Wie SLEEP TOKEN mit ihrer Mixtur aus Prog, Metal und Pop die Musikwelt erobern

9. Juli 2025

Sleep Token

Wie SLEEP TOKEN mit ihrer Mixtur aus Prog, Metal und Pop die Musikwelt erobern

Sie sind eine Band, die nach ihren eigenen Regeln spielt. Seit ihrer Gründung trotzen Sleep Token allen Konventionen des Musikgeschäfts. Da ist zum einen ihre Anonymität: Die Bandmitglieder verbergen ihre Gesichter hinter Masken und treten unter vagen Pseudonymen auf. Interviews geben sie so gut wie keine. Zum anderen lassen sie sich musikalisch kaum einordnen. Im weitesten Sinne spielen sie Metal, verweigern sich aber den typischen Klischees des Genres. Die verzerrten Gitarren, brachialen Riffs und treibenden Beats durchbrechen sie mit zirpender Elektronik, freiförmigen Synthie-Drones und expressivem Gesang. Und obwohl Sleep Token sich nicht um Konventionen scheren, erreichen sie trotzdem die breite Masse. Ihre Videos trenden in den sozialen Medien, ihre Alben werden millionenfach gestreamt.

So war „Take Me Back To Eden“ 2023 auf Spotify das meistgehörte Metal-Album des Jahres, noch vor den neuen Platten von Metallica und In Flames. Auf ihrer ersten Headliner-Tour im selben Jahr traten sie in ausverkauften Hallen auf. Für das Konzert in der Londoner Wembley Arena waren innerhalb von zehn Minuten alle 10.000 Tickets vergriffen. Der Nachfolger „Even In Arcadia“, das vierte Album der Band, das im Mai 2025 erschien, erklomm die Chartspitzen weltweit – in Deutschland, Großbritannien, den USA. Sleep Token sind also längst zu einem Phänomen geworden. Sie werden von Fans abgöttisch verehrt und für ihren abwechslungsreichen Stil gefeiert. Von Puristen hingegen werden sie oft belächelt. Sie werfen den Maskenmännern vor, sie gäben sich bewusst prätentiös, um den eingängigen Songs mehr Tiefe zu verleihen. Tatsächlich verstärken Sleep Token mit kryptischen Social-Media-Beiträgen, runenartigen Grafiken und verworrenen Konzepten die mysteriöse Aura, die sie umgibt.

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