands

Talk Talk legten in den Achtzigerjahren eine der erstaunlichsten künstlerischen Kehrtwendungen in der Popgeschichte hin. Nach eleganten Hits wie „It’s My Life“, „Such A Shame“ oder „Life’s What You Make It“ konvertierte die Londoner Synthiepop-Formation zu einer kompromisslosen Rock-Esoterik. Mit dem Fokus auf die Feinchemie orchestraler Texturen wurde die Gruppe um ihren geheimnisumwitterten Kopf Mark Hollis zur Inspiration für Artrockbands wie Radiohead. Vier Fünftel ihres Backkatalogs kommen jetzt über EMI wieder in den Handel.