Die GRÖSSTEN KEYBOARDER der Rock- und Prog-Historie
Nicht kleckern, sondern klotzen! Das war das Motto in der großen Zeit des Rock gegen Ende der 60er sowie zu Beginn der 70er Jahre. Die Standard-Rock’n’Roll-Besetzung aus Gitarre, Bass und Schlagzeug hatte größtenteils ausgedient, die Tastenmänner revolutionierten die Statik des Rock. Einige Keyboarder wurden gar zu Superstars, auf Augenhöhe mit den Gitarrengöttern jener Zeit.
GONG „Wir bringen Schönheit in die Welt!“
Elf Jahre nach dem Tod von Daevid Allen, der vor knapp 60 Jahren die Band gründete, legen Gong in der neuen Besetzung um Sänger und Gitarrist Kavus Torabi ihr viertes Album vor: „Bright Spirit“. Es ist nicht nur der Abschluss der mit den beiden vorherigen Alben begonnenen „Ascension“-Trilogie, sondern auch ein beeindruckender Spagat zwischen dem alten Mythos und neuen Dimensionen.
GROBSCHNITT - 50 Jahre später und immer noch Kult
2026 ist ein Grobschnitt-Jahr. Vor 50 Jahren veröffentlichte die Kult-Rockband eines der ersten progressiven Alben in deutscher Sprache: „Jumbo“. Zugleich wollen die drei Gründungsmitglieder Gitarrist Lupo, Drummer Eroc und Sänger Willi „Wildschwein“ auch ihr 55-jähriges Bandjubiläum feiern. Anstoßen kann man mit ihnen auf der JubiläumsKinofeier des „Solar Music Live“-Remixes am 11. April in Hagen. Wir haben die drei Musiker zu allen Feierlichkeiten befragt.
JOE JACKSON - Mr. Schwierig
Interviews hasst er wie Schmierseife – Journalisten sowieso. Ginge es nach Joe Jackson, würde er am liebsten nur seine Musik sprechen lassen. Doch anlässlich seines neuen Albums „Hope And Fury“, das an die Pop-Klassiker der 70er und 80er anknüpft, macht der 71-jährige Brite eine Ausnahme: Er bittet zum kurzen Talk in seine zweite Wahlheimat Berlin – und kann bisweilen richtig humorvoll sein; wenn er denn will…
THE BLACK CROWES - Die Gralshüter
Sie haben sich gestritten, geprügelt, getrennt und doch immer wieder zusammengefunden. Jetzt, im 42. Jahr ihres Bestehens, scheinen die Gebrüder Robinson wie ein Herz und eine Seele: Zwei Endfünfziger, die lauten, dreckigen Rock ’n’ Roll spielen und ihren musikalischen Helden huldigen. Auf dem neuen Album „A Pound Of Feathers“ sogar besser denn je.
CRIPPLED BLACK PHOENIX - In Zeiten des Wahnsinns
Vor zwei Jahren feierte das Postrock-Kollektiv um Justin Greaves und Belinda Kordic 20-jähriges Jubiläum. Mitte April erscheint mit „Sceaduhelm“ ein neues Album, das die typischen dystopischen Klang-Gebirge der Band mit einer altersweisen Gradlinigkeit verbindet. Höchste Zeit also für ein Gespräch mit dem Gitarristen und der Sängerin.
LONG DISTANCE CALLING - Albtraum ohne Worte
Mit nunmehr neun Studioalben sowie mehreren EPs und Live-Platten kann sich der Output von LONG DISTANCE CALLING wahrlich sehen lassen. In diesem Jahr feiern die Postrocker aus Münster mit dem Album „The Phantom Void“, einem Film und einer ausgiebigen Tour im Herbst ihr 20-jähriges Bestehen. Gegenüber eclipsed erläutert Drummer Janosch Rathmer das Konzept hinter dem neuen Werk und blickt auf Highlights der Vergangenheit zurück.
RAINBOW - 50 Jahre Rainbows „Rising“
Man könnte meinen, Gitarren-Legende Ritchie Blackmore hätte 1976 alles erreicht. Er spielte hinter Gene Vincent und Jerry Lee Lewis, war Ziehkind von ProduzentenLegende Joe Meek und gründete Deep Purple, mit denen er endgültig in die Annalen der Rockgeschichte einging. Mit seiner nächsten Band Rainbow sollte er noch kompromissloser seinen Weg verfolgen, der schließlich im Album „Rising“ gipfelte.
LAZULI - Einfach sein
Jetzt haben sie schon über ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel – und noch immer wählen Lazuli nie den einfachen Weg: Die Südfranzosen stehen für delikat arrangierten Artpop mit Anspruch, Theatralik, ungewöhnlicher Instrumentierung und Gesang in ihrer Muttersprache. Kurz: Musik fernab jeder Oberflächlichkeit. Auch ihr zwölftes Studioalbum „Être et ne plus être“ strahlt scheinwerferhell durch die Schatten der Belanglosigkeit. Sänger Dominique Leonetti knipst für uns das Licht an.
EINAR SOLBERG - Ein Maestro auf Reisen
Ist er der künftige Klassiker unter den Proggern? Auf seinem zweiten Soloalbum „Vox Occulta“ rückt der Frontmann von Leprous breitwandige Orchesterklänge ins Zentrum. Sein Anspruch: der „cineastischste Musiker des Progrock“ zu werden. Ein Gespräch mit dem norwegischen Sänger über Inspiration, Druck – und die glanzlosen Orte, an denen seine Songs entstehen.
SQUEEZE - Wilde Nächte im Trixies
Seit den Mittachtzigern haben sie sich rar gemacht. Doch jetzt, neun Jahre nach ihrem letzten Tonträger, melden sich Squeeze mit einem Paukenschlag zurück: „Trixies“ ist ein Konzeptalbum über einen fiktiven Nachtclub in Soho – mit allem, was dazugehört. Ein faszinierender, aber gefährlicher Mikrokosmos, den die Herren Difford und Tilbrook schon 1973 erträumten, aber erst nun richtig zum Leben erweckten.
HERBERT GRÖNEMEYER - Der Grenzgänger des Deutschrock
Unter den großen vier des Deutschrock – Grönemeyer, BAP, Westernhagen, Lindenberg – ist es vor allem der Bochumer, der im Laufe seiner bald 50-jährigen musikalischen Karriere die Grenzen seines Ausdrucks immer wieder neu gezogen hat, ohne jemals die Relevanz seiner textlichen Aussagen zu verwässern. Anlässlich Herbert Grönemeyers 70. Geburtstag werfen wir einen Blick zurück auf den Werdegang des deutschen Superstars.
WERNER NADOLNYS JANE gehen auf „50 Jahre Fire, Water, Earth & Air“-Jubiläums-Tour
Es gibt wenige deutschen Bands, die in den 1970er Jahren anfingen und deren Werk sich bis heute einer konstanten Zuwendung erfreut. Jane aus Hannover ist eine dieser prägenden Formationen im Spektrum zwischen Krautrock und Progressive Rock. Nach der Jane-Auflösung 1992 und einem Rechtsstreit gelang es den Musikern, mit den Nachfolgern Peter Pankas Jane und Klaus Hess’ Mother Jane den wertvollen Nachlass am Leben zu erhalten.
Auf „Play Me“ sagt KIM GORDON, was sie denkt und spielt, was sie fühlt
72 Jahre – und immer noch cool vom Scheitel bis zur Sohle. Kim Gordon ist nicht nur die Ex-Bassistin von Sonic Youth, sondern noch so viel mehr: Die gebürtige Kalifornierin schreibt, designt, malt, schauspielert und fertigt Installationen an. Sie hat den No Wave, den Grunge und die Riot Grrrls geprägt und legt nun ein bemerkenswertes drittes Soloalbum vor.
TANGERINE DREAM feiern nach einem guten halben Jahrhundert „Phaedra“ live
„Phaedra“ hatte 1974 mit seinen immersiven Mellotron-Klangwolken, den hypnotischen Moog-Sequenzerläufen und weiteren psychedelischen Zutaten den typischen Berliner-Schule-Elektronik-Sound erstmals zur Reife gebracht. Auch international waren Tangerine Dream damit erfolgreich, gingen auf Tour durchs UK und improvisierten an den damals noch unzuverlässigen Synthesizern auf Teufel komm raus.
MAGENTA ehren auf „Tarot“ die Vorbilder Renaissance und ELO
Schon auf ihrem letzten Studioalbum, dem sinfonischen Konzeptwerk „The White Witch“, auf dem auch ältere Stücke neu interpretiert wurden, hatte die Retroprog-Band, bestehend aus Christina Booth, Robert Reed und Chris Fry, ein okkultes Thema gewählt. Das nagelneue Album „Tarot“ widmet sich nun den rätselhaften Wahrsagekarten. Der walisische Multiinstrumentalist und Bandchef Robert Reed gibt Auskunft über das neue Werk.
Mit ihrem achten Album erinnern ARGOS an ein nie erschienenes Werk der Band Fruupp
Thomas Klarmann, Komponist und Keyboarder bei der deutschen „Canterbury“-Band Argos, ist Fan der Progrocker Fruupp, die in den 1970ern unter anderem als Support für Genesis und King Crimson wirkten. Besonders deren letztes Album „Modern Masquerades“ hat es ihm angetan. Produziert von Ian McDonald (King Crimson und Foreigner), war es um Klassen besser als seine drei Vorgänger.
Zakk Wylde hat das neue Album der BLACK LABEL SOCIETY im Fitnessstudio komponiert
Er ist einer der herausragendsten Metal-Gitarristen der Welt und ein sehr gefragter Mann. Jetzt veröffentlicht der US-Amerikaner Zakk Wylde (59) nach fünf Jahren wieder ein Album mit seiner Band Black Label Society.
Chris Peters kehrt mit FUZZ SAGRADO auf europäische Bühnen zurück
Chris Peters ist nach einigen Jahren in Brasilien zurück in Deutschland. Der Mann hinter Bands und Projekten wie Samsara Blues Experiment, Fuzz Sagrado, Surya Kris Peters oder zuletzt Pedro Preto sprüht aktuell vor Enthusiasmus. Erste Station: Zusammen mit Gitarrist Steffen Schneider, Drummer Charlie Paschen und Bassist Raphael Nigbur von Blackbox Massacre geht es ab Mai unter dem Banner Fuzz Sagrado auf eine dreiwöchige Europatour.
Johnny Gioeli führt bei HARDLINE die italienische Ära weiter
Anfang der Neunziger fanden sich Spitzenmusiker wie Neal Schon und Deen Castronovo in den Reihen der von den Brüdern Johnny und Joey Gioeli gegründeten Combo. Das 92er-Debütalbum „Double Eclipse“ gilt bis heute als Genre-Geheimtipp. US-Shouter Johnny Gioeli führt die Band seit 2003 ohne seinen Bruder bis heute weiter. Im Zoom-Interview lernen wir einen vor Lebensfreude sprühenden Musiker mit Frontmann-Aura kennen.
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