Tags

eclipsed Nr. 186 / 12-2016 - 1-2017

31. Dezember 2016

eclipsed-Feature: Die Geschichte des Deutschrock

Am 26. und 27. Juli 1986 kamen im bayerischen Burglengenfeld über 100.000 Rockfans zusammen, um im Rahmen eines Musikfestivals gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf zu protestieren. Die Liste der dort aufgetretenen Acts liest sich wie ein Who’s who jener musikalischen Spielart, die als Deutschrock bekannt ist: BAP, Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg, Wolf Maahn, Die Toten Hosen und andere setzten hier ein Zeichen. Die fünfte Auflage des „Anti-WAAhnsinns-Festivals“ wird gerne als symbolischer Moment und gleichzeitig als Höhepunkt des Deutschrock angesehen.

Vor 40 Jahren: THE BAND verabschieden sich

Fürwahr, es war eine rauschende Ballnacht: Am Thanksgiving-Tag des Jahres 1976 verabschiedeten sich The Band in San Franciscos Winterland Ballroom mit einem denkwürdigen Konzert von ihren Fans. Das Ereignis, bei dem als Gaststars neben anderen Bob Dylan, Neil Young, Eric Clapton und Joni Mitchell auftraten, wurde zur Legende, der Martin Scorsese mit dem Kinofilm „The Last Waltz“ ein angemessenes Denkmal setzte.

LAURIE ANDERSON - Lou Reeds Witwe über den Umgang mit dessen Erbe

23. November 2016

Sie waren eines der ungewöhnlichsten Paare der modernen Musikgeschichte – vergleichbar mit Sonny und Cher, Sinéad O’Connor und Peter Gabriel oder Chrissie Hynde und Jim Kerr. Doch die Beziehung zwischen Lou Reed und Laurie Anderson hielt. Und zwar über zwei Dekaden. Jetzt – drei Jahre nach seinem Tod – veröffentlicht die Avantgardekünstlerin den ersten Teil seines Nachlasses, die 16 Alben der Arista/RCA-Jahre, als opulentes Boxset.

eclipsed Nr. 156 / 12-2013 - 1-2014

12. April 2014

GOOD TIMES, BAD TIMES
Led Zeppelin im Spiegel der Weltpresse: 1968-1980

Der Nachhall von Led Zeppelin ist gewaltig. Die Band existiert seit über 30 Jahren nicht mehr, dennoch wird – beinahe ungebremst – nach wie vor über sie berichtet. Zu ihrem einmaligen Reunionkonzert im Dezember 2007 war die Berichterstattung tatsächlich genauso hysterisch wie zur Zeit ihrer aktiven Regentschaft. Diese Ära, die Jahre 1968 bis 1980, zeichnen wir auf den folgenden Seiten aus der Perspektive der zeitgenössischen Weltpresse nach und senden damit unsere besten Wünsche an den Jubilar Jimmy Page.

KEITH RICHARDS
Die Seele der Stones

Mick Jagger ist der Geschäftsmann und Gesundheitsfanatiker. Charlie Watts der elitäre Jazzer. Ronnie Wood der ewige Kindskopf. Keith Richards dagegen steht für die Essenz und die Seele der Rolling Stones: Er spielt, was er lebt, hat alles gesehen und probiert und präsentiert sich heute als Elder Statesman des Rock’n’Roll. Marcel Anders erinnert sich anlässlich von Richards’ Siebzigstem am 18. Dezember an seine Begegnungen mit dem Urgestein. Eine Geburtstagslaudatio in 8500 Zeichen.

eclipsed Nr. 139 / 4-2012

12. April 2014

DEEP PURPLE
Swiss time was running out

Als sie vor vierzig Jahren „Machine Head“ aufnahmen, war dies ein außergewöhnlicher Kraftakt für die britischen Hardrocker. Ihr Management hetzte sie Anfang der Siebziger um den Globus, von Tournee zu Tournee. Auch setzten interne Grabenkämpfe der Band gehörig zu. Zu alldem kam noch ein beispielloses Chaos am Aufnahmeort im schweizerischen Montreux. Doch am Ende stand sie, die legendäre sechste Platte von Deep Purple.

JETHRO TULL
Hochkreativer Zerfallsprozess einer Band

43 Jahre, und das war’s? Offensichtlich wissen die Hauptakteure Ian Anderson und Martin Barre selbst nicht, was aus Jethro Tull wird. Aber die Spekulationen, dass das Konzert am 31. Juli 2011 in München ihr letzter gemeinsamer Auftritt gewesen sein könnte, reißen nicht ab. Tatsache ist: Das neue Album „Thick As A Brick 2“ als auch die im April beginnende Welttournee laufen unter „Jethro Tull’s Ian Anderson“. Derweil hat Barre die Tull-Coverband New Day gegründet.

eclipsed Nr. 136 / 12-2011 - 1-2012

11. April 2014

KATE BUSH
Willkommene Überproduktion

Zwölf Jahre – sechs Jahre – sechs Monate: Wer hätte gedacht, dass die Pausen zwischen den musikalischen Lebenszeichen der Kate Bush kürzer statt länger werden? Fakt ist, dass Kate Bush endlich unabhängig ist und arbeiten kann, wie sie will. „Fish People“, ihr eigenes Label, macht möglich was bislang unmöglich schien – zwei herausragende Alben der wundersamen Tonkünstlerin in einem Jahr.

JETHRO TULL
40 Jahre „Aqualung“

Vor 40 Jahren veröffentlichten Jethro Tull mit „Aqualung“ ihr aus musikhistorischer Sicht relevantestes Album. Steven Wilson hat jetzt die alten Aufnahmen für die Jubiläumsausgabe auf Vordermann gebracht – wofür ihn Tull-Chef Ian Anderson in den höchsten Tönen lobt.

eclipsed Nr. 129 / 4-2011

11. April 2014

ROBERT PLANT
The showman must go on

62 Jahre, nominiert für die BRIT Awards – Robert Plant macht nicht den Eindruck, als wollte er das Mikro so schnell an den Nagel hängen. Am 22. Januar, am Rande seiner zwei Auftritte im kanadischen Toronto, sprach der legendäre Shouter darüber, wie er zu dem Musiker wurde, der er heute ist, und warum ihm eine Reunion von Led Zeppelin nichts geben würde.

JOE BONAMASSA
Reisender in Sachen Blues

Scheinbar ruhelos rast Joe Bonamassa von einem Karrierehöhepunkt zum nächsten. Das vergangene Jahr war dabei für ihn das bislang erfolgreichste. Mit dem Album „Black Rock“ und dem noch erfolgreicheren Einstand mit der Supergroup Black Country Communion landete er auch in Deutschland in den Charts. Jetzt ist er wieder in eigener Sache unterwegs. Und auch „Dust Bowl“ ist ein Bluesrock-Leckerbissen geworden.

eclipsed Nr. 121 / 6-2010

11. April 2014

THE ROLLING STONES
Exil im Stones-Stil

1971 standen die Rolling Stones mit dem Rücken zur Wand – fast pleite, waren sie vor der englischen Steuer ins südfranzösische Exil geflüchtet, wo sie ein neues Album aufnehmen wollten. „Exile On Main St.“, entstanden unter abenteuerlichen Umständen im Keller von Keith Richards’ Villa Nellcôte, wurde zum Mythos.

40 JAHRE „BITCHES BREW“
John McLaughlin blickt zurück auf ein revolutionäres Stück Musik

Es gibt nur wenige Monumente in der Musikgeschichte mit einem ähnlichen Stellenwert. „Bitches Brew“ von Miles Davis gehört nicht zu den meistverkauften Platten der Welt, es ist nicht einmal Miles’ größter Erfolg. Doch „Bitches Brew“ markiert eine Zeitenwende, die nicht nur für den Jazz, sondern auch für den Rock und andere Musikrichtungen folgenschwer war. 2010 wird das Album vierzig Jahre alt. Stargitarrist John McLaughlin (68) ist ein Kronzeuge, der sich für eclipsed an dieses Fanal erinnert.