THE BEATLES vs. THE BEACH BOYS - Der Urknall der modernen Popmusik
1966 war das Jahr des großen Umbruchs für die Popmusik. Das Album begann, die Single als bedeutendster Tonträger abzulösen, da Musiker es als Artikulationsraum für ihre künstlerischen Visionen entdeckten. Im Mittelpunkt stand dabei ein transatlantischer Wettkampf zwischen den britischen Beatles, die ihre Zeit als von hysterischen Fans getragene Beat-Combo mit den Alben „Rubber Soul“ und vor allem „Revolver“ konsequent hinter sich ließen, und den amerikanischen Beach Boys, deren visionärer Anführer Brian Wilson mit dem radikalen Wunderwerk „Pet Sounds“ weg wollte vom Image der gut gelaunten Surf-Combo. eclipsed erzählt die Geschichte einer gegenseitigen künstlerischen Befruchtung, die gleichzeitig die Geschichte der wohl größten Zäsur im Pop ist.
YES - Natürliche Erleuchtung
Seit unglaublichen 58 Jahren sind die Pioniere des Progressive Rock aktiv. In ihrer aktuellen Inkarnation mit Sänger Jon Davison, Keyboarder Geoff Downes und natürlich dem der Band seit 1970 mit nur kurzen Unterbrechungen angehörenden Steve Howe an der Gitarre sowie Bassist Billy Sherwood und Drummer Jay Schellen sind sie sogar besonders produktiv. „Aurora“ ist bereits ihr drittes Studioalbum in dieser Dekade. Wir haben Davison, der ob des Konzepts „Naturwunder und innere Erleuchtung“ vor positiver Energie nur so strahlt, in einer Zoom-Konferenz zum neuen Werk in allen Facetten befragt. Selbstverständlich auch zum Gesundheitszustand von Steve Howe und zum Roger-Dean-Artwork.
DEVIN TOWNSEND - Ausmotten
Devin Townsend hat in seiner Karriere schon so manch ambitioniertes Werk gestemmt, „The Moth“ ist aber zweifellos das bisher größte und zeitintensivste. Weit über 100 Musiker waren an dem Progmetal-Musical beteiligt, darunter das 70-köpfige Noord Nederlands Orkest samt 60-köpfigem Chor sowie langjährige Wegbegleiter wie Anneke van Giersbergen und Steve Vai. Im Gespräch erzählt Townsend von besonderen Herausforderungen, aber auch Ähnlichkeiten zu anderen Projekten – und der Zeit danach.
MIDGE URE - Der große Unbekannte
Die meisten verbinden ihn mit Ultravox, Band Aid und „Live Aid“. Doch Midge Ure war so viel mehr: Mitgründer von Visage, Gitarrist bei Thin Lizzy, Intimus Conny Planks und Mentor von Kate Bush – ein Mann, der die britische Popmusik der 1980er prägte. Anlässlich der Veröffentlichung seines ambitionierten Werks „A Man Of Two Worlds“, des ersten mit neuem Material sei zwölf Jahren, traf eclipsed den 72-Jährigen an der Algarve.
TORI AMOS - Die Rache der Drachenfrau
Protestmusik aus dem Reich der Fabelwesen: Auf „In Times Of Dragons“, ihrem ersten regulären Studioalbum seit 2021, wettert Tori Amos gegen die Steigbügelhalter der Trump-Regierung wie Tech-Milliardäre des Silikon Valley und verpeilte MAGAHardliner. Ein Rundumschlag auf subtil-subversive Weise mit einer wahren Flut an Songs: 17 Stücke in knapp 76 Minuten – Masse trifft Klasse.
ELDER - Musik jenseits der Grenzen
Ursprünglich kommen Elder um ihren kreativen Kopf Nick DiSalvo (Gitarren, Tasten und Gesang) aus dem US-Staat Massachusetts. 2005 gab man sich noch düsterem Doom Rock hin, wandte sich dann aber zunehmend psychedelisch infiziertem Stonerrock zu. Seit 2019 leben DiSalvo und Gitarrist Mike Risberg in Berlin. Schlagzeuger Georg Edert ist ohnehin Deutscher. Nur Bassist Jack Donovan pendelt noch zwischen den Kontinenten. Mit „Through Zero“ legt das Quartett nun sein bisher spannendstes Album vor, das die Band auch auf dem Herzberg Festival präsentieren wird. DiSalvo gibt Auskunft zum Konzept und den Songs.
KENNY WAYNE SHEPHERD - Zurück an den Anfang
Zum 30-jährigen Jubiläum der Veröffentlichung seines Platin-Debüts „Ledbetter Heights“ hat Bluesrocker Kenny Wayne Shepherd das Werk erneut aufgenommen. Im September 1995 war der Gitarrist aus Shreveport in Louisiana gerade 18 Jahre alt. Heute blickt er mit Stolz auf seine damalige Leistung zurück, hat aber dennoch einige, wie er findet, „entscheidende Verbesserungen“ an den Stücken vorgenommen.
ALL THEM WITCHES - Zurück aus dem Vakuum
Irgendwo im US-Bundesstaat Arkansas sitzt Charles Michael Parks Jr. in seinem Auto auf dem Parkplatz eines Charity-Shops, als er sich per Videocall bei uns meldet. Während seine Frau im Laden nach einer Hose für ihn sucht, ist er bereit, ganz entspannt über „House Of Mirrors“ zu sprechen, das neue Album seiner zwischen Blues-, Stoner- und Psychedelic Rock operierenden Band All Them Witches.
SLEEPING PULSE - Pandemie als Katalysator!
2014 erschien das Debüt von Sleeping Pulse. Danach geschah – nichts mehr. Sänger Mick Moss, bekannt von seiner Band Antimatter, und der portugiesische Multiinstrumentalist Luís Fazendeiro verloren sich aus den Augen. 2026 finden sie wieder zueinander und knüpfen mit dem neuen Album „Dreams & Limitations“ nahtlos da an, wo sie 2014 aufhörten: bei einem dunklen, melancholischen, harten Artrock.
CASSIS B STAUDT - Die berauschenden Klänge der Pflanzen
Pflanzen und Musik: Diese Verbindung faszinierte Künstler schon in den 70er Jahren, jener Zeit, die heute als goldene Ära der Rockmusik gilt. Wie schon einige berühmte Musiker vor ihr, von Holger Czukay bis Stevie Wonder, hat auch die 1980 geborene Filmkomponistin, Songschreiberin und Klangkünstlerin Cassis B Staudt Pflanzen als Schöpferinnen magischer Töne entdeckt.
PETER SCHIMMELPFENNIG - Zwischen Genesis, Puhdys und Karat
Vor 50 Jahren begann ein besonderes Kapital der deutschen Rockgeschichte: Die Puhdys gaben ihr erstes Konzert in Hamburg, und bald lautete auch für andere DDR-Bands die Devise „Go West“. In die Wege geleitet wurde dies von dem westdeutschen Musikmanager Peter Schimmelpfennig, der zum einflussreichsten Grenzgänger des Musikbusiness im Kalten Krieg wurde.
Ein Besuch in Sansibar – und im ersten Freddie-Mercury-Museum der Welt
Sansibar: eine Inselgruppe im Indischen Ozean, Sehnsuchtsziel, halbautonomer Teilstaat von Tansania – und ein Ort, der eng mit Freddie Mercury verbunden ist. Hier, in der gleichnamigen Hauptstadt auf der Insel Unguja, kam der Sänger als Farrokh Bulsara am 5. September 1946 zur Welt. Heute ist Stone Town, ihr historischer Kern und seit 2000 UNESCO-Weltkulturerbestätte, ein Touristenmagnet.
Runder Tisch zur aktuellen EM-Szene, die an die frühen Pioniere und die Berliner Schule anschließt
Die musikalische Vorreiterrolle, die Deutschland in Sachen elektronischer Musik einnahm, ist legendär. Avantgardistische Experimente aus dem Kölner Studio für elektronische Musik (Karlheinz Stockhausen), die Berliner Schule um Tangerine Dream, Klaus Schulze und Ash Ra Tempel, die in Düsseldorf rund um Kraftwerk und Neu! oder der Münchner Eberhard Schoener. Sie alle legten für die Zukunft der Popmusik und die Tanzclubs der Welt rund um DJ-, Sample- und Rave-Kulturen ein festes Fundament. Und auch wenn die Electro-Jünger längst dominieren, hat sich in Deutschland neben Tangerine Dream als Hauptader eine kleine, aber feine traditionelle EM-Szene mit anspruchsvoller meditativer Musik gehalten ...
ERIC JOHNSON kommt im Sommer für eine exklusive Show nach Aschaffenburg
Nach längerer Pause meldet sich Ausnahmegitarrist Eric Johnson live in Europa zurück. Im Zuge seiner „Texaphonic“-Tour präsentiert er seinen Fusion-Mix im Rahmen einer exklusiven Deutschland-Show am 20. Juli 2026 im Colos-Saal in Aschaffenburg.
Auf seinem vierten Solo-Werk „Ghosts In The Park“ behandelt Pineapple-Thief-Kopf BRUCE SOORD Verlust und Tod
Trotz großem Stress – er steckt mitten in der Tour-Vorbereitung und der Arbeit an einem neuen TPT-Album – freut sich Bruce Soord sichtlich, endlich ausführlich über das nach seiner Aussage persönlichste Album zu sprechen, das er je aufgenommen habe.
KARCIUS beenden ihre Album-Trilogie mit dem neuen Opus „Black Soul Sickness“
2018 eröffnete die frankokanadische Band Karcius mit ihrer fünften Platte eine Trilogie: „The Fold“ war der Startschuss für eine Odyssee durch die fragile Architektur der menschlichen Psyche. Vier Jahre später erschien der zweite Teil „Grey White Silver Yellow & Gold“. Nun liegt mit „Black Soul Sickness“ der Abschluss des Triptychons vor. „Es beschäftigt sich mit der Transformation durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich“, erklärt Sänger Sylvain Auclair. „Jeder Teil steht für eine andere psychologische Phase auf dieser Reise: Zersplitterung, Auseinandersetzung und schließlich die Konfrontation mit der geerbten Dunkelheit. D
Für die schwedischen Progmetaller EVERGREY beginnt ein neues Kapitel
Erst vor wenigen Wochen verkündeten Evergrey die Trennung von ihrem langjährigen Gitarristen Henrik Danhage. Es ist nicht die einzige Veränderung bei der Band, über die wir uns mit Mastermind Tom S. Englund unterhielten…
Mit dem zweiteiligen StudioWerk „Camera Obscura“ heben die LEGACY PILOTS erneut ab
Kaum sind die Legacy Pilots vom „Night Flight“, ihrem ersten Livealbum, zurück, steht die Crew um den Hamburger Frank Us schon mit dem nächsten Werk in den Startlöchern: „Camera Obscura“ ist in Form zweier separater CDs und als Doppel-LP erhältlich. Zählt man sie als ein Werk, liegt damit nun die sechste reguläre Studioveröffentlichung des erst 2018 entstanden Projekts vor – und wieder ist man meilenweit von einer Bruchlandung entfernt.
A.A. WILLIAMS besticht auf ihrem dritten Album „Solstice“ mit variablem Trübsinn-Rock
In der Karriere von A.A. Williams ist von Beginn an nichts gewöhnlich. Als ausgebildete Pianistin und Cellistin musizierte die Britin jahrelang anonym, in den Orchestergräben und auf den Theaterbühnen dieser Welt. Bis sie sich 2019 dazu entschloss, eigene Musik zu komponieren. Allerdings keine Klassik, sondern Gothic Rock, wo sich schwermütige Riffs um ihr elfenhaftes Klavier und melancholische Melodien ranken. Noch bevor sie überhaupt ein Album veröffentlichte, debütierte sie 2019 mit ihren Songs live beim niederländischen Metal-Festival Roadburn.
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