29. August 2014 - 8:59

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Opeth

Ende April. eclipsed sitzt zusammen mit Sänger/Gitarrist Mikael Åkerfeldt und Gitarrist Fredrik Åkesson auf dem sonnendurchfluteten Balkon eines Berliner Hotels unweit des Alexanderplatzes. Das neue Album „Pale Communion“ ist längst vorspielreif, und doch müssen Opeth die Veröffentlichung kurzfristig auf Ende August verschieben. Grund: Bandboss Åkerfeldt hat bei seinem Hauskünstler Travis Smith ein dreigeteiltes Covergemälde in Auftrag gegeben, das wohlige Erinnerungen an Emerson, Lake & Palmers „Pictures At An Exhibition“ weckt, aber nicht rechtzeitig fertig geworden ist.

eclipsed: Mikael, euer letztes Album „Heritage“ stellte den radikalsten Bruch in der Geschichte von Opeth dar. Was hat diese Veränderung bewirkt?

29. August 2014 - 8:55

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Curved Air

Curved Airs neues Studioalbum „North Star“ orientiert sich an ihren kraftvoll-progressiven Zeiten in den frühen Siebzigern. Und das, obwohl von der Originalbesetzung nur noch Sängerin Sonja Kristina und Schlagzeuger Florian Pilkington-Miksa mit dabei sind. Wundergeiger Darryl Way, der den Curved-Air-Sound entscheidend mitprägte, steht seit 2009 nicht mehr in Diensten der britischen Gruppe; Paul Sax steht ihm jedoch in puncto Virtuosität in nichts nach. Gitarrist Kirby Gregory war schon in den Siebzigern für kurze Zeit mit von der Partie, er ist nach wie vor ein Könner an seinem Instrument.

29. August 2014 - 8:51

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Johnny Winter

Seine sehnlichsten Wünsche blieben zu Lebzeiten unerfüllt: Auf einen Grammy für ein eigenes Album wartete Johnny Winter ebenso vergebens wie auf die Aufnahme in die Rock’n‘Roll Hall Of Fame. Am 16. Juli wurde der begnadete weiße Bluesmann tot in seinem Hotelzimmer in Zürich aufgefunden; er starb während einer Tournee, im Alter von siebzig Jahren.

Unter den weißen Gitarrenhelden war er der leidenschaftlichste und profilierteste, definitiv „kein Rock’n‘Roller“, wie er selbst sagte, „sondern ein Bluesmann“. Dabei wurde dem in Texas aufgewachsenen Jungen – wie sein jüngerer Bruder Edgar Albino und damit „weißer als Schnee“ – diese Leidenschaft nicht in die Wiege gelegt. Sein Vater spielte Saxofon und sang in Barbershop-Formationen, die Mutter spielte Klavier, und ihr Sohn versuchte sich zunächst an der Klarinette und am Big-Band-Sound.

29. August 2014 - 8:48

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Rick Wakeman , Yes

Mangelnde Produktivität kann man Rick Wakeman wahrlich nicht vorwerfen. Der blonde Keyboarder, der den Sound von Yes entscheidend prägte, hat inzwischen mehr als hundert Soloalben eingespielt. Eines seiner musikalischen Lieblingskinder ist dabei immer noch die Vertonung von Jules Vernes Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, die nun in einer runderneuerten und erweiterten Version vorliegt. Im Gespräch mit eclipsed verriet Wakeman, wie es zu dieser Neueinspielung kam.

eclipsed: Bei der jetzt vorliegenden Aufnahme von „Journey“ handelt es sich um eine erweiterte Version der Neueinspielung von 2012, richtig?

29. August 2014 - 8:44

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CD-Sampler

JOE BONAMASSA - Different Shades Of Blue (4:36)
Album: Different Shades Of Blue (2014)
Label/Vertrieb: Provogue/Mascot/Rough Trade

Nach zwei Jahren Solopause versorgt JOE BONAMASSA seine Fangemeinde erneut mit einem neuen Bluesrock-Leckerbissen. Auf dem abermals von Kevin Shirley in Las Vegas brillant produzierten „Differnet Shades Of Blue“ beschwört der Sänger/Gitarrist ein ums andere Mal das Feeling seiner frühen Alben herauf! (VÖ: 19.9.)

THRESHOLD - Watchtower On The Moon (edit) (4:59)
Album: Before The Journey (2014)
Label/Vertrieb: Nuclear Blast/Warner

27. Juni 2014 - 11:31

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The Who

„‚Tommy‘ hat alles verändert und uns gerettet“, erinnert sich Pete Townshend im einführenden Essay zur 2011 erfolgten Wiederveröffentlichung von „Quadrophenia“. Im Grunde waren The Who in den Sechzigern eine Singles-Band gewesen; die plötzliche Intellektualisierung der Popmusik hatte ihren Vordenker vor eine neue, unerwartete Herausforderung gestellt. „Die Menschen wollten plötzlich ‚ernsthafte‘ Musik von Popgruppen hören. Dadurch, dass wir eine Rockoper aufnahmen – nach unserer Anschauung auch nur eine Abfolge guter Singles, die jedoch ein zusammenhängendes und daher bedeutsameres und herausforderndes Musikerlebnis implizierten –, haben wir als Band eine der turbulentesten Phasen der Rockgeschichte überlebt.“

27. Juni 2014 - 11:24

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Yes

Wir erinnern uns: Am 4. Juni 2008 wurde die Comebacktournee mit Yes-Ursänger Jon Anderson aufgrund von dessen gesundheitlichen Problemen abgesagt. Anderson war nur wenige Wochen zuvor wegen eines Asthmaanfalls in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Ärzte hatten ihm daraufhin dringend von Konzerten in nächster Zeit abgeraten. Nur drei Monate später wurde bekannt, dass der in der Prog-Szene bis dato unbekannte Kanadier Benoît David, Sänger der Yes-Coverband Close To The Edge und der Melodic-Prog-Band Mystery, Anderson künftig bei Shows vertreten würde. Und nicht nur das: David spielte mit Yes 2011 das überraschend solide Studiowerk „Fly From Here“ ein.

27. Juni 2014 - 11:20

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David Bowie

Verflossene Lieben soll man bekanntlich ruhen lassen. David Bowie aber hat noch mal mit seiner großen Romanze geflirtet, fast vierzig Jahre nach der ersten Begegnung: „Where are we now?“, sein Song, mit dem er sich voriges Jahr überraschend zurückmeldete, ist eine Ode an Berlin. Ziemlich müde klingt der heute 67-Jährige da, und ganz schön wehmütig, wie er sich in alte Zeiten beamt: ins Berlin des Jahres 1989, als im Prenzlauer Berg der erste Grenzübergang aufgemacht wurde. „Twenty thousand people cross Bösebrücke/Fingers are crossed, just in case“; ins Charlottenburg der späten Siebziger: „Sitting in the Dschungel on Nürnberger Straße/A man lost in time, near KaDeWe/Just walking the dead“.