Aktuelles Heft

03. Juni 2019

The Waterboys

THE WATERBOYS - The Freewheelin’ Mike Scott

Waterboys-Chef Mike Scott ist das, was man eine echte Type nennt: ein unverwüstlicher Eigenbrötler, Idealist, Romantiker und Weltverbesserer. Einer, der sich nichts aus kommerziellem Erfolg macht, der alles tut, um nicht berechenbar zu sein. Aber auch einer, der große Entertainerqualitäten besitzt und hohes Ansehen unter seinen Kollegen genießt. Jetzt legt er sein 13. Bandalbum vor – und schwärmt von Bootlegs, Burg Herzberg und The Clash.

03. Juni 2019

Scott Walker

DER AUSSENSEITER - Zum Tod von Scott Walker

Scott Walker ist tot. Geht das überhaupt? Ist er nicht eine jener legendären Figuren, wie man sie nur aus der Bibel oder mittelalterlichen Versepen kennt, die nach jedem Tod immer wieder aufstehen? Ein musikalischer Phönix der Neuzeit? Der österreichisch-israelische Schriftsteller Max Brod schrieb, der Tod sei ein vorübergehender Schwächezustand. Auf Scott Walker scheint das in mehr als nur einer Hinsicht zuzutreffen.

03. Juni 2019

Okta Logue

OKTA LOGUE - Über den Klangwolken

Die erstmals vor neun Jahren mit einer Albumveröffentlichung in Erscheinung getretenen Okta Logue sind mittlerweile eine Institution in der deutschen Rockszene. Ihre eingängigen, wunderbar arrangierten Songs schlagen eine Brücke zwischen Folk, Indie und progressivem Psychedelic Pop. Auf ihrem vierten Album „Runway Markings“ hat das Quartett mit Hilfe von Produzent Johann Scheerer noch weiter an seinem Sound geschliffen.

Philip Meloi hält sich gerade in Italien auf, als wir ihn ans Telefon kriegen, um mit ihm über die neue Platte seiner Gruppe zu sprechen. Wohl auch deswegen, aber vor allem, weil er weiß, dass Okta Logue mit „Runway Markings“ ein wunderbares Album – dem ersten beim Indielabel Clouds Hill – aufgenommen haben, wirkt der Gitarrist und Songwriter der südhessischen Band äußerst entspannt.

eclipsed: Ihr wart bislang immer bei einem Majorlabel. Was hat der Wechsel zu einem Indie für Veränderungen für euch gebracht?

03. Juni 2019

Neal Morse

NEAL MORSE erntet die Früchte seines anhaltenden kreativen Höhenflugs und liefert eine Rockoper über das Wirken Jesu

Zehn Jahre dauerte es, bis „Jesus Christ The Exorcist“ das Licht der Welt erblickte. Kein Wunder, denn Mammutprojekte mit den Flying Colors, Transatlantic und der Neal Morse Band trieben den Musikbesessenen ebenso um wie Solotourneen.

eclipsed: Was war der Auslöser, mit der Arbeit an einem solchen Epos zu beginnen?

Neal Morse: [Der Musikmanager] Michael Caplan rief mich eines Tages an und schlug mir vor, dass ich eine Art neue Version von „Jesus Christ Superstar“ schreiben sollte. Offensichtlich hatten er und ein Freund sich die Originalversion aus den 70ern angehört. Wir unterhielten uns darüber, wie man so etwas wie eine Rockoper, die auf den Evangelien basiert, schreiben könnte. Mit dem ersten Entwurf begann ich 2008.

eclipsed: Wie ging es dann weiter?

03. Juni 2019

JJ Cale

Sechs Jahre nach seinem Tod erscheint ein erstes Album mit Songs aus dem Nachlass von J.J. CALE

Die meisten Manager reden von „Klienten“ oder „Künstlern“. Mike Kappus dagegen spricht von seinem „Freund“. Denn die Beziehung, die der heute 68-Jährige zu J.J. Cale hatte, war einzigartig. „Er war ein echtes Unikum“, so der in San Francisco lebende Manager und Produzent, der auch schon John Lee Hooker oder Van Morrison betreut hat. „Es war zwar oft nicht leicht, seine Geschäfte zu leiten, weil er kein Telefon hatte und kaum zu erreichen war. Aber ich schätze mich glücklich, ihn gekannt zu haben.“

03. Juni 2019

Daniel Tompkins , Tesseract

Fernab vom Progmetal von TesseracT experimentiert DANIEL TOMPKINS auf seinem Solodebüt mit neuen Klängen

Elektronischer Pop ist für viele Progheads ein rotes Tuch – besonders wenn auch noch Remixes ins Spiel kommen. Daniel Tompkins, als Sänger von TesseracT einer der wichtigsten Protagonisten der modernen Progszene, hinderte das nicht daran, mit seinem ersten Soloalbum „Castles“ in genau diese Richtung zu steuern.

eclipsed: Wann stand für dich fest, dass du ein Soloalbum aufnehmen wolltest?

Daniel Tompkins: Ich fing vor beinahe vier Jahren an, gemeinsam mit meinem Produzenten Eddie Head an „Castles“ zu schreiben. Aber als das Album fertig war, habe ich die Veröffentlichung immer wieder aufgeschoben und hatte außerdem einen vollen Tourkalender mit TesseracT. Es lag vier Jahre lang in einem Ordner auf meinem Computer, inklusive Artwork. Erst kürzlich fühlte ich mich dann bereit für dieses Kapitel. Als ich bei Kscope unterschrieben hatte, holte ich es wieder hervor und überarbeitete alles noch einmal.

03. Juni 2019

Kenny Wayne Shepherd

Bluesrocker KENNY WAYNE SHEPHERD ist viel unterwegs und hat einiges zu erzählen

„Louisiana’s Finest“ Kenny Wayne Shepherd gehört nun seit einigen Jahren zu den Etablierten. Das einstige Bluesgitarrenwunderkind war in den Neunziger- und Nullerjahren so etwas wie der Superstar der Bluesrockszene. Selbst wenn diese Zeiten lange vorbei sind, hat der Forty-Something immer noch ein treues Publikum und spielt gerne und häufig live. Die neue Platte „The Traveler“ ist ein reifes Werk des fünffachen Vaters, das er ab Ende Juni als Headliner sowie als Special Guest von Beth Hart in Deutschland vorstellt.

eclipsed: Dein Weg vom Gitarrenhelden zum Songschreiber, der auch gesanglich immer mehr an Statur gewinnt, geht auf „The Traveler“ weiter.

03. Juni 2019

Rodrigo y Gabriela

Aus seiner fünfjährigen Pause kommt das Gitarrenduo RODRIGO Y GABRIELA mit einer Akustikversion von „Echoes“

Aus seiner Liebe für Classic Rock hat das mexikanische Duo Rodrigo y Gabriela nie ein Hehl gemacht. Im Gegenteil: Seine Versionen von „Stairway To Heaven“ und Metallicas „Orion“ sind seit Jahren fester Bestandteil seines Livesets. Jetzt haben sich Rodrigo Sánchez und Gabriela Quintero Pink Floyds Meilenstein „Echoes“ vorgenommen – ein Highlight ihres Comebackalbums „Mettavolution.“

eclipsed: Gabriela, was hat euch dazu gebracht, Pink Floyd zu covern?