CARAVAN - Canterbury lebt!

7. November 2021

Canterbury

CARAVAN - Canterbury lebt!

Wir schreiben das Jahr 1968: Eine junge Formation aus der britischen Grafschaft Kent namens Caravan begründet den sogenannten „Canterbury Sound“ mit, musikalisch irgendwo zwischen Folk, Jazz, Pop, Rock und Psychedelischem beheimatet. Das selbstbetitelte erste Album entsteht. Immerhin ein kommerzieller Achtungserfolg. Mehr als 50 Jahre später existiert das Quintett immer noch. Und legt mit „It’s None Of Your Business“ ein Studio-Werk vor, das nahtlos an die friedlich-freudigen Zeiten von einst erinnert. Gründungsmitglied Pye Hastings, Sänger und Gitarrist der Gruppe, inzwischen 74 Jahre alt, spricht über die Bedeutung von Caravan im Rock-Kontext.

eclipsed: Warum habt ihr uns knapp acht Jahre auf ein neues Studioalbum warten lassen?

Pye Hastings: Das ist in der Tat eine lange Zeit. Aber man muss bedenken, dass wir seit beinahe zwei Jahren in einer Pandemie leben. Das ist für Künstler, die es gewohnt sind, zusammen in einem Raum zu sitzen, um miteinander an neuen Liedern zu feilen, eine Art Schockstarre. Ehe uns Covid-19 überrumpelte, habe ich zudem an meinem Soloprojekt „From The Half House“ getüftelt. Alle anderen bei Caravan hatten auch ihre Solo-Geschichten am Laufen, warum ich also nicht? … Wie auch immer, die zehn Lieder auf „It’s None Of Your Business“ sind „Caravan pur“. Also Musik, die völlig aus der Zeit gefallen ist. Was ich als Kompliment verstehe.

eclipsed: Was haben die Caravan von 2021 zu tun mit den Caravan der frühen 70er, eurer musikalischen Hochzeit?

Hastings: Wir hatten ziemlich viele Besetzungswechsel seit Mitte der 70er. Was zur Folge hatte, dass wir uns musikalisch immer wieder neu erfanden. Die aktuelle Formation hat sich nun zurückbesonnen auf die Stärken der frühen Jahre. Und die ersten Reaktionen auf das neue Werk beweisen, dass die Fans das ganz ähnlich sehen.

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