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eclipsed Nr. 178 / 3-2016

31. Dezember 2016

GENESIS - 40 Jahre „A Trick Of The Tail“

Natürlich war es ein Wagnis: Genesis ohne Peter Gabriel, ohne seinen herausragenden Sänger und Texter, ohne seinen Frontmann und vermeintlichen Vordenker? Das war schwer vorstellbar anno 1975, als die fünf Engländer gerade mit ihrem ebenso großspurigen wie großartigen Konzeptwerk „The Lamb Lies Down On Broadway“ durch die USA und Europa tourten. In relativ kurzer Zeit mussten Tony Banks, Michael Rutherford, Phil Collins und Steve Hackett mit der neuen Situation klarkommen. Doch während die britische Musikpresse bereits Nachrufe auf Genesis schrieb, spielten sie ein Album ein, das das erfolgreichste ihrer bisherigen Karriere werden sollte: „A Trick Of The Tail“.

WOLFMOTHER - Eine Schippe mehr

Zehn Jahre ist es her, dass eine junge Band aus Australien den Thron im Heer junger Retro-Rocker eroberte. Am Debütalbum von Wolfmother kam 2005 kein Rockfan vorbei, so infektiös wirkte ihr groovemächtiger Riff-Rock der Bauart Black Sabbath und Led Zeppelin. Jetzt legt Wolfmother-Chef Andrew Stockdale das vierte Album vor und präsentiert sich darauf in feiner Form.

Musik für Träumer - Mit ihrem neuen Album bitten die TINDERSTICKS zur tiefenentspannten Realitätsflucht

17. Februar 2016

Zugegeben: Die Briten sind schon ein merkwürdiger Haufen – seit nunmehr 24 Jahren und zehn Alben loten sie sämtliche Bereiche der gepflegten, wohltemperierten Popmusik aus, verweigern sich dem gemeinen Kommerzdenken der Musikindustrie und wechseln ihre Besetzung genauso oft wie ihre Plattenfirmen – nämlich nach fast jedem Album/Tour-Zyklus. Hatten sie sich zu Beginn dieser Dekade ausschließlich mit Instrumental-Soundtracks und Auftragsarbeiten für Museen befasst, so legen sie nun einen neuen Tonträger namens „The Waiting Room“ vor...

TINDERSTICKS „The Waiting Room“

21. Januar 2016

Die Tindersticks haben noch nie eine schlechte Platte gemacht. Aber dieses neue Meisterwerk der gezielt platzierten Zurückhaltung stellt selbst auf der Kammwanderung der britischen Rockaristokraten einen Höhepunkt dar. Dass sie Balladen singen, ist weiß Gott keine Sensation, denn das hat die Band um den Sänger Stuart A. Staples schon immer getan. Noch nie haben sie jedoch derart souverän mit der Stille gespielt.