Das aktuelle Heft / eclipsed Nr. 278 / 03-26

THE ALAN PARSONS PROJECT - 50 Jahre „Tales Of Mystery And Imagination”

1976 war der Start einer ganz und gar ungewöhnlichen Band. Mit dem Alan Parsons Project verwirklichte der Tontechniker von „The Dark Side Of The Moon“ seine eigene Musik. Gemeinsam mit Kreativpartner Eric Woolfson vertonte Parsons beim Debüt die Schauergeschichten des Edgar Allan Poe. „Tales Of Mystery And Imagination“ ist ein Höhepunkt des Symphonic Rock und glänzt bis heute mit außergewöhnlichen Sounds und audiophiler Produktion. Wir lüften Schritt für Schritt die Geheimnisse und erzählen die Geschichte des Jahrhundertalbums inklusive großem Exklusivinterview mit Alan Parsons, Würdigung von Eric Woolfson und tiefergehender Blicke auf Poe sowie das Album-Artwork.

ARCHIVE - Vom Wert der Kunst

Bislang ließ die Musik der englischen Rockband ARCHIVE nicht unbedingt an jene klassischer Komponisten wie Edward Elgar, Sergei Rachmaninow oder Steve Reich denken. Auf ihrem neuen Album „Glass Minds“ ist das anders.

ATOMIC ROOSTER - Austreibung der Dämonen

Damit hatte keiner gerechnet: dass Atomic Rooster, der ewige Geheimtipp unter den Bands mit der Hammondorgel an prominenter Stelle – wie The Nice, Procol Harum oder The Doors –, nach rund vier Dekaden Abstinenz wieder das Licht der Öffentlichkeit suchen würden. Und dazu mit dem bärenstarken Album „Circle The Sun“ und in QuintettBesetzung. Gitarrist Steve Bolton ist beim telefonisch geführten Interview jedenfalls stolz und glücklich über den Umstand, dass die „Roosters“ 2026 wieder im Geschäft sind.

JANE - Zeitreise ins Erfolgsjahr 1976

Das Jahr 1976 gehörte ihnen, denn kaum jemand kam damals an Jane und den KaufrauschAlben „Fire, Water, Earth & Air“ und „Live At Home“ vorbei. Wir sprachen mit Manfred Wieczorke, der die LPs „Live At Home“ (1976), „Between Heaven And Hell“ (1977) und „Age Of Madness“ (1978) stark geprägt hat, und trafen die Zeitzeugen Rolf Vatteroth (Werner Nadolnys Jane) und Bernd Kunze, die damals beim Jane-Konzert am 13. August 1976 in Hannover aus dem Staunen nicht herauskamen, als Jane ihren künstlerischkommerziellen Durchbruch feiern konnten. Zudem würdigen wir den Ende Oktober verstorbenen langjährigen Jane-Gitarristen und Band-Mitgründer Klaus Hess.

NMB - Überraschendes Comeback

Nach fast fünf Jahren Funkstille kommt NMB, wie sich The Neal Morse Band seit 2021 nennt, unerwartet mit einem neuen Werk um die Ecke. Manch ein Fan hatte die Hoffnung darauf wohl schon fast begraben – hatte das prominenteste Gruppenmitglied den anderen doch bereits seinen Ausstieg angeboten…

KARNIVOOL - Fühlen Lernen

„Themata“, „Sound Awake“, „Asymmetry“ – darauf belief sich lange der schmale, aber kraftvolle Katalog Karnivools. Nach knapp 13 Jahren Veröffentlichungspause kommt nun „In Verses“ hinzu. Das Album ist Rückbesinnung und Neuanfang zugleich.

VAN HALEN - 40 Jahre „5150“

Als Leadsänger David Lee Roth 1985 Van Halen verließ, fürchteten viele Fans, dass dies das Ende der US-Hardrock-Institution sein könnte. Doch in Sammy Hagar fand sie letztlich einen ebenbürtigen, wenn auch völlig anders gearteten Ersatz. Das 1986 veröffentlichte Album „5150“, mit dem sich die Band musikalisch neu erfand, leitete eine ebenso erfolgreiche Ära wie die vorangegangene ein. 

SNARKY PUPPY - Musikalisches Traumland

20 Musiker, 11 reguläre Alben, 5 Grammys – die Karriere von Snarky Puppy wirkt wie ein gigantischer Fiebertraum. In über zwei Jahrzehnten hat sich die Jazzband zu einer etablierten Größe des Fusion entwickelt, vereint Funk mit progressiven und orchestralen Elementen. Auf „Somni“, der zweiten Zusammenarbeit mit dem Metropole Orkest, erforschen die Amerikaner um den Komponisten Michael League jetzt die Welt des Schlafes.

MANI NEUMEIER „Gestatten, hier spricht der Elektrolurch.“

Den x-ten Frühling können viele. Mani Neumeier kann viel mehr. Ende der 60er Jahre gründete er Guru Guru und ist seitdem ununterbrochen aktiv. Eine Ikone des Krautrock ist er längst. Er gilt als erster Freejazz-Drummer Deutschlands. Ende 2025 feierte er seinen 85. Geburtstag. Trotz gesundheitlicher Probleme hängt er seine Musikkarriere nicht an den Nagel und macht immer weiter. „Solange die Knochen halten, werde ich weiterspielen“, so seine Maxime.

WOLFGANG NIEDECKEN - 50 Jahre BAP & Kölner Kulturbotschafter

Niedeckens BAP sind eine Deutschrockinstitution. Dieses Jahr feiert Bandchef Wolfgang Niedecken gleich zwei Jubiläen: seinen 75. Geburtstag und ein halbes Jahrhundert BAP. 2026 kommt er zunächst solo mit dem Programm „Zwischen Start und Ziel“. Danach geht die komplette Band in der zweiten Jahreshälfte auf große Arenatour, „50 Jahre BAP – Die Zielgerade“. Genug Gründe, mit dem sympathischen Kölschen ein launiges Interview zu seinem Musikschaffen zu führen.

MARTIN GRIFFITHS - Zeitmaschine mit Spätzündung

Beggars Opera waren eine Prog-Band aus Glasgow. 1971 hatten sie mit dem Mellotron-trunkenen „Time Machine“ einen Hit. Nun veröffentlichte ihr damaliger Sänger Martin Griffiths sein erstes Soloalbum „The Beggar“. Über 50 Jahre waren diese Songs verschwunden. Wir haben mit ihm über sein Comeback gesprochen.

MICHAEL MONROE will ein Botschafter der Hoffnung sein

Als irgendwann in den Siebzigerjahren aus Matti Fagerholm die Kunstfigur Michael Monroe wurde, stand für den Sänger, Saxofonisten und Songschreiber fest, dass sein Leben dem Rock’n’Roll gehören würde. Zunächst als Frontmann der Band Hanoi Rocks, ab Mitte der Achtziger solo und in den Nullerjahren noch mal mit Hanoi, veröffentlicht der 1963 in Helsinki geborene Musiker konstant starke Rockalben mit prägnanten Melodien und musikalischer Finesse. Über sein 13. Solo-Werk „Outerstellar“ unterhielten wir uns per Video-Call.

AXEL RUDI PELL liefert mal wieder vollumfänglich ab: Standard!

Der Gitarrenheld aus Bochum veröffentlicht seinen mittlerweile 23. (!) Longplayer „Ghost Town“. Wir sprachen mit ihm über die Arbeit mit Udo Dirkschneider, über künstliche Intelligenz und einen alten Freund, der leider nicht mehr unter uns weilt.

Mit „Genotype“ kehren TEXTURES in die Progmetal-Szene zurück

Völlig überraschend hatten Textures Ende 2017 nach dem Album „Phenotype“ (2016) ihre Auflösung bekannt gegeben. Es war ein Paukenschlag, der die Modern-Progmetal-Szene, die die Niederländer mit Alben wie „Drawing Circles“ (2006), „Silhouettes“ (2008) und „Dualism“ (2011) maßgeblich mitgeprägt hatten, wie aus heiterem Himmel traf. „Viele Bands haben uns später gesagt, dass wir sie inspiriert hätten: TesseracT, Periphery, Animals As Leaders oder VOLA…“

Trotz aller Widrigkeiten machen DIRTY SOUND MAGNET immer weiter

Um ein Haar hätte es das siebte reguläre Studioalbum „Me And My Shadow“ der Schweizer Band Dirty Sound Magnet nicht gegeben: Zwei Wochen vor Beginn der Aufnahmen geriet Sänger und Gitarrist Stavros Dzodzos in eine lebensbedrohliche Situation. „In einem Club, den ich gut kenne, gab mir jemand eine kleine Flasche“, erzählt der Musiker. Er habe sie für ein Getränk gehalten. Ein fataler Irrtum: „Das war eine flüssige Droge, die man nur inhaliert. Das darf man nicht trinken, das ist supergefährlich.‘“ 

THE RETICENT verarbeitet die schlimmsten Jahre seines Lebens

Aus North Carolina meldet sich Chris Hathcock, wo er daheim vor einem eisigen Wintersturm Schutz sucht. Harte Umstände betreffen aber nicht nur das Wetter in seiner Heimat, sondern auch seine Musik. „Ich schreibe, wenn ich Schmerzen verspüre!“ Dieser Satz fällt im Verlauf des Interviews mehr als einmal. „Please“ nennt sich das neue Album von The Reticent, das den Kampf um die psychische Gesundheit in den Mittelpunkt stellt.

... und VIELES mehr!