1976 - Das Schwellenjahr des Rock
In den Wohnzimmern der Republik stapeln sich 1976 unzählige neue Rockalben, der Prog hat die Welt erobert, das Genre strahlt aus bis in den Pop, den Soul, den Jazz oder die Elektronik-Szene. Andererseits: Die Platzhirsche des Rock haben ihr Pulver verschossen, nichts ist (mehr) in Stein gemeißelt, alte Gewissheiten werden in Frage gestellt, neue Trends bahnen sich ihren Weg ...
THE ROLLING STONES - Noch einmal mit Gefühl
Eigentlich klang „Hackney Diamonds“, ein Album, mit dem man bei seinem Erscheinen 2023 und damit 18 Jahre nach dem letzten Studio-Lebenszeichen „A Bigger Bang“ längst nicht mehr gerechnet hätte, deutlich nach Abschied. Doch jetzt kommt die größte Rock’n’RollBand der Welt zurück mit einem weiteren frischen, auf den Punkt produzierten Werk, das eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt.
DEEP PURPLE - Goldene Zeiten
Es ist ein offenes Geheimnis: Im 58. Jahr ihres Bestehens sind die HardrockPioniere in der Form ihres Lebens. Das unterstreicht auch ihr 24. Studio-Epos „Splat!“, das mit einer grandiosen Mischung aus Lebenserfahrung, MontyPython-Humor und bissiger Gesellschaftskritik aufwartet. Alles verpackt in starke Songs mit noch stärkeren Gitarren-/Keyboard-Passagen. Grund genug für ein ausführliches Gespräch mit Maestro Ian Gillan, der Mitte August stolze 81 Jahre jung wird.
MIKE ZITO - Kopfüber über in den Blues
Mike Zito kehrt mit „Outside Or The Eastside“ zu seinen Wurzeln in St. Louis zurück – zu den schweißtreibenden Club-Nächten, endlosen Jams und der rohen Energie, die seinen Stil formten. Im Gespräch erinnert sich der Gitarrist an prägende Jahre zwischen Mississippi-Ufer und Eastside, spricht über ungefilterte Live-Aufnahmen und eine unvergessliche Ansage von Blues-Ikone Johnny Winter.
LAKE - Dritter Frühling
Große Überraschung. Die originalen Lake der Siebziger sind zurück! Es gibt nur wenige Bands, die aus Deutschland kamen und in den USA Erfolge verbuchen konnten. Ihr geschmeidiger West Coast Sound aus Deutschland erregte 1976 auf ihrem selbstbetitelten Debüt international Aufmerksamkeit. 1988 löste sich die Band nach Umbesetzungen auf, kam 2003 mit Gitarrist Alex Conti zurück und ist nun, abgesehen vom verstorbenen Sänger James Hopkins-Harrison und Drummer Dieter Ahrendt, mit dem neuen Werk „Four“ wieder in alter Stammbesetzung da.
MONO - Blühe in Frieden
Drei ganze Tage habe er geweint, sagt Takaakira „Taka“ Goto. Im Mai 2024 verlor der Gitarrist und die kreative Kraft der japanischen Postrocker Mono mit Steve Albini einen seiner engsten Verbündeten. Albini, vielseitiger Vordenker der experimentellen Musik und aufgrund seiner Studio-Arbeit mit Nirvana, PJ Harvey und den Pixies weltbekannt, hatte dem Quartett einst zum Durchbruch verholfen.
LUNATIC SOUL - Zurück ins Licht
Das monolithische Doppelalbum „The World Under Unsun“ ist noch kein Jahr alt, da meldet sich Mariusz Duda schon mit einer weiteren EP zurück: „Transition II“. Ausgerechnet jetzt, nur wenige Wochen, nachdem er seinen Ausstieg bei Riverside verkündet hat. Es ist der vielleicht größte Einschnitt in der Karriere des polnischen Musikers – und eine Chance, sein genresprengendes Projekt Lunatic Soul neu zu denken.
OK GOODNIGHT - Auditive Collagen
Die Bostoner von OK Goodnight haben unsichere Zeiten hinter sich. Dabei präsentierten sie sich auf ihrem zweiten Album, „The Fox And The Bird“, als eine der vielversprechendsten jungen Bands im kunstvollen, anspruchsvollen Progmetal. Jetzt, nach Umbesetzungen und jahrelangem Touren, melden sie sich mit dem ambitionierten „stop/go“ zurück. Ein Gespräch mit einer Band zwischen Erwartungshaltung und Entwicklungsdrang.
MONTREUX JAZZ FESTIVAL - 60. Jubiläum
Intim, idealistisch, nicht profitorientiert und stets auf der Suche nach dem Besonderen: Auch 13 Jahre nach dem Tod von Gründer Claude Nobs ist das Montreux Festival die LuxusVersion einer mehrtägigen Veranstaltungsreihe – mit 32 Doppel-Konzerten für jeweils maximal 3.500 Zuschauer. Zum 60. Jubiläum hat eclipsed mit Festivalleiter Mathieu Jaton über Geschichte, Philosophie und Zukunft des Klassikers am Genfer See gesprochen.
Der wütende Songprophet DAVID EUGENE EDWARDS vervollkommnet sein Œuvre
David Eugene Edwards kann weder das Meer teilen noch über Wasser laufen oder es in Wein verwandeln. Und doch kennen wir ihn schon von seinen Bands 16 Horsepower und Woven Hand als grimmigen Propheten, der sich auf uralte Legenden beruft, um der Menschheit von der Höhe seines Berges aus die Leviten zu lesen. Auf seinem neuen Album „Mercurial Silence“ tritt er solo an, doch das macht überhaupt keinen Unterschied, denn im Mittelpunkt steht einmal mehr die emphatische Stimme des großen Mahners.
Das neue Album des ONSÉGEN ENSEMBLE verwebt New Artrock mit Ennio Morricone
Es beginnt mit Kirchenglocken, einem leicht rauen Fingerpicking, dazu kommt eine langsam gespielte, Spannung aufb auende Mundharmonika. Ja, das neue Album „A Tale“ des finnischen Onségen Ensemble springt mitten hinein in die cineastische Welt eines Sergio Leone und Ennio Morricone.
SNOWY WHITE setzt mit „The Finishing Touch“ seiner langen Karriere die Krone auf
Dass Snowy White in derselben Liga wie seine Kollegen Peter Green, Eric Clapton und David Gilmour spielt, hat sich schon vor Jahrzehnten herumgesprochen. Trotzdem galt der vielseitige Gitarrist lange vor allem als hochgeschätzter Sideman und Sessionmusiker und wurde weniger aufgrund seiner eigenen Werke wahrgenommen. Das hat sich zum Glück geändert ...
ADVENT HORIZON ließen sich für „Falling Together“ von der Natur inspirieren
Gleich drei Mitglieder von Advent Horizon sind aus Salt Lake City zugeschaltet – Frontmann Rylee McDonald, Drummer Mike Lofgreen sowie Grant Matheson (Gitarre, Gesang, Keys). Drei von vier? Oder fünf? Oder sechs? Das ist nicht so ganz klar, schließlich taucht neben Bassist Cason Wood auch immer wieder Rylees Frau Kristen (Gesang) auf offiziellen Fotos auf.
Prominente Verstärkung für SARIS - Derk Akkermann wagt mit der Band den Neustart
„Neustart“ ist ein großes Wort - aber es trifft den Kern, wenn es um Derk Akkermann und seine (Prog-)Formation Saris geht: „Wir sind jetzt keine deutsche Band mehr, sondern eine deutsch-britische“, verkündet der Band-Chef im Gespräch mit eclipsed, wobei eben nicht mehr nur der Bochumer deren Geschicke leitet, sondern auf dem neuen Album „Project: Off World“ gleichberechtigt auch Sänger Henrik Wager.
SMOKEMASTER zelebrieren auf „In The Temple“ eine idyllische 60s-Messe
Smokemaster aus Köln tragen einen feierlichen Namen. Da passt der Titel des dritten Albums der Psychedelic-Rocker „In The Temple“ perfekt. Doch in welchem Tempel befinden wir uns? Schlagzeuger Lukas Bönschens Antwort fällt kurz und bündig aus: „In welchem immer du magst. Das ist schon in deinem Kopf.“
Die ANDREAS DIEHLMANN BAND lässt es mit „Cold Wind On A Dark Black Night“ krachen
Bluesrock – mal ruhig und nachdenklich, dann wieder herrlich krachend – ist das Ding des konstant die Republik bespielenden Andreas Diehlmann und seiner Begleiter. Wir sprachen mit dem Sänger und Gitarristen über ihr neues Studio-Werk.
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