1986 - Das Jahr von Genesis & Gabriel
Wer Genesis und Peter Gabriel aus den Siebzigerjahren kannte, hätte nie erahnt, welch massive Breitenwirkung die einstigen Pioniere des Progressive Rock 1986, einer Explosion gleich, entfalten sollten. Phil Collins war mit „No Jacket Required“ ein Jahr zuvor zum Superstar aufgestiegen. Nun enterten Genesis mit „Invisible Touch“ und Gabriel mit „So“ zeitgleich in vielen Ländern die Spitze der Charts. Auch alle anderen Bandmitglieder, frühere wie aktuelle, brachten Solowerke heraus, die die ungeheure Kreativität dieser Band zeigten ...
THE BEATLES - „Rubber Soul“ veränderte die Musikwelt
„Sgt. Pepper“, „The White Album“, „Abbey Road“ und „Let It Be“ wurden spektakuläre Remixe zum 50. Geburtstag zuteil. Doch das Album, mit dem die Fab Four die Musikwelt veränderten, erfährt erst jetzt – 61 Jahre nach der Veröffentlichung – die Würdigung, die es verdient. Keine böse Absicht und keine Ignoranz gegenüber dem Werk, so Haus- und Hof-Produzent Giles Martin, sondern eine Frage der Technik.
MANFRED MANN'S EARTH BAND - Blendendes Licht & tosende Stille
Wenige Bands meistern den Spagat zwischen „himmlischen“ und erdigen Tönen so außergewöhnlich gut wie Manfred Mann’s Earth Band. 1976 war eines der spektakulärsten Jahre ihrer fünfeinhalb Dekaden umfassenden Geschichte: Mit „The Roaring Silence“ legten sie nicht nur eines ihrer besten Alben vor. Erstmals hatten sie mit Chris Thompson einen Ausnahmesänger, der die Band mit der US-Nummer-1-Hitsingle „Blinded By The Light“ in lichte Sphären führte.
EUROPE - Das Potenzial voll ausgeschöpft
Nachdem ihre letzten Alben eher bluesig ausgefallen sind, lassen die Hardrocker Europe es mit „Come This Madness“ wieder mehr krachen. Und komplexer ist die Musik auf der neuen Scheibe ebenfalls geworden. Wir sprachen frühmorgens um 9 Uhr nach dem Wacken-Auftritt mit dem dennoch gut gelaunten Frontmann Joey Tempest über das neue Album und über die Zukunft der Band.
TEN YEARS AFTER - Post-Woodstock-Meilenstein „Cricklewood Green“
„Cricklewood Green“ von Ten Years After gilt als Klassiker der Rockgeschichte. Gerade wurde das legendäre Album aus dem Jahr 1970 als remasterte Deluxe Edition auf Doppel-CD sowie Doppel-LP neu veröffentlicht. Grund genug, bei Drummer und Gründungsmitglied Ric Lee nachzufragen, wie es damals war, als die Band kurz nach dem geschichtsträchtigen Auftritt beim Woodstock-Festival in den Londoner Olympic-Studios das mit Abstand spannendste Album ihrer Karriere einspielte.
PURE REASON REVOLUTION - Demut in Laut
Mehr Krach, weniger Kitsch: Mit „Terrifying Angels“ legen Pure Reason Revolution ihr bislang unbarmherzigstes, härtestes Werk vor. Plötzlich donnern finstere Riffs durch den melodiösen New Artrock. Grungige Grimmigkeit statt erhabener Introspektion. Im Interview spricht Mastermind Jon Courtney über die ästhetischen Gegensätze, die das siebte Album seiner Band prägen – und warum selbst Engel manchmal wütend werden.
RICK WAKEMAN - Rückkehr zum Mars
Von 1971 bis 2018 stand Rick Wakeman mit einigen Unterbrechungen bei Yes an den Tasten und prägte den Sound der Prog-Giganten entscheidend mit. Kein Wunder also, dass sein Gesicht (neben denen von Keith Emerson und Jon Lord) auf dem Titel der eclipsed-Ausgabe Nr. 279 prangte, in der wir ausführlich „Die größten Keyboarder aus Rock & Prog“ würdigten.
EELS - Ist das Leben nicht kurz?
Lieder handeln im besten Fall vom Leben. Doch die Perspektive ändert sich im Lauf der Jahre. Niemand weiß das besser als Mark Oliver Everett, besser bekannt als E, Stimme, Songwriter und Kopf der amerikanischen Band Eels. Auf seinem neuen Album „Cookie Happened“ verschiebt sich der Fokus des 63-Jährigen auf die Zielkurve des Lebens.
LONELY ROBOT - John Mitchell's Soloprojekt geht in den Ruhestand
Um Musik geht es eigentlich nur am Rande. Stattdessen spricht John Mitchell, das Mastermind hinter Lonely Robot, über Science-Fiction-Filme, seine Lieblingssorte Cola – und Katzen. Sein Kater, sagt er, schleiche sich bei jedem seiner Zoom-Interviews ins Bild. „Sag ehrlich, sehe ich schon aus wie ein verrückter Schurke aus einem James-Bond-Film?“ Der Vergleich passt.
AFGHAN WHIGS Greg Dulli macht in Klanggemälden und Erlebnis-Gastronomie
Die Whigs zählen zu den letzten aktiven Vertretern der Grunge-Bewegung. Dieser Tage feiert die Band ihr 40. Jubiläum – mit dem Album „Soft Control“, auf dem Dulli vor allem sich und seine Beziehungsprobleme therapiert. Wie ernst er das meint und wie groß sein Gastro-Imperium ist, verrät er beim Interview in Brüssel.
THE SPACELORDS „Uranus Omnibus Sanctus“ entstand unter widrigen Umständen
„Wir sind froh, dass wir überhaupt weitermachen konnten“, äußert sich Drummer Marcus Schnitzler zur Zwangspause nach dem 2023er-Album „Nectar Of The Gods“: „Unser Bassist Akee war schwer erkrankt und ist dem Tod nur knapp entronnen.“ Als es dann wieder in den Proberaum ging, floss die Kreativität umso stärker. Wie immer wurde viel gejammt: „Wir nehmen immer alles auf, suchen das heraus, was uns am besten gefällt, und arbeiten damit weiter.“
POLYMOON pflegt die Kunst der psychedelischen Verwandlung
So verführerisch können hypnotische Sounds klingen: Auf ihrem neuen Album „Mariposa Magic!“ nehmen uns Polymoon mit auf einen intensiven Trip durch schillernde psychedelische Klangwelten. Die kreative Reise der Combo aus dem finnischen Tampere sei längst nicht abgeschlossen, erklären Jesse Jaksola (Gitarre, Synthesizer) und Sänger Kalle-Erik Kosonen im Interview. Doch schon jetzt sei man ganz bei sich.
Mit „Trilogie 2026“ bewahrt SAMMELSURIUM fast drei Jahrzehnte Musik
Die süddeutsche Formation Sammelsurium folgt seit Langem ihrem eigenen Weg – mit stilistischen Grenzgängen, wechselnden Lebensumständen, langen Pausen und erstaunlicher Beharrlichkeit. Jetzt liegt mit „Trilogie 2026“ ein 3CD-Set vor, das die musikalische Entwicklung von 1999 bis 2025 dokumentiert. Es ist das klingende Archiv einer Band, die sich nie einfach kategorisieren ließ.
... und VIELES mehr!