2018 eröffnete die frankokanadische Band Karcius mit ihrer fünften Platte eine Trilogie: „The Fold“ war der Startschuss für eine Odyssee durch die fragile Architektur der menschlichen Psyche. Vier Jahre später erschien der zweite Teil „Grey White Silver Yellow & Gold“. Nun liegt mit „Black Soul Sickness“ der Abschluss des Triptychons vor. „Es beschäftigt sich mit der Transformation durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich“, erklärt Sänger Sylvain Auclair. „Jeder Teil steht für eine andere psychologische Phase auf dieser Reise: Zersplitterung, Auseinandersetzung und schließlich die Konfrontation mit der geerbten Dunkelheit. Die Zuhörer sollen ihre eigene Beziehung zur Musik und zu den Texten aufbauen. Dieser Interpretationsprozess ist mir wichtig. Wenn ich aber einen Hinweis geben müsste: Die Stücke ‚Goodbye‘, ‚The Ladder‘ und ‚Wallow‘ fungieren als emotionale Ankerpunkte des jeweiligen Teils der Trilogie.“
Und was hat es mit dem Titel „Black Soul Sickness“ auf sich? „Das Album handelt von einem Protagonisten, der von einem generationsübergreifenden Trauma heimgesucht wird – Familiengeister, die sich weigern, begraben zu bleiben“, so der Frontmann. „Nach innen gedrängt, durchläuft er einen brutalen psychischen Abstieg durch Erinnerung, Widerstand und Konfrontation. Was als Verfall beginnt, wird zur Transformation. Jeder Track repräsentiert eine andere Phase bei dieser Verwandlung. Ein Song dient dabei als Rückblende – ein ferner Moment in der Handlung, in dem der Begriff ‚Black Soul Sickness‘ erstmals auftaucht, um einen zutiefst menschlichen Kampf und den Prozess zu beschreiben, der nötig ist, um ihn zu überstehen.“